Dieser Blog dient der Erstveröffentlichung und Ansammlung von Daten mit dem Schwerpunkt "Flieger im Ersten Weltkrieg". Mit der Kommentarfunktion können die Einträge ohne Anmeldung jederzeit berichtigt oder ergänzt werden.
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Montag, 1. März 2010 - 15:35 Uhr
Hirth, Helmuth

Helmuth Hirth wurde am 24. April 1886 als Sohn des Ingenieurs und Erfinders Albert Hirth, Fabrikbesitzer der Fortuna-Werke und dessen Ehefrau in Heilbronn geboren. Nach seinem Schulabschluss begann er eine Mechanikerlehre und ging 1903 als Siebzehnjähriger nach Amerika, fand eine Anstellung bei den dortigen Singer-Nähmaschinenwerken und arbeitete sich bis zum Vorarbeiter nach oben. Anschließend nahm er einen Job bei einer New Yorker Autowerkstatt an und betätigte sich nebenbei als Test- und Rennfahrer von Christie-Wagen. Zwischendurch ging Helmuth Hirth kurzzeitig im brasilianischen Urwald auf die Jagd, arbeitete an einem Projekt bei Thomas A. Edison und kehrte 1904 nach Deutschland zurück. In Stuttgart studierte er an der Ingenieurschule um dann 1908 die Leitung der väterlichen Auslandsfiliale der Fortuna-Werke in London zu übernehmen. Später nahm Hirth eine Stelle als Werkmeister in Darmstadt bei dem bekannten Flugpionier August Euler an. Nachdem er hier weitere Erfahrungen sammeln konnte, ging er nach Stuttgart zurück um eigene Flugzeuge zu konstruieren. Die von ihm entwickelten Maschinen waren jedoch wegen zu schwacher Motorenausstattung weniger flugfähig. Helmuth Hirth wechselte dann nach Wien zu „Illner“, um die dort konstruierte „Etrich Taube“ zu studieren und fliegen zu lernen. Nach seinen Flugerfolgen wurde er Chef-Testpilot bei der dortigen Filiale, dem Flugzeugwerk von Edmund Rumpler. Am 1. März 1911 bestand Hirth auf einer Etrich Taube die Prüfung und erhielt die Fluglizenz Nr. 79 der Fédération Aéronautique Internationale (FAI). Er gehört somit zu den sogenannten „Alten Adlern“, den Piloten, die vor Beginn des Ersten Weltkriegs die Fluglizenz erworben haben. Helmuth Hirt nahm erfolgreich an diversen Zuverlässigkeits- Flugveranstaltungen teil. 1912 wechselte er, zwischenzeitlich Oberingenieur bei Rumpler, zu den Albatros-Werken nach Berlin-Johannisthal, wurde dort Technischer Direktor und konnte in dieser Zeit Ernst Heinkel als Oberingenieur und Flugzeugkonstrukteur für die Albatrros-Werke gewinnen. Hirth nahm an vielen Flugveranstaltungen teil, aus denen er oftmals siegreich hervorging. Er betätigte sich weiterhin als Konstrukteur und Fluglehrer, inbesondere von Riesenflugzeugen.

Zu Beginn des Ersten Weltkrieges trat Helmuth Hirth der Fliegertruppe bei und flog im Dienstrang eines Leutnants bei der Jagdstaffel 2 Boelcke. Er erwarb sich hier das Eiserne Kreuz 2. Klasse (EK 2). Während eines Frontfluges wurde er von einem gegnerischen Flugzeug abgeschossen und schwer verwundet. Weitere Einzelheiten bezüglich seiner Dienstzeit bei der Fliegertruppe sind hier nicht bekannt.
Nach dem Krieg gründete er die Hirth-Motoren-Werke GmbH in Stutttgart-Zuffenhausen, in dem später auch die ersten Srahltriebwerke gebaut wurden.
Helmut Hirth starb am 1. Juli 1938 frühzeitig im Alter von 52 Jahren an den Folgen einer Leberverletzung, die er sich bei dem zuvor genannten Absturz im Ersten Weltkrieg zugezogen hatte. Eine Gedenkstätte befindet sich in Stuttgart-Zuffenhausen ganz in der Nähe seines früheren Werkes, der Hirth-Motoren-GmbH.
Einheiten:
• Jagdsstaffel 2 Boelcke (Jasta 2 Boelcke)
Zivile Auszeichnungen:
• Kronenorden IV. Klasse im Jahr 1912 durch Kaiser Wilhelm
• Kathreiner-Preis beim Überlandflug München/Berlin
• Sieger im Höhenweltrekord mit Passagier (2475 Meter)
• Sieger Schwabenflug
• Sieger Oberrheinische Rundflug
• Sieger Süddeutsche Flug
• Sieger Wettflug Berlin – Breslau
• Sieger im Höhenweltrekord (4420 Meter)
Militärische Auszeichnungen:
• Eisernes Kreuz 2. Klasse (EK 2)
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Montag, 1. März 2010 - 13:22 Uhr
Bussmann, ?

Bussmann diente 1917 zunächst im Dienstrang eines Vizefeldwebels bei der Jagdstaffel 1 (Jasta 1) und schoss bei dieser Einheit zwei gegnerische Flugzeuge ab. Sein erster Abschuss war ein Spad am 23. Juni 1917 nordwestlich von La Fère und Vendeuil in Frankreich. Am 7. November 1917 zwang er einen Nieuport der 132a Pomilio Squadron-Palazzo bei San Pietro in Italien zur Landung. Bussmann wurde anschließend zum Leutnant (Lt.) befördert und zwang einen weiteren Gegner, eine Sopwith, am 14. November 1917 bei Il Montello zur Landung. Am 18. Juli 1918 schoss er einen Spad 2 bei Lechelle-Vierzy ab.
Lt. Bussmann war Fliegerkamerad von Lt. Werner Dittmann bei der Jagdstaffel 1 (Jasta 1).
Siehe auch:
Datenbank der Jagdstaffel 1
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Freitag, 26. Februar 2010 - 13:59 Uhr
Hess, Ernst

Ernst Hess wurde am 8. Januar 1893 in Wiesbaden geboren. Nach Verlassen der Schule begann er ein Ingenieurstudium. Schon früh interessierte sich Ernst Hess für die Fliegerei. Am 26. September 1913 schloss er seine Flugzeugführerprüfung, mit der Lizenz-Nr. AA FAI 535, ab. Hess gehört somit zu den sogenannten "Alten Adlern", die vor Kriegsbeginn 1914 ihre Lizenz erwarben.
Seit dem 1. Oktober 1913 war er Mitglied des Luftschiffer-Battaillons Nr. 3. Am 1. April 1914 kam er als Militärpilot zur Feldflieger-Abteilung 3 (FFA 3). Am 21. November 1914 wurde ihm das Flugzeugführer-Abzeichen verliehen. Nach Versetzung als Unteroffizier zur Flieger-Abteilung 9 (FA 9) wurde Hess an der Lille-Arras-Front eingesetzt. Am 24. Juni 1915 hat sich Ernst Hess bei der Flieger-Abteilung 62 (FA 62) beworben und flog dort im Kampfeinsitzerkommando (Kek) in Douai zusammen mit Oswald Boelcke und Max Immelmann. Danach wurde Hess zur Fokkerstaffel "C" und am 1. Juli 1915 zur Fokkerstaffel Sivry versetzt. Nach mehreren weiteren Versetzungen wurde Ernst Hess zur Jagdstaffel 10 (Jasta 10) versetzt. Danach wurde er kurzzeitig Berater der Luftstreitkräfte in Deutschland.

| Ernst Hess vor seiner Albatros D.V bei der Jagdstaffel 19 (Jasta 19) im Spätherbst 1917. (Foto: Rainer Absmeier Collection) |

| Der zweite Abschuss von Ernst Hess war die Nieuport 12 der Escadrille N.37, die am 22. Juni 1916 von der Fokker-Staffel Sivry in den Argonnen abgeschossen wurde. Caporal Leon Petit (Pilot) und Lieutenant Edmond Enos (Beobachter) wurden von französischer Seite vermisst. (Foto: Rainer Absmeier Collection) |
Am 12. Juni 1917 flog er für die Jagdstaffel 28 (Jasta 28), wurde danach, am 19. September 1917, Staffelführer der Jagdstaffel 19 (Jasta 19). Im Dezember 1917 erhielt er die Kommandoführung der Ersten-Armee-Jagdgruppe. Bis Oktober 1917 schoß Ernst Hess insgesamt 17 feindliche Flugzeuge ab und erhielt die Eisernen Kreuze der 2. und 1. Klasse, sowie den Königlichen Hausorden von Hohenzollern mit Schwertern am 5. Dezember 1917. Leutnant Ernst Hess unterlag am 23. Dezember 1917 im Luftkampf dem Franzosen Adjutant De Kergolay von der Escadrille N. 96. Er starb an den Folgen des Absturzes am 23. Dezember 1917 in Fresnes, wurde nach Wiesbaden überführt und auf dem Südfriedhof beigesetzt.
Leutnant Ernst Hess wurde 24 Jahre alt.
Einheiten:
• Flieger-Abteilung 9 (FA 9)
• Kampfeinsitzerkommando Douai (KEK)
• Jagdstaffel 10 (Jasta 10)
• Jagdstaffel 28 (Jasta 28)
• Jagdstaffel 19 (Jasta 19)
Auszeichnungen:
• Eisernes Kreuz 2. Klasse (EK 2)
• Eisernes Kreuz 1. Klasse (EK 1)
• Königlicher Hausorden von Hohenzollern mit Schwertern
Abschüsse:
01. - 05.01.1916 - KEK Douai - B.E.2c (2019) - Vitry
02. - 22.06.1916 - Fokkerstaffel C - Nieuport 12 - Lancon, südl. von Grand Pre
n/b - 12.07.1917 - Jasta 28 - R.E.8 (A4621) - Wytschaete
03. - 13.07.1917 - Jasta 28 - D.H.4 (A7421) - Audenaarde-Dycke
04. - 27.07.1917 - Jasta 28 - R.E.8 (A4303) - Messines-Wytschaete
05. - 28.07.1917 - Jasta 28 - Sopwith 1½ Decker - Westhoek
06. - 28.07.1917 - Jasta 28 - R.E.8 (A4621) - Ploegsteert Wald
n/b - 09.08.1917 - Jasta 28 - Sopwith 1½ Decker - Neuve Eglise
07. - 09.08.1917 - Jasta 28 - SPAD (B3519) - nordwestl. von Zonnebeke
08. - 10.08.1917 - Jasta 28 - R.E.8 - nördl. von Messines
09. - 19.08.1917 - Jasta 28 - F.E.2b (B1890) - östl. von Wervicq
10. - 21.08.1917 - Jasta 28 - Sopwith 1½ Decker - westl. von Ypres-Frezenberg
11. - 21.08.1917 - Jasta 28 - R.E.8 - Verlorenhoek
n/b - 21.08.1917 - Jasta 28 - Sopwith Triplane (N5425) - Ypres-Frezenberg
12. - 09.09.1917 - Jasta 28 - Bristol F.2b (A7207) - südöstl. von Frelinghien
13. - 10.09.1917 - Jasta 28 - D.H.5 (A9435) - Blankartsee
14. - 16.09.1917 - Jasta 28 - Martinsyde G.100 - Poelcapelle
15. - 13.10.1917 - Jasta 19 - AR2 (1123) - Bourgogne
16. - 16.10.1917 - Jasta 19 - AR2 - Asfeld-la-Ville
n/b - 16.10.1917 - Jasta 19 - Letord - südl. von Moronvillers
n/b = nicht bestätigt
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Donnerstag, 25. Februar 2010 - 23:45 Uhr
Heibert, Robert

Robert Heribert wurde im Januar 1886 in Oberfell geboren. Er trat im August 1914 als Kriegsfreiwilliger in den militärischen Dienst des Kaiserreichs ein und wurde in den danach folgenden Jahren vier mal verwundet. Im Mai 1915 trat er der Fliegertruppe bei und flog, bis zum 17. August 1917, als Flugzeugführer im Dienstrang eines Offiziersstellvertreters bei der Flieger-Abteilung (A) 227 (FAA 227). Anschließend wurde er zur Jagdstaffel 33 (Jasta 33) versetzt. Nach seinem ersten Abschuß eines gegnerischen Flugzeugs wurde Robert Heibert der Jagdstaffel 46 (Jasta 46) überstellt und erhielt in dieser Zeit das Eiserne Kreuz der 2. und 1. Klasse. Am 5. Juli 1918, nach seinem neunten Abschuss, erhielt er das Goldene Militär-Verdienstkreuz. Im Juli 1918 hatte der Offizierstellvertreter Heibert bereits zwölf gegnerische Flugzeuge und zwei Ballone abgeschossen. Zum Kriegsende hatte er 13 bestätigte und angeblich sieben weitere unbestätigte Abschüsse zu verzeichnen. Er soll angeblich am 10. Mai 1933 sein Leben per Suizid beendet haben. Die genauen Umstände sind nicht bekannt.
Einheiten:
• Flieger-Abteilung (A) 207 (FAA 207)
• Flieger-Abteilung (A) 227 (FAA 227)
• Jagdstaffel 33 (Jasta 33)
• Jagdstaffel 46 (Jasta 46)
Auszeichnungen:
• Eisernes Kreuz 2. Klasse (EK 2)
• Eisernes Kreuz 1. Klasse (EK 1)
• Goldenes Militär-Verdienstkreuz
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Donnerstag, 25. Februar 2010 - 10:49 Uhr
Thiele, Siegfried

Siegfried Thiele war Flugzeugführer bei der Flieger-Abteilung (A) 233 (FAA 233) und flog zusammen mit Leutnant Karl Seyberth (Beobachter). Er starb am 6. April 1917 vermutlich im Luftkampf bei Lécluse in der selben Maschine mit Lt. Karl Seyberth. Sein Grab befindet sich auf dem Militärfriedhof Neuville-St. Vaast in Frankreich.
Vzfw. Siegfried Thiele starb im Alter von 24 Jahren.
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Mittwoch, 24. Februar 2010 - 19:36 Uhr
Seyberth, Karl

Karl Seyberth war Beobachtungsflieger bei der Flieger-Abteilung (A) 233 (FAA 233) und flog zusammen mit Vizefeldwebel Siegfried Thiele (Flugzeugführer). Er starb am 6. April 1917 vermutlich im Luftkampf bei Lécluse. Sein Grab befindet sich auf dem Militärfriedhof Neuville-St. Vaast in Frankreich.
Lt. Karl Seyberth wurde 25 Jahre alt.
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Mittwoch, 24. Februar 2010 - 13:34 Uhr
Gerlich, Martin

Martin Gerlich gehörte zunächst dem Ostpreußischen-Grenadier-Regiment Nr.1 an. 1916 kam er zur Fliegertruppe und flog bei der Kampfstaffel 4. Im Juli 1916 für die Kampfstaffel 2 im selben Geschwader. Im August 1917 wurde Martin Gerlich als Adjutant des Führers des Geschwaders, Hauptmann Ernst Brandenburg, ernannt. Martin Gerlich, inzwischen zum Oberleutnant befördert, diente in dieser Einheit bis Kriegsende. Nach dem Krieg wurde Gerlich als Leiter der Sicherheitswehr in Rang eines Hauptmanns eingesetzt.
Über die Umstände seines frühen Todes am 26. Februar 1920 ist hier nichts bekannt. Hauptmann Martin Gerlich wurde auf dem Invalidenfriedhof in Berlin beigesetzt.
Martin Gerlich starb im Alter von 28 Jahren.
Anmerkung der Redaktion:
Auf zwei Fotos in dem Buch The Imperial German Eagles in World War I Vol.2 Seite 360 und Seite 361 gibt es zwei Gruppenfotos von der Feldflieger-Abteilung (A) 207 (FAA 207) auf denen Lt. Martin Gerlich u.a. neben Lt. Wilhelm Allmenröder zu sehen ist.
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Mittwoch, 24. Februar 2010 - 12:10 Uhr
Frickart, Wilhelm

Wilhelm Frickart war zunächst bei den Flieger-Abteilungen 24 und 242 (FA 24 und FA 242), die 1917 an der Ostfront in Rußland eingesetzt waren. Er flog zeitweise zusammen mit Leutnant Leopold Anslinger. Beiden zusammen gelang es diverse Gegner abzuschießen. Später ließ sich Frickart zum Flugzeugführer ausbilden und wurde als Jagdflieger bei der FA 20 eingesetzt. Mitte 1918 wurde Wilhelm Frickart zur Jasta 64 versetzt und wurde dann deren Kommandeur vom 25. August 1918 bis 31.August 1918 und mit einer kurzen Unterbrechung dann ein weiteres Mal vom 8. September 1918 bis 20. Oktober 1918. Er blieb bis zum Ende des Krieges bei dieser Einheit und schoss als Beobachter und Jagdflieger insgesamt 14 Gegner ab. (12 bestätigt, 2 unbestätigt), davon allein 5 russische Ballone, was ihm den Nebentitel „Ballonjäger“ einbrachte.
Über den den weiteren Lebenslauf von Leutnant Wilhelm Frickart ist hier nichts bekannt.
Einheiten:
• Flieger-Abteilung 24 (FA 24)
• Flieger-Abteilung 242 (FA 242)
• Flieger-Abteilung 20 (FA 20)
• Jagdstaffel 64 (Jasta 64)
• Jagdstaffel 65 (Jasta 65)
Auszeichnungen:
• Eisernes Kreuz 2. Klasse (EK 2)
• Eisernes Kreuz 1. Klasse (EK 1)
• Königlicher Hausorden von Hohenzollern mit Schwertern
• Silberne Militär St. Heinrich Medaille
• Friedrich-August-Medaille
• Österreichische Tapferkeits-Medaille in Bronze und Silber
Abschüsse:
01. - 12.04.1917 - FA 24 - Voisin - Potutory, bei Kuropatniki
02. - 27.04.1917 - FA 24 - Voisin - Kuropatniki
03. - 15.06.1917 - FA 242 - Ballon - nördl. von Zloczowska
04. - 20.06.1917 - FA 242 - Ballon - Telacze
05. - 24.06.1917 - FA 242 - Ballon - Folosenkow
06. - 28.06.1917 - FA 242 - Ballon - Folosenkow
07. - 28.06.1917 - FA 242 - Ballon - Telacze
08. - 17.03.1918 - FA 20 - S.E.5a - bei Tahinosee
n/b - 24.03.1918 - FA 20 - Sopwith - Humkos
n/b - 22.04.1918 - FA 20 - S.E.5a - südöstl. bei Tahinosee
09. - 30.08.1918 - Jasta 65 - D.H.4 - Hermeville
10. - 14.09.1918 - Jasta 65 - Caudron R.9 - Latour
11. - 26.09.1918 - Jasta 65 - SPAD - südl. von Delut
12. - 04.10.1918 - Jasta 65 - SPAD 2 - Montfaucon
n/b = nicht bestätigt
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Dienstag, 23. Februar 2010 - 18:33 Uhr
Nauenburg, Siegfried

Siegfried Nauenburg (genannt: Friedel) wurde am 10. April 1884 im sächsischen Löbau geboren. Er diente zunächst im Dienstrang eines Leutnants der Reserve im Infanterie-Regiment 139. Anschließend trat er als Beobachter der bayrischen Fliegertruppe bei und wurde am 21. Juni 1918 im Luftkampf tödlich abgeschossen.
Lt. d.R. Friedel Nauenburg starb im Alter von 22 Jahren.
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Dienstag, 23. Februar 2010 - 15:41 Uhr
Kerner, Karl Robert

Karl Robert Kerner wurde am 5. April 1891 als Sohn des Hafenbaudirektors Karl Friedrich Kerner in Rostock geboren. Nach seiner Ausbildung wurde er zum Militärdienst eingezogen und diente zunächst beim Füsilier-Regiment 90, später beim Infanterie-Regiment 31 und zu Beginn des Krieges bis August 1916 bei diversen weiteren Einheiten. Anschließend kam Karl Robert Kerner zur Fliegertruppe und wurde als Beobachter ausgebildet. Er flog dann ab 8. Dezember 1916 bei der Flieger-Ersatzabteilung 2 (FEA 2), wurde am 23. Januar 1917 zum Übungsflugplatz Ost versetzt und anschließend am 20. Februar 1917 zur Artillerie-Fliegerschule Ost. Nach erfolgter Teilnahme wurde Kerner am 4. April 1917 zur Flieger-Ersatzabteilung und am 10. April 1917 zum Armeeflugpark B (AFP B) eingesetzt. Schließlich kam er am 18. Juni 1916 zur Fliegerabteilung (A) 282 (FAA 282) ins Elsas und flog für diese Einheit als Beobachter bis Kriegsende.

| [li]: “Der 100. Feindflug” Grönhagen & Karl Robert Kerner vor einem Rumpler C.IV [re.]: Reinhold Otto Kerner & Karl Robert Kerner vor einem DFW C.V |
Nach dem Krieg trat er in den Polizeidienst ein und betätigte sich als Flieger bei der Polizei und ging dann später zum Grenzschutz Ost. Kerner ehelichte 1920 eine betuchte Kaufmannstochter und arbeitete im Unternehmen seines Schwiegervaters. Aus der Ehe gingen fünf Kindern hervor.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Karl Robert Kerner vom Reichs- luftfahrtministerium reaktiviert und zur Luftwaffe eingezogen. Später wurde er zum Führer der Fliegerhorstes Hoya ernannt. In dieser Funktion wurde Kerner am 4. April 1945 bei einem amerikanischen Luftangriff schwer verwundet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg widmete sich Karl Robert Kerner wieder seiner kaufmännischen Tätigkeit und ging 1966 in den Ruhestand. Kerner starb am 6. Juni 1973 im Alter von 82 Jahren in Hamburg.
Einheiten:
• Flieger-Ersatzabteilung 3 (FEA 2)
• Armee-Flugpark B (AFP B)
• Fliegerabteilung A (FAA 282)
Auszeichnungen:
• Eisernes Kreuz 2. Klasse (EK 2)
• Eisernes Kreuz 1. Klasse (EK 1)
• Friedrich-Franz-Kreuz
• Beobachterabzeichen
• Mecklenburg-Schweriner Verdienst Kreuz II.Klasse
• Mecklenburg-Schweriner Verdienst Kreuz I. Klasse
Abschüsse:
• nicht bekannt
Anmerkung der Redaktion:
Ein komplettes überarbeitetes Portrait über Karl Robert Kerner soll von Herrn Walther A. Kerner-Collasius über seinen Vater angefertigt und auf unserer Internetseite veröffentlicht werden. Wir danken Herrn Kerner vorab für seine Mitarbeit als Gastautor und für die bisher zur Verfügung gestellten Dokumente.
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