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Dieser Blog dient der Erstveröffentlichung und Ansammlung von Daten mit dem Schwerpunkt "Flieger im Ersten Weltkrieg". Mit der Kommentarfunktion können die Einträge ohne Anmeldung jederzeit berichtigt oder ergänzt werden.

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Montag, 8. März 2010 - 13:31 Uhr

Kirmaier, Stefan

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(* 28. Juli 1889 in Lachen / Bayern, 22. November 1916 im Luftkampf in / bei Les Boeufs / Frankreich) war deutscher Jagdflieger im Ersten Weltkrieg und schoss elf gegnerische Flugzeuge ab.

Stefan Kirmaier wurde am 28. Juli 1889 im bayerischen Lachen geboren. Nach seiner Schulausbildung diente er zunächst beim 8. Infanterie-Regiment und wurde anschließend der Kaiserlichen Fliegertruppe im Dienstrang eines Leutnants überstellt. In den Jahren 1915 bis 1916 flog er für die Artillerie-Fliegerabteilung 203 (AFA 203) und wurde anschließend zum Kampfeinsitzer-kommando Jametz (KEK Jametz) versetzt. Bei dieser Einheit schoss Stefan Kirmaier in der Zeit vom 2. bis zum 15. Juli 1916 zwei gegnerische Flugzeuge und einen Ballon in der Nähe von Bapaume ab. Stefan Kirmaier übernahm nach dem Tod von Oswald Boelcke, die Führung der Jagdstaffel 2. Wenig später, am 22. November 1916, wurde Kirmaier von der englischen Besatzung Captain J.O. Andrews MC (5998) und Second Lieutenant K. Crawford (5925) in einer "De Havilland" (DH2S) von der 24. Squadron über Les Boeufs durch Kopfschuß tödlich abgeschossen. Am selben Tag traf bei seiner Einheit die Mitteilung ein, dass er mit dem Königlichen Hausorden von Hohenzollern mit Schwertern ausgezeichnet werden sollte.

Stefan Kirmaier wurde 27 Jahre alt.

Einheiten:
• Artillerie-Flieger-Abteilung 203 (AFA 203)
• Kampfeinsitzerkommando Jametz (KEK Jametz)
• Jagdstaffel 2 "Boelcke" (Jasta 2)

Auszeichnungeen:
• Eisernes Kreuz 2. Klasse (EK 2)
• Eisernes Kreuz 1. Klasse (EK 1)
• Königlicher Hausorden von Hohenzollern mit Schwertern
(vorgesehen, konnte aber nicht mehr ausgehändigt werden)

Abschüsse:
01. - 02.07.1916 - KEK Jametz - B.E.2c (2654?) - südlich von Bapaume
02. - 11.07.1916 - KEK Jametz - Ballon
03. - 15.07.1916 - KEK Jametz - EA
04. - 17.10.1916 - Jasta 2 - F.E.2b - nordöstl.v. Bapaume
05. - 21.10.1916 - Jasta 2 - B.E.2c (2546) - Ecoust
06. - 26.10.1916 - Jasta 2 - B.E.2c - Grandcourt
07. - 26.10.1916 - Jasta 2 - D.H.2 - Le Transloy
08. - 01.11.1916 - Jasta 2 - B.E.2d (5874) - Le Sars
09. - 09.11.1916 - Jasta 2 - B.E.2c (2502) - Mory
10. - 16.11.1916 - Jasta 2 - Sopwith 1½ Decker (9677) - südl. von Bancourt
11. - 20.11.1916 - Jasta 2 - B.E.2c - Miraumont

Siehe auch:
Datenbank der Jagdstaffel 2

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Kommentar : 1 von Reinhard Kastner erstellt am : 08.03.2010 14:05 gespeichert
Leider haben sich einige sachliche Fehler eingeschlichen die ich korrigieren möchte:
Es gab keine Kaiserliche Luftwaffe vielmehr eine Kaiserliche Fliegertruppe.
Er flog in den Jahren 1915/16 nicht nur bei der AFA 203. Auch die Schreibweise dieser Formation wird falsch geschrieben. Richtig muß es heißen:
"Artillerie-Fliegerabteilung 203" (bitte nicht verwechseln mit der späteren Schreibweise "Fliegerabteilung (A)). Im weiteren Text wird der Name verkehrt geschrieben (Kiermaier). Auch der Satz das Boelcke abgeschossen wurde ist falsch. Er stürzte nach einer Kollision mit der Maschine von Erwin Böhme tödlich ab.

23/07/1910 Fähnrich bayer. 8. IR
28/10/1912 Leutnant
00/00/1914 Zugführer bayer. 8. IR
26/08/1914 Adjutant bayer. 8. IR
29/10/1914 verwundet Lazarett Metz
14/12/1914 Vereinslazarett München
13/09/1915 E. bayer. 8. IR
30/09/1915 bayer. Flieger-Ersatz-Abteilung - Beobachter-Kurs VIII/14
08/11/1915 bayer. Flieger-Ersatz-Abteilung versetzt - Flugzeugführer-Ausbildung
14/01/1916 Oberleutnant
01/04/1916 bayer. Kampfgeschwader 6 - Kampfstaffel 33
10/06/1916 Artillerie-Fliegerabteilung 203 kommandiert und als Eindeckerflieger bei KEK Jametz eingeteilt
25/08/1916 Jasta 2 kommandiert
05/10/1916 Jasta 2 versetzt
22/11/1916 tödlich abgeschossen und vermisst
Kommentar : 2 von Reinhard Kastner erstellt am : 09.03.2010 23:04 gespeichert
Hallo Herr Dittmann,
gerade ist mir ein Fehler im Text aufgefallen.
Am 5. Oktober 1916 wurde Stefan Kirmaier nach Boelckes Tod bei der Jagdstaffel 2 "Boelcke" (Jasta 2) als Staffelführer eingesetzt. Boelcke starb am 28. und nicht 5. Oktober.
Kommentar : 3 von Raineranton erstellt am : 04.07.2010 20:08 gespeichert
Bezgl. seiner Verwundung am 29. Oktober 1914:
Es traf ihn ein Querschläger im Gesicht und zertrümmerte seinen Unterkiefer und wurde in der Chirurgischen Klinik in München mehrmals operiert.
Am 04. Juli 1916 wurde Kirmaier zum Führer der KEK Jametz vorgeschlagen, da es aber ältere Offiere gab, wurde er nicht berückschtigt.
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Sonntag, 7. März 2010 - 14:13 Uhr

Höhne, Otto Wilhelm

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(* 30. April 1895 in Woinowitz bei Ratibor in Oberschlesien, heute Polen, + 22. November 1969 in Jachenau / Oberbayern) war Jagdflieger im Ersten Weltkrieg und schoss sechs gegnerische Flugzeuge ab.

Otto Wilhelm Höhne wurde am 30. April 1895 in Woinowitz / Oberschlesien geboren. Nach seiner Schulausbildung, bestandenem Abitur und kurzzeitigem Studium an der Ingenieursschule für Maschinenbau in Stettin meldete er sich als Kriegsfreiwilliger beim Grenadier-Regiment-König Friedrich Wilhelm IV Nr. 2 in Stettin. Nach seiner Grundausbildung wurde Höhne am 18. Oktober 1914 zum 6. Pommerschen Infanterie-Regiment Nr. 49 versetzt. Bei dieser Einheit wurde er im Feld verwundet und meldete sich später, inzwischen zum Leutnant (Lt.) befördert, bei den Kaiserlichen Fliegertruppen. Im Juli 1915 wurde er bei der Flieger-Ersatz-Abteilung 7 (FEA 7) in Köln zum Flugzeugführer ausgebildet und anschließend am 27. März 1916 dem Kampfgeschwader der Obersten Heeresleitung 4 (Kagohl 4) überstellt. Danach wurde Höhne auf Anliegen von Oswald Boelcke zur Jasta 2 versetzt. Bei dieser Jasta blieb er vom 27. August 1916 bis 10. Januar 1917 und wurde dann Kommandeur der Jagdstaffel 59 (Jasta 59). Anschließend kehrte er wieder zurück und war vom 27. Dezember 1917 bis 26. Januar 1918 kurzzeitig Führer der Jasta 2. Hier blieb er bis Kriegsende und schoss insgesamt sechs gegnerische Flugzeuge ab.

Nach dem Krieg schied Höhne Ende 1918 aus dem Militär als Leutnant der Reserve aus und nahm sein Studium an der Maschinenbauschule in Stettin wieder auf, das er mit Erfolg nach kurzer Unterbrechung als Führer der Abwehrkämpfe (Kompanie „Ratibor“) 1921 abschloss. Danach ging Höhne diversen Tätigkeiten als Zivilingenieur und u.a. als Betriebsleiter und Direktor größerer Werke nach.

1934 stellte sich Otto Höhne freiwillig der neu entstandenen Reichsluftwaffe zur Verfügung und wurde bald zum Führer der Fliegerlandesgruppe Schlesien, Hauptgruppe Breslau, des Deutschen Luftsportverbandes (DLV) unter der Gesamführung von Bruno Loerzer ernannt. Im Dezember 1935 wurde Otto Wilhelm Höhne in der neuen deutschen Luftwaffe als Hauptmann wieder eingesetzt. Danach im März 1937 zum Staffelkapitän des Kampfgeschwaders 254 (KG 254) der Reichsluftwaffe ernannt. Nachdem Höhne zuvor zum Major befördert wurde, wurde er am 1. August 1938 Oberstleutnant der deutschen Luftwaffe. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges befehligte er das KG 54, dessen insgesamt 36 Flugzeuge nach dem Vorbild des einstigen Braunschweiger-Schwarzen-Husaren-Regiments den Totenkopf als Geschwader-kennzeichen führte und „Totenkopfgeschwader“ genannt wurde. Am 15. August 1941 wurde er in einer Heinkel 111 in einen Startunfall in Ohlau verwickelt. 1944 befehligte er die Luft-Kriegs-Schule in Fürstenfeldbruck. Otto Höhne überlebte das Ende des Zweiten Weltkrieges als Generalmajor.

Über seine beruflichen Wiederaufnahme nach dem Zweiten Weltkrieg und über sein Privatleben ist hier nichts bekannt.

Generalmajor a.D. Otto Wilhelm Höhne starb am 22. November 1969 in Jachenau / Oberbayern. Er wurde 75 Jahre alt.

Am 7. August 2010 erhielt Flieger-Album.de folgendes ergänzendes Datenblatt des Schwiegersohns von Otto Wilhelm Höhne, Jost Gudelius
Oberst a.D. :

• 30. April 1895 in Woinowitz, Oberschlesien
• Gymnasium
• August 1914 Einjährig-Freiwilliger GrenRgt 2, Stettin
• September 1914 Einsatz in Russland bei IR 49
• Oktober 1914 Einsatz in Frankreich
• November 1914 Verwundung, Lazarett bis Febr. 1915
• 24. März 1915 Gefreiter
• 15. April 1915 Unteroffizier
• 02. Mai 1915 Vizefeldwebel
• 14. Mai 1915 Leutnant der Reserve
• Juni bis Juli 11915 bei IR 61 in Rußland, EK II 02. August 1915
• August 1915 Ausbildung zum Flugzeugführer
• März 1916 Kampfgeschwader Oberste Heeresleitung (Kagohl), Einsatz Verdun
• September 1916 Jagdstaffel 2 (Jasta Boelcke) als Jagdflieger, EK I 17.Oktober 1916
• Januar 1917 im Luftkampf verwundet, Sommefront
• Juli 1917 Fluglehrer Jagdfliegerschule 2, Brüssel
• Oktober 1917 Jagdstaffel 1 (Jasta 1), Italien
• Januar 1918 Staffelführer Jasta 2 „Boelcke“ in Flandern
• März 1918 schwerer Absturz, Verwundetenabzeichen 05. Juni 1918
• April bis September 1918 Lehrer Jagdfliegerschule 1, Valenciennes
• 22. August 1918 Ritterkreuz d. Kgl. Hausordens v. Hohenzollern mit Schwertern
• Oktober 1918 Staffelführer Kampfeinsitzerstaffel (Kest) Bitsch
• Sieben Abschüsse gegnerischer Flugzeuge davon ein Abschuss unbestätigt
• 1919 - 1933 Ingenieurexamen allgem Maschinenbau u. Elektrotechnik, Betriebsingenieur, Betriebsleiter, Fabrikleiter großer Werke, ab 1930 selbständig
• 1920 - 1921 KpFhr der Kp Ratibor, Oberschlesien, Polenaufstand
• 20. Mai 1921 Schlesischer Orden II u. I Klasse mit Schwertern
• 1933 Leiter der Flugzeugführerschule Breslau-Gandau
• Juli 1934 reaktiviert und zum Hauptmann befördert, Lechfeld
• 01. Dezember 1935 Major, Lehrer und Adjutant Bomberschule Fassberg
• April 1936 Staffelkapitän Kampfgeschwader Boelcke, Wunstorf
• April 1937 Kdr KpfGrp I KG 254, Diepholz, später KG54 in Fritzlar (ab April 1938)
• August 1938 Oberstleutnant, Kdt Fliegerhorst Fritzlar
• 12. Mai 1940 Spange zum Eisernen Kreuz 2. Klasse (Spange zum EK 2)
• 14. Mai 1940 bewahrt er Rotterdamm vor noch schlimmerer Bombenkatastrophe; er-kennt als einziger die Leuchtzeichen der FschJg, dreht mit Angriffskolonne B des KG 54 ab
• 30. Mai 1940 Spange zum Eisernen Kreuz 1. Klasse (Spange zum EK 1)
• Juni 1940 Kommodore KG 54 auf westl. Kriegsschauplatz
• 12. September 1940 Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz als 104. Soldat
• Januar 1941 Oberst
• August 1941 Flugzeugabsturz, 2 Jahre Lazarett
• September 1943 Kdr Luftwaffen Kriegsschule Fürstenfeldbruck
• April 1944 Generalmajor
• 09.-15. Mai 1945 amerikanische Gefangenschaft in Garmisch-Partenkirchen; wegen Verwundung nach Jachenau entlassen
• oo I. 1920 mit Ursula Sommer, 3 Kinder, Renate 21, Marianne 22, Jochen 27
• oo II. 1947 mit Hildegard Klügel, verw. Strauch, 2 Kinder, Dorothea 48, Claudia 51
• + 22. November 1969 in Jachenau, Oberbayern

Einheiten:
• Flieger-Ersatz-Abteilung 7 (FEA 7)
• Kampfgeschwader der Obersten Heeresleitung 4 (Kagohl / KG 4)
• Kampfeinsitzerkommando Nord (KEK Nord)
• Jagdstaffel 1 (Jasta 1)
• Jagdstaffel 2 (Jasta 2)
• Jagdstaffel 59 (Jasta 59)

Auszeichnungen:
• Eisernes Kreuz 2. Klasse (EK 2)
• Eisernes Kreuz 1. Klasse (EK 1)
• Königlicher Hausorden von Hohenzollern mit Schwertern

Abschüssse:
01. - 16.09.1916 - Jasta 2 - F.E.2b (6999) - Manancourt
02. - 22.09.1916 - Jasta 2 - B.E.12 - Combles
03. - 25.10.1916 - Jasta 2 - B.E.2d (5831) - Gommecourt
04. - 03.11.1916 - Jasta 2 - B.E.2c - Hébuterne
05. - 09.11.1916 - Jasta 2 - Nieuport 17 (A272) - Flers
06. - 17.11.1916 - Jasta 2 - F.E.2b (6950) - Bapaume

Siehe auch:
Datenbank der Jagdstaffel 2

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Kommentar : 1 von raineranton erstellt am : 25.07.2010 22:07 gespeichert
Am 10. Januar 1917 wurde Höhne bei der Jasta 2 im Luftkampf mit britischen Sopwith-Zweisitzern schwer verwundet und musste in ein Lazarett. Erst knapp ein Jahr später kam er am 27. Dezember 1917 als Staffelführer der neu aufgestellten Jasta 59 an die Front zurück. Hier blieb er bis zum 26. Januar 1918 und wurde dann zum Führer seiner alten Staffel, der Jasta 2 „Boelcke“, ernannt, welche zu diesem Zeitpunkt nicht sehr erfolgreich war. Höhne konnte aber auch nicht die alte Kampfkraft dieser Einheit wiederbeleben und musste die Führung schon am 20. Februar 1918 an Karl Bolle abgeben. Welche Posten Höhne danach noch im 1. Weltkrieg inne hatte, ist leider nicht bekannt.
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Sonntag, 7. März 2010 - 11:03 Uhr

Ehrnthaler, Karl

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(* 23. Dezember 1892 in München, + 04. Dezember 1916 in/bei Proville / Frankreich) war Jagdflieger im Ersten Weltkrieg.

Karl Ehrnthaler flog im Dienstrang eines Vizefeldwebels (Vzfw.) in der Flieger-Abteilung 23 (FA 23) und später in der Jagdstaffel 1 (Jasta 1) und kam vermutlich im Luftkampf am 4. Dezember 1916 bei Proville in Frankreich ums Leben.

Karl Ehrnthaler wurde 24 Jahre alt.

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Kommentar : 1 von Reinhard Kastner erstellt am : 07.03.2010 22:31 gespeichert
Hier einige ergänzende Angabe zu Ehrnthaler (so die richtige schreibweise):
01/10/1912 bayer- Flieger Batalion
00/09/1914 bayer. Flieger-Ersatz-Abteilung
00/10/1915 bayer. Militär-Flieger-Schule Schleißheim
00/00/0000 Armee-Flug-Park von Strantz
09/03/1916 Feldflieger-Abteilung 3b und kommandiert dort als Fokkerflieger;
07/04/1916 leicht verwundet Lazarett
00/00/1916 Armee-Flug-Park von Strantz  
31/05/1916 Abwehrkommado N - Feldflieger-Abteilung  32 kommandiert
21/08/1916 Armee-Flug-Park  1 versetzt
00/10/1916 Jasta 1
04/12/1916 gefallen
Kommentar : 2 von raineranton erstellt am : 25.07.2010 16:36 gespeichert
Bei seinem letzten Luftkampf flog Ehrnthaler eine Fokker D.I 175/16.
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Sonntag, 7. März 2010 - 10:35 Uhr

Behling, Alfred

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(* 18. Dezember 1891 in Politz an der Elbe / heute Boletice nad Labem in Tschechien, + 11. März 1917 in/bei Biefoillers Bihucourt in Frankreich) war Jagdflieger im Ersten Weltkrieg.

Alfred Behling war im Dienstrang eines Vizefeldwebels (Vzfw.) Jagdflieger bei der Jagdstaffel 1 (Jasta 1). Am 13. Februar 1917 schoß er bei Le Transoy/Namur/Belgien einen gegnerischen Morane-Parasol der 3. Squadron des Royal Flight Corps (RFC) mit Lieutenant T.S. Green und Lieutenant W.K. Carse ab. Beide Flieger starben bei dem Absturz. Vzfw. Alfred Behling wurde knapp einen Monat später im Luftkampf über Bihucourt in Nord-Frankreich tödlich abgeschossen.

Alfred Behling wurde 26 Jahre alt.

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Kommentar : 1 von raineranton erstellt am : 25.07.2010 16:30 gespeichert
Er war wohl seit September 1916 bei der Jagdstaffel 4 bis zu einem unbekannten Zeitpunkt.
Jasta 1 seit Februar 1917
Kommentar : 2 von Söderbaum erstellt am : 16.08.2010 21:37 gespeichert
I have that Behling served in Jasta 4 from 25 Aug 16 to 26 Sep 16 when he joined Jasta 1.
Before that Behling served as Fokker pilot within FFA 23(KEK Vaux) at least from Jun 1916.
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Donnerstag, 4. März 2010 - 17:24 Uhr

Hesse, Hans

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(* 14. März 1891 in Dessau , + 21. März 1945) war ein deutscher Flieger und bekannt als der Flieger von Bagdad.

Hans Hesse wurde am 14. März 1891 in Dessau / Sachsen-Anhalt als Sohn eines Eisenbahnbeamten, im gehobenen Dienst, geboren. 1909, nach Abschluß seiner Schulausbildung, Oswald Boelcke war zeitweilig in derselben Schulklasse, trat Hesse als Fahnenjunker 1910 in den Militärdienst in das Anhaltinische Infanterie-Regiment Nr. 93 ein und wurde dort in 1911 zum Leutnant befördert. In dieser Zeit absolvierte er eine Freiballon-schulung und machte 1912 die Freiballonführerprüfung (Fluglizenz ohne Nr. der Fédération Aéronautique Internationale [FAI]). und gehörte somit zu den "Alten Adlern", den Fliegern, die vor Beginn des Ersten Weltkriegs ihre Fluglizenz erwarben. Den danach erworbenen Pilotenschein für Flugzeuge erhielt er 1913.

Kurz nach Beginn des Ersten Weltkriegs musste Hesse bei einem Einsatz auf holländischem Gebiet notlanden und geriet in ein Internierungslager, aus dem er, entgegen seines Eides, nicht zu fliehen ausbrach, da er lieber für Deutschland kämpfen wollte. Auf Grund dieses Vertrauensmißbrauchs bestrafte ihn der Kaiser und degradierte ihn zum Vizefeldwebel. Ab Herbst 1915 bis November 1917 diente Hans Hesse bei verschiedenen Flieger-Abteilungen im Balkan und an der Adria. Über Üsküb heute Skopje überlebte er Anfang 1916 aus 800 m Höhe schwer verwundet einen Absturz. Nach oberflächlicher Behandlung in der Heimat wurde Hesse dann an der Westfront wieder eingesetzt. Im November 1917 wurde Hesse nach Mesopotamien (Mossul) versetzt. Den Hinflug von Berlin nach Bagdad absolvierte er in einem Albatros Doppeldecker in einer Zeit von 38 Stunden und erregte mit dieser Leistung internationales Aufsehen. Mitte 1918 wurde er nach Deutschland zurück kommandiert um die Fliegerschule in Darmstadt zu leiten. Diese Aufgabe nahm er bis Kriegsende wahr.

Danach kämpfte er 1919 gegen die Spartakisten unter der Führung von Oberst Reinhard. Hans Hesse schied 1920 offiziell aus dem Militärdienst im Rang eines Oberleutnants aus und wurde Chefpilot bei den Junkers-Werken in Dessau. Er heiratete in diesem Jahr Elsie geb. Diederichs aus Bonn. Mit ihr wurde er Vater von 2 Töchtern und einem Sohn, der als Jagdflieger im Zweiten Weltkrieg tödlich abgeschossen wurde. 1921 nahm Hesse ein Angebot nach Kolumbien an; hier baute er für die Firma „Scadta“ die Flugstrecke Barranquilla-Bogota für den Einsatz von Junkers-Wasserflugzeugen auf dem Magdalenstrom auf. 1922 musste er schwer erkrankt nach Deutschland zurück kehren und nahm erst nach seiner Gesundung 1923 wieder seine Arbeit bei den Junkers-Werken auf. Dort war er in verschiedenen Abteilungen in leitenden Funktionen tätig, u.a. wieder mit fliegerischen Aufgaben. Nach aufgetretenen Dissonanzen mit Junkers und der fast brachliegenden Fliegerei in Deutschland, beendete er 1925 seine fliegerische Laufbahn und kündigte seinen Job bei den Junkers-Werken. Hans Hesse erkrankte anschließend an Lungentuberkulose und musste die folgenden Jahre in verschiedenen Sanatorien verbringen. 1936 zog er mit seiner Familie nach Bonn-Bad Godesberg und fand hier eine Anstellung in dem Mercedes-Benz Betrieb seines Schwagers, Diederichs, dem Bruder seiner Frau Elsie Diederichs (die ARG Auto Rheinland floriert auch im Jahr 2010 noch unter der Leitung von Thomas Diederichs [?] in Bonn-Bad Godesberg).

Im Zweiten Weltkrieg wurde Hans Hesse, jetzt Hauptmann, von einem Nazi wegen angeblicher „defaitistischer Äußerungen und Wehrkraftzersetzung“ denunziert, wurde vor das Kriegsgericht gestellt und mit Rangverlust verurteilt. Anfang 1945 wurde er dann aber trotzdem als „Flieger“ zu einer Einheit in Westfalen versetzt. Dort soll er bei einem Fliegerangriff am 21. März 1945 tödlich verletzt worden sein.

Einheiten:
• Fliegerabteilung 57 (FA 57)
• Kampfgeschwader Oberste Heeresleitung Mazedonien und im Westen
• Bombengeschwader der Obersten Heeresleitung Nr. 4 (Bogohl 4)
• Jagdstaffel 1 (Jasta 1)
• Jagdstaffel 25 (Jasta 25)

Auszeichnungen:
• Eisernes Kreuz 1. Klasse (EK 1)
• 2 türkische Fliegerorden
• türkischer Hauptmann h.c.

Abschüsse:
• keine (nach eigenen Angaben in der Literatur 2 unbestätigt)

Das Leben von Hans Hesse, insbesondere seine Abenteuer im Balkan und im Orient werden in folgendem Buch beschrieben:

Kusch Adam der Vogelmann – Erinnerungen des Bagdadfliegers Hans Hesse
Erschienen im Rainer Hampp Verlag
183 Seiten mit diversen Abbildungen
ISBN 3-87988-628-8
Status: im Archiv der Redaktion

(Kusch Adam ist türkisch und bedeutet der Vogel-Mann/Mensch)


Nachwort zum Buch „Kusch Adam der Vogelmann“ von seiner Tochter Christa Siegling geb. Hesse:

„Alles hat seine Zeit....."
Endlich liegt die Veröffentlichung der Aufzeichnungen meines Vaters Hans Hesse vor mir. Meine Freude darüber ist groß und es erfüllt mich mit Genugtuung, dass ich mich am Ende meines Lebens doch noch an diese Aufgabe herangemacht habe; umso mehr, da ich glaube, dass sie gelungen ist und ich damit meinem Vater ein bleibendes und ehrenvolles Andenken schaffen konnte.

Da das Zusammenleben mit meinem Vater durch seine Abwesenheit im Krieg und seinen frühen Tod auf eine nur kurze Zeitdauer begrenzt war und auch die Mutter früh starb, ist Hans Hesses Lebenslauf nicht mehr lückenlos zurück zu verfolgen. Wesentliche Geschehnisse, die er nur andeutete oder die nach dem Abschluss seiner Aufzeichnungen eintraten, habe ich aus noch vorhandenen Unterlagen rekonstruieren können. Diese Detailarbeit hat mich oft tief bewegt, ja erschüttert. Brachte sie mir doch nicht nur das spannende Miterleben der väterlichen fliegerischen Abenteuer, sondern endlich auch die Auseinandersetzung mit seinem ebenso ungewöhnlichen persönlichen Lebensschicksal, das trotz vieler Höhepunkte tragisch verlief, bis zu seinem frühen Ende.

Ich bin seine „große Tochter", geboren 1926 in Berlin, heute glückliche Rentnerin in Oberfranken; es gibt noch eine „kleine Tochter", geboren 1937 in Bonn, verheiratet in Frankreich, drei Kinder; und es gab unseren „großen Bruder", geboren 1921 in Dessau, als Flieger im Krieg gefallen.

Hans Hesses Lebenslauf möchte ich ein Motto voranstellen, welches ich mehrmals aus seinem eigenen Mund vernommen habe: „Warum zur Ruhe streben, wenn man zur Unruhe geboren ist?" Diese schlichte Aussage schien ganz auf ihn zugeschnitten zu sein. Seine vielseitigen Veranlagungen, sein Wissensdrang, seine außergewöhnliche Beobachtungsgabe und nicht zuletzt seine Furchtlosigkeit drängten ihn vorwärts. Nur keine ausgetretenen Pfade gehen, neugierig sein, Augen aufmachen, zupacken, nicht abwarten und aussitzen, aktiv und „alert" sein, das war seine Lebenseinstellung. Daher kam die „Unruhe", die ja durchaus nicht nur negativ war, sondern voll „erlebtes Leben". Wer sich damals beruflich für die Fliegerei entschied, durfte keine Beamtenmentalität haben und von Sicherheit und Ruhestand träumen. Das Leben konnte jeden Augenblick, mit jedem Flug, zu Ende sein. Dass das Schicksal Hans Hesse 13 Fliegerjahre überleben ließ und ihn für so viele schwere Enttäuschungen und Erlebnisse später „aufgespart" hat, ist eine Frage, über die ich viel nachgedacht habe und zu dem Schluss kam: Ich hätte es ihm anders gewünscht! Aber Hans Hesse wurde nicht gefragt, er musste sich seinen Prüfungen stellen und hat dies mit dem ihm angeborenen Kampfgeist getan. Als es seinem Alter nach für ihn erstrebenswert geworden wäre, zur Ruhe zu kommen, und die äußeren Umstände dies auch zugelassen hätten, brach ein zweiter Krieg in sein Leben ein. Erst der Tod in den allerletzten Kriegstagen brachte ihm die im Leben weder gewährte noch gewünschte Ruhe.

Er wurde am 14.03.1891 in Dessau geboren. Sein Vater war dort höherer Eisenbahnbeamter. Beide Eltern stammten aus Norddeutschland. Bis 1909 hat er, zeitweise zusammen mit dem späteren Fliegerhelden Oswald Boelcke, die Schulbank gedrückt. 1910 wurde er Fahnenjunker im Anhaltischen Infanterieregiment 93, 1911 Leutnant, 1912 machte er die Freiballonführerprüfung, 1913 wurde er Flugzeugführer.

Der erste Weltkrieg endete für ihn nach wenigen Tagen Einsatz zunächst einmal am 19.8.1914 mit einer Notlandung im neutralen Holland, die schlimme Folgen für ihn haben sollte. Ausführlich beschreibt er seine späteren militärischen Einsätze, nicht jedoch die kaiserlich angeordneten Strafmaßnahmen gegen ihn, den Dreiundzwanzigjährigen, nur weil er als einer der wenigen ausgebildeten Flugzeugführer für sein Vaterland kämpfen und nicht den Krieg im Internierungslager in Holland verbringen wollte. So benutzte er die erstbeste Gelegenheit, um zu fliehen, obgleich er einen Revers unterschrieben hatte, dies nicht zu tun. Damit fiel er in die Ungnade des Kaisers (Wilhelm II), der jede Störung mit dem neutralen Holland vermieden wissen wollte; er ließ den jungen Offizier wegen seines Wortbruchs vom Leutnant zum Vizefeldwebel degradieren und schickte ihn in die Internierung zurück. Hans Hesse ging ein zweites Mal nach Holland, diesmal jedoch, ohne eine Unterschrift zu leisten.

Im Januar 1915 entfloh er erneut, in der -naiven- Hoffnung, nun wieder ehrenhaft bei seiner Einheit kämpfen zu dürfen. Stattdessen wurde er in die Etappe nach Berlin versetzt, wo er sich aber in Adlershof und Döberitz als Werftoffizier und Erprobungspilot für Beuteflugzeuge große Verdienste erwarb. Doch der Bruch in seiner militärischen Karriere war vorgezeichnet. Die spärlichen noch vorhandenen Unterlagen hierzu lassen erkennen, dass die kaiserliche Kriegsbürokratie mit dem „Fall" überfordert war. Ihre Aussagen sind widersprüchlich und unkorrekt.

So wurde Hans Hesse am 18.10.1915 aus dem aktiven Dienst „mit schlichtem Abschied" als Leutnant a.D. entlassen, auf kaiserlichen Befehl sollte er jedoch als Kriegsfreiwilliger wieder eintreten. In einem Erlass vom 27.8.1916 heißt es zynisch, „aus Gnade den Vizefeldwebel Hans Hesse zu den auf eigenes Ansuchen ausgeschiedenen Offizieren zu versetzen" - obgleich Hesse diesen Wunsch nie gehegt geschweige denn geäußert hat! -andererseits aber „zu genehmigen, dass er für die Dauer des mobilen Verhältnisses als Offizier verwendet wird. Der Inhalt dieses Papiers erreichte Hans Hesse, der immer im Einsatz war, so spät, dass er ihn nicht entkräften konnte, um eventuell eine Reaktivierung zu beantragen.

Auch bei den Auszeichnungen war des Kaisers Unversöhnlichkeit spürbar: Über das Eiserne Kreuz 1. Klasse hinaus, das ihm am 14.8.1916 verliehen worden war, hat er keine weitere deutsche Auszeichnung erhalten. Je einen Orden bekam er von den Bulgaren und Türken; letztere erhoben ihn zudem in den Rang eines türkischen Hauptmanns.

Trotz dieser immerwährenden Belastungen und Demütigungen lebte, flog und kämpfte Hans Hesse unbeirrt weiter, weil er überzeugt war, richtig und seinem Wesen gemäß gehandelt zu haben. Seine „Verfehlung", zweimal „abgehauen" zu sein, um seinem Vaterland im Kampf beizustehen, brachte ihm aber nicht nur Feinde, sondern auch Bewunderung und Anerkennung. Es drängt mich, hier den ungewöhnlichen Grabspruch von 1781 auf den preussischen Oberst v. d. Marwitz in der Kirche zu Friedersdorf zu zitieren, obgleich er sich auf eine andere Situation bezieht: „Wählte Ungnade, wo Gehorsam nicht Ehre brachte".

Ab Herbst 1915 bis November 1917 wechselten Hesses Einsatzgebiete mehrfach, teils auf Befehl, aber auch auf eigenen Wunsch. So flog er über dem Balkan (Novibazar, Rraljewo, Kumanovo, Mitrowitza, Pristina) und an der Adria (Nowa Varos, Castel Nuovo, Igalo, Lowcen-Erstürmung), wo er Anfang 1916 seinen einzigen gefährlichen Absturz wegen Steuerbruchs aus 800 Metern Höhe bei Üsküb (heute Skopje, Mazedonien) überlebte. Seine Verletzungen (Rippenbrüche und Wirbelsäulenschaden) wurden in Berlin nur oberflächlich behandelt, man brauchte ihn an der Westfront (Metz, Verdun, Somme-Schlacht, Arras, Lille).

Im November 1917 kommandierte man ihn in die Türkei nach Mesopotamien (Mossul). Er legte den Langstreckenflug Berlin-Bagdad mit dem einmotorigen Albatros-Doppeldecker in sieben Tagen bei einer reinen Flugzeit von 38 Stunden zurück, was damals Aufsehen erregte.

Im Sommer 1918 Rückkehr nach Deutschland, Übernahme der Leitung der Fliegerschule Darmstadt, wo er unter chaotischen Umständen das Kriegsende und den Beginn der Revolution erlebte. Nach Berlin zurückgekehrt, kämpfte er dort (1919) unter Oberst Reinhard und dem damals zum Oberbefehlshaber der Regierungstruppen ernannten Gustav Noske gegen die Spartakisten.

Im Herbst 1919 übernahm er einen „delikaten" und nicht ungefährlichen Auftrag, zwei ehemalige hohe türkische Würdenträger von Berlin nach Russland zu fliegen und gleichzeitig für die Firma Junkers dort kommerzielle Verbindungen anzuknüpfen. Diese Mission scheiterte vorzeitig durch eine Notlandung im Entente-freundlichen Litauen. Hans Hesse wurde letztendlich am 9.2.1920 als Oberleutnant aus der Reichswehr entlassen. Anschließend ging er als Chefpilot zu Junkers nach Dessau, wo sich sein seit Jahren bestehendes persönliches Verhältnis zum Professor vertiefte. In diesem Jahr (1920) heiratete er Elsie Diederichs aus Bonn, eine gebildete höhere Tochter, die musisch und fantasiebegabt war, aber auch handfest und voller Tatendrang, hilfsbereit und tapfer in ihren vielen schweren Lebenslagen.

1921 folgte Hans Hesse einem Angebot nach Kolumbien, wo er für eine neu gegründete deutsche Fluggesellschaft (Scadta) mit Junkers-Wasserflugzeugen die Strecke Barranquilla-Bogota auf dem Magdalenenstrom auf- und ausbaute. Wegen schwerer Erkrankung musste er nach einem Jahr nach Deutschland zurückkehren. 1923 nahm er aber seine fliegerische Tätigkeit für Junkers wieder auf, zunächst als technischer Leiter „Ost", dann bei der „Danziger Luftpost" und später in Warnemünde als Projektleiter der „Nachtflugversuchsstrecke Berlin - Stockholm". Wegen unüberwindlicher Meinungsverschiedenheiten mit dem Junkers-Direktor Sachsenberg, aber auch wegen des Niedergangs der Fliegerei in Deutschland, schied er 1925 bei Junkers aus und beendete seine fliegerische Tätigkeit. Er hoffte, im kaufmännischen Beruf eine neue Chance zu bekommen, zunächst in Berlin bei einem Acetylenwerk in Borsigwalde, dann bei der „Colas-Gesellschaft", die Bitumen herstellte, in Köln. Dort brach bei ihm eine schwere Lungentuberkulose aus, die sich in Kolumbien bereits angekündigt hatte. Vier Jahre musste er in Kliniken (Stilllegung eines Lungenflügels) und Sanatorien verbringen. Einen großen Teil dieser erzwungenen Ruhe benutzte er, um seine Tagebuchaufzeichnungen aus den Jahren 1911-1925 zu einem umfangreichen Manuskript zu verarbeiten. Gleichzeitig ordnete er seine zahlreichen Fotografien chronologisch und mit Erläuterungen versehen in einem Leitz-Ordner. Diesen schenkte er Weihnachten 1935 seinem Sohn Hans-Erich. Die Weltwirtschaftskrise brachte auch meine Eltern in schwerste Existenznöte, zu deren Linderung meine Mutter, die ein Musikstudium absolviert hatte, in großem Maß beitrug. Auf dem Land in der Nähe von Hameln lebend, war Hans Hesse für die "Deister und Weser Zeitung" tätig, in der er Teile seines Manuskripts und weitere Artikel veröffentlichte.

1936 zog unsere Familie nach Bad Godesberg und wurde dort in einem kleinen Haus sesshaft. Hans Hesse kam beruflich im aufstrebenden Mercedes-Benz Betrieb seines Schwagers zu Ruhe und einem gewissen wirtschaftlichen Erfolg. Zuvor hatte er allerdings noch mit Elan eine an ihn herangetragene außergewöhnliche Aufgabe erledigt, die Erwähnung verdient: er organisierte für die Firma Bayer in Leverkusen ein riesiges Fest für insgesamt 1300 (eintausenddreihundert!) Ärzte, Apotheker oder Großkunden aus aller Herren Länder, die in Berlin die Olympischen Spiele (August 1936) besucht hatten. Diese Gäste wurden anschließend („Geld spielt keine Rolle" ) zwei Tage lang in Köln über die Bayer-Werke informiert und großartig unterhalten. Hans Hesse hat über diesen damals wohl einmaligen ,,PR-Event" eine Dokumentation angelegt und einen Bericht geschrieben, beides überaus amüsant und lesenswert. Im Jahr 1936 lernte Hans Hesse auch den in Bad Godesberg ansässigen blinden westfälischen Schriftsteller Dr. jur. Adolf von Hatzfeld kennen. Dieser interessierte sich für Hesses Manuskript. Es entstanden freundschaftliche Beziehungen, und v. Hatzfeld versprach, sich damit zu befassen und in absehbarer Zeit ein Buch daraus zu machen. Leider gab es keinerlei schriftliche Abmachungen. Als nach vier Jahren kein Ergebnis von v. Hatzfeld vorlag, erbat Hesse sein Manuskript zurück. Hatzfeld verweigerte dies, und so sah Hesse sich gezwungen, gerichtlich vorzugehen.

Er hatte sich 1940, obgleich 70 % kriegsbeschädigt, der Wehrmacht zur Verfügung gestellt, die ihn als Reserveoffizier wegen seiner technischen Kenntnisse im Bereich der Kfz.-Instandsetzung zunächst im Raum Köln-Bonn, später in Frankreich, Holland und Belgien einsetzte. Sein Sohn, seit Juni 1941 als Flugzeugführer einer Messerschmitt Bf 110 in Russland, wurde im August 1941 durch einen Lungensteckschuss schwer verwundet und überlebte nur, weil Hans Hesse ihn am 27.8.1941 aus einem Lazarett in Warschau herausholte und zu Professor Sauerbruch in die Berliner Charite brachte. Dort blieb er neun Monate und wurde geheilt entlassen, so dass er am 1.8.1942 wieder zu seiner Einheit an die russische Front zurückkehren konnte.

Im August 1942 erschien völlig überraschend für Hans Hesse das Buch „Der Flug nach Moskau" *1) von Adolf von Hatzfeld im Buchhandel (Rütten u. Loening Verlag, Potsdam 1942). Es war das überarbeitete Kapitel „Schiffbruch eines politischen Fluges" von Hans Hesse, was jedoch mit keinem Wort erwähnt wurde. Mehr als ein Drittel des Buches war von Hans Hesses Manuskript nahezu wörtlich abgeschrieben worden, insbesondere natürlich alle flugtechnischen Passagen. Hans Hesse musste nun gerichtlich schärfer vorgehen. Im März 1943 wurde ihm ein enttäuschender Vergleich vorgeschlagen, wonach v. Hatzfeld mit der Bezahlung von RM 500,-- an Hesse nachträglich den benutzten Manuskript-Teil erwarb. Außerdem sollte v. Hatzfeld in künftigen Auflagen des Buches („Zwischenfälle", 1953?) *2) auf Hans Hesses Erlebnisbericht hinweisen sowie einer späteren Verwertung des Gesamtmanuskripts durch Hesse einschließlich des „Flug nach Moskau" zustimmen. Das umkämpfte Manuskript muss 1942 an Hans Hesse zurückgegeben worden sein, es ist in dem Vergleich nicht mehr erwähnt. Hatzfeld hatte den , Flug nach Moskau" in dieser Zeit 1942/43 auch als Fortsetzungsroman, wahrscheinlich im „Bonner General-Anzeiger", erscheinen lassen.

Adolf von Hatzfeld war 1936 in die Reichsschrifttumskammer, 1937 in die NSDAP eingetreten, und nun auf dieser Woge mit entsprechenden Freunden einflussreich geworden. Hans Hesse war kein Parteigenosse. Hatzfeld holte noch zu einem weiteren Schlag gegen Hesse aus, indem er am 12.9.1942 an dessen militärischen Vorgesetzten schrieb und versuchte, Hesse persönlich ehrenrührig anzugreifen und zu diffamieren, was jedoch fehlschlug. Damit war Hans Hesse die Gefährlichkeit seines Gegners vollends bewusst geworden, und so stimmte er dem Vergleich zu.

Am 16. Mai 1943 ist mein Bruder Hans-Erich in Russland gefallen. Er wurde zwischen Orel und Kursk abgeschossen. Es folgt nun das letzte Kapitel im Leben meines Vaters, das ich selber erst viele Jahre später im Detail erfuhr und begriff. Es war auch bewusst von mir fern gehalten worden, da ich nach dem Abitur ab Frühjahr 1944 zu Arbeits- und Militärdienst weit weg von zu Hause dienstverpflichtet war.

Hans Hesse war Ende 1944 von einem unzuverlässigen Bürooffizier, den er versetzen ließ, wegen „defaitistischer Äußerungen und Wehrkraftzersetzung" denunziert worden und kam in Berlin vor das Kriegsgericht. Das Urteil lautete „Rangverlust und fünf Jahre Gefängnis" (statt Zuchthaus, wie zunächst beantragt war). Er wurde als „Flieger Hesse" Anfang 1945 zu einer Einheit in Westfalen versetzt. Bei einem Fliegerangriff am 21. März 1945 trafen ihn dort Bombensplitter, die seinem Leben schnell ein Ende bereiteten, wahrscheinlich, weil er niemals, und auch an diesem Tage nicht, einen Keller aufgesucht hatte. So schrieb es mir wenigstens sein Vorgesetzter. Da die Amerikaner schon Bonn besetzt hatten, konnte man meine Mutter nicht erreichen, wohl aber mich, die ich im Frühjahr als Scheinwerferführerin 18-jährig für 60 junge Frauen und den technischen Einsatz verantwortlich war, bei Hamburg „das Vaterland verteidigte". Der Schock kam unerwartet und saß tief. Im August 1945 kehrte ich unter abenteuerlichen Umständen nach Bad Godesberg zurück, wo mich Mutter und kleine Schwester unter Tränen in die Arme schlossen.

Mitte Juli 1946 - ich war in Bonn bei der englischen Briefzensur tätig - erschien bei meiner Mutter in Godesberg ein Herr Thöne aus Mülheim-Ruhr, der nach Major Hesse fragte. Als er von dessen Tod erfuhr, war er sehr betroffen. Es stellte sich heraus, dass er als Major einer der beiden Beisitzer im Gerichtsverfahren gegen Hans Hesse gewesen war und es sich zur Aufgabe gestellt hatte, nach dem Krieg Hans Hesse in jeder Weise zu helfen und ihn zu rehabilitieren. Das ungerechte Nazi-Urteil und die eindrucksvolle Haltung des Angeklagten hatten sich ihm tief eingeprägt.

Seine ausführliche Schilderung der Gerichtsverhandlung, die von einem etwa 30-jährigen Oberfeldrichter im Rang eines Oberstleutnants als Vorsitzendem geführt worden war, ist ein Dokument ersten Ranges von „krasser Rechtsbeugung" und ,,Falschurteilen", wie sie damals im Angesicht des nahenden Untergangs des NS-Regimes an der Tagesordnung waren. Dennoch ist der Bericht dieses aufrechten Mannes, dem ich hiermit ein Denkmal setzen möchte, für mich trotz des folgenschweren Inhalts ein tröstliches Papier, weil es doch einen Menschen und Augenzeugen gab, der die damalige Parole „hart durchgreifen" als Unrecht erkannt und abgelehnt hatte. Er wurde jedoch überstimmt. In Herrn Thönes Bericht vom 16.8.1946 gibt es folgenden Passus:
„Der Angeklagte machte auf mich einen vorzüglichen Eindruck: Groß und schlank, etwa 1,84 m, mit korrekter Haltung und fließendem Vortrag. Ohne zu stocken, wusste er alle Begebenheiten aus dem Gedächtnis sicher vorzubringen. Dabei war er außerordentlich sachlich, versuchte nicht, andere zu beschuldigen, wurde auch nicht einmal erregt und zeigte bei allem Freimut den einem wirklichen Gericht dieses Ranges zukommenden Respekt".

Herr Thöne hat noch jahrelang, auch nach dem Tod unserer Mutter 1954, eine vollständige Rehabilitierung Hans Hesses zu erreichen versucht, die in ideeller Form vor Jahren „pauschal" erfolgte, jedoch in materieller Hinsicht keinerlei Erfolg brachte. So schlugen meine Schwester und ich uns dann - nahezu mittellos - alleine durch, und dieser Lebenskampf ließ den Nachlass von Hans Hesse in Vergessenheit geraten.

Ich hatte 1950 geheiratet, wurde 1955 nach gescheiterter Ehe kinderlos geschieden. Meine Schwester heiratete nach einigen Jahren der Berufstätigkeit nach Frankreich, wo sie heute noch lebt. Alle Unterlagen über unseren Vater einschließlich des Manuskriptes schlummerten während meiner „Wanderjahre" im Ausland bei der Schwester; erst meine Pensionierung 1987 ließ mich zur Ruhe kommen und gab mir die Möglichkeit, mich in den neunziger Jahren mit den Aufzeichnungen des Vaters zu befassen. Mit großen Hoffnungen wandte ich mich zuerst nach Dessau, sicher ganz im Sinne von Hans Hesse, der seine Vater-
Stadt liebte und von ihrer fürchterlichen Zerstörung am 7. März 1945 hoffentlich nichts mehr erfahren hat. Leider bestand dort nicht genug Interesse. Das fand ich dann in hohem Maße in der Person des Leiters der Luftfahrtabteilung im des Deutschen Technikmuseums Berlin, Professor Dr. Dr. Holger Steinle! Er war es, der ohne Wenn und Aber der Meinung war, dass man diesen „Hans Hesse", dessen Name ihm bekannt war, nicht in der Schublade liegen lassen dürfe. Als passionierter Sammler von Zeugnissen der Luftfahrtgeschichte wollte er mit mir dieses Buch, wenn auch nur mit schmalem Budget, machen. So begann unsere Zusammenarbeit. Mehrmals trafen wir uns in meinem Haus „am Rande der Welt" in Oberfranken und besprachen die Details, rangen um Formulierungen oder Fotos. Manche Sätze hätte ich gern verändert oder gestrichen, bei „Schofför" sträubten sich mir die Haare, auch war ich bereit, konsequent und mühevoll die neuen Rechtschreibregeln anzuwenden - ich durfte es nicht. „Historische Zeitgeschichte" und „wir brauchen den echten Hesse" waren seine Worte. Als ich Bedenken über den wachsenden Umfang des Werkes äußerte und die „Spartakus-Unruhen in Berlin" weglassen wollte, verneinte er dies mit „wir wollen den ganzen Hesse". Als große Tierfreundin hätte ich auch gerne einige der diesbezüglichen Schilderungen herausgenommen oder abgemildert. Aber nein. Professor Steinle blieb standhaft.

So hat der Leser nun, bis auf wenige geringfügige Rechtschreibkorrekturen, den „Ur-Text" von vor 70 Jahren vor sich, was hin und wieder irritieren, aber auch amüsieren wird. Das Buch erhebt keinen Anspruch auf einen Literaturpreis! Hans Hesse war weder „Schriftsteller" noch gelernter Journalist. Dennoch ist es ihm gelungen - wie ich meine - in lebendiger und eindringlicher Form seine spannenden und oft verblüffenden Erlebnisse zu Papier zu bringen. Es entsteht dadurch für den Leser ein unverfälschtes Bild sowohl des unerschrockenen Flugpioniers als auch des dahinter steckenden nicht alltäglichen Menschen Hans Hesse.

Möge dieses Buch in dem Maß Resonanz finden, wie Hans Hesses großer persönlicher Einsatz für die junge Fliegerei es verdient hat und wie er es sich gewünscht haben mag.

Christa Siegling, geb. Hesse
Rugendorf, im Herbst 2001

*1) und *2)
befinden sich ebenfalls im Archiv der Redaktion.
Anmerkung der Red.:
"In beiden Büchern wurden nahezu wortwörtlich die von Frau Christa Siegling erwähnten Kapitlel, ohne den Namen Hans Hesse zu erwähnen (Adolf v. Hatzfeld spricht nur vom "Oberleutnant" ) wiedergegeben".

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Kommentar : 1 von raineranton erstellt am : 25.07.2010 16:56 gespeichert
Als Hesse am 19. August 1914 in Holland landete, war er bei der Felflieger-Abteilung 12 und flog eine Albatros Taube.
Er erhielt den Herzoglich Anhalt Hausorden Albrecht des Bären mit Schwertern verliehen.
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Donnerstag, 4. März 2010 - 12:06 Uhr

Schultze, Wilhelm

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(*04. Juni 1896 in Berlin, + 30. November 1917 in Fontaine / Frankreich) war deutscher Jagdflieger, der nach einer Kollision mit der Maschine von Oberleutnant Rudolf Wendelmuth in der Nähe von Cambrai in Frankreich tödlich abstürzte.

Wilhelm Schulze diente als Leutnant bei der Jagdstaffel 4 (Jasta 4). Am 30. November 1917 stieß er in der Luft über Fontaine-Notre-Dame versehentlich mit der Maschine von Oberleutnant Rudolf Wendelmuth zusammen und stürzte tödlich ab.

Wilhelm Schultze starb im Alter von 21 Jahren.

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Kommentar : 1 von raineranton erstellt am : 18.07.2010 21:01 gespeichert
Kämpfte mit dem Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 83 Waldeck in Galizien.
03. Februar 1916 Fliegerersatz-Abteilung 6 Großenhain
16. September 1916 Fliegerersatz-Abteilung 7 Köln
31. Oktober 1916 Armee-Flug-Park 10
Danach Feldflieger-Abteilung 55 bis ?
Ab 29. März 1917 Jagdstaffel 4
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Donnerstag, 4. März 2010 - 10:10 Uhr

Wendelmuth, Rudolf

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(* 28. Juli 1890 in Gotha / Thüringen, + 30. November 1917) war deutscher Jagdflieger im Ersten Weltkrieg und starb bei einer Kollision mit einem Fliegerkamerad nahe Cambrai in Frankreich.

Rudolf Wendelmuth wurde am 28. Juli 1890 in Gotha geboren. Bei Kriegsbeginn diente er zunächst beim Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 233 (RIR 233). Am 1. März 1915 kam er zur Fliegertruppe und wurde der Flieger-Ersatz-Abteilung 3 (FEA 3) nach Gotha zur Ausbildung überstellt. Im September 1915 wurde Wendelmuth an die bulgarische Front kommandiert. Im Juli 1916 kehrte er nach Deutschland zurück und wurde im Fokker-Kommando in Köln weiter ausgebildet. Anschließend wurde Wendelmuth, inzwischen zum Oberleutnant befördert, zur Flieger-Abteilung 5 (FA 5) in die Türkei nach Sevdi Koy versetzt, bei der er die ersten beiden gegnerischen Flugzeuge abschoss. Im April 1917 wurde er an die Westfront zur Jagdstaffel 8 (Jasta 8) zurück versetzt und schoss zehn weitere gegnerische Flugzeuge ab. Am 19. Oktober wurde Rudolf Wendelmuth als kommandierender Offizier zur Jagdstaffel 20 (Jasta 20) versetzt. Am 25. September 1917 wurde er von der 20. Squadron durch Schüsse in den Motor zur Landung gezwungen. In dem selben Luftkampf wurde auch Walter Göttsch verwundet. Am 30. November 1917 kollidierte er mit Leutnant Wilhelm Schulze von der Jagdstaffel 4 (Jasta 4) über Fontaine-Notre Dame, westlich von Cambrai in Frankreich. Beide Flieger stürzten tödlich ab.

Rudolf Wendelmuth wurde 27 Jahre alt.

Einheiten:
• Flieger-Abteilung 5 (FA 5)
• Jagdstaffel 8 (Jasta 8)
• Jagdstaffel 20 (Jasta 20)

Auszeichnungen:
• Eisernes Kreuz 2. Klasse (EK 2)
• Eisernes Kreuz 1. Klasse (EK 1)
• Liakat Medaille
• Imtiaz-Medaille
• Osmanisches Fliegerabzeichen

Abschüsse:
01. - 05.11.1916 - FA 5 - Farman - türkische Küste
02. - 29.07.1917 - Jasta 8 - Sopwith Camel (B3780) - Houthulst-Langemarck
03. - 16.08.1917 - Jasta 8 - R.E.8 (A3856) - St. Julien
04. - 21.08.1917 - Jasta 8 - Sopwith Pup - westl. von Passchendaele
05. - 22.08.1917 - Jasta 8 - Nieuport - Ypern
06. - 04.09.1917 - Jasta 8 - S.E.5 - Ypern
07. - 09.09.1917 - Jasta 8 - Bristol F.2b - Langemarck
08. - 20.09.1917 - Jasta 8 - Sopwith Triplane (N6292) - nordwestl. von Passchendaele
09. - 23.09.1917 - Jasta 8 - Nieuport Scout - nördl. von Ypern
10. - 23.09.1917 - Jasta 8 - D.H.5 (A9258) - westll. von Frezenberg
11. - 14.10.1917 - Jasta 8 - Sopwith - St.Jean
12. - 28.10.1917 - Jasta 20 - Sopwith Camel - Ramskapelle
13. - 09.11.1917 - Jasta 20 - R.E.8 - Oostkerke
14. - 18.11.1917 - Jasta 20 - Bristol F.2b (A7282) - Lampernisse

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Kommentar : 1 von raineranton erstellt am : 25.07.2010 21:17 gespeichert
Wendelmuth erhielt das Herzoglich Sachsen-Ernestinischer Hausorden Ritterkreuz 2.Klasse verliehen.
 
Kommentar : 2 von raineranton erstellt am : 13.08.2010 23:06 gespeichert
Seine erste Einheit nach seiner Ausbildung bei der FEA 3 Gotha an der Bulgarien-Front war die Feldflieger-Abteilung 1. Danach Einsitzer-Schulung in der Flieger-Schule in Köln.
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Mittwoch, 3. März 2010 - 12:43 Uhr

Teichmann, Oskar

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(* 20. April 1889 in Väthen, + 13. September 1915 bei Armantières in Frankreich) war Beobachtungsflieger im Ersten Weltkrieg und starb im Luftkampf.

Oskar Teichmann wurde am 20. April 1889 in Väthen (Vaethen/Sachsen ?) geboren. Er diente zunächst im Rang eines Leutnants beim Infanterie-Regiment Nr. 48 und meldete sich schon früh zu den Kaiserlichen Fliegertruppen. Bei der Feldfliegerabteilung 24 (FFA 24) flog er als Beobachter zusammen mit Josef Suwelack als Flugzeugführer. Beide stürzten im Luftkampf tödlich bei Armantières in Frankreich ab. Dieser Abschuss wurde der englischen Besatzung Second-Lieutenant H.S. Shield und Corporal T. Bennett von der 16. Squadron der Royal-Flight-Corps (RFC) zugeschrieben.

Oskar Teichmann und Josef Suwelack wurden auf einem englischen Militärfriedhof beigesetzt.
Oskar Teichmann starb mit 26 Jahren.

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Mittwoch, 3. März 2010 - 12:08 Uhr

Suwelack, Josef

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(* 30. April 1888 in Billerbeck, + 13. September 1915 bei Armantières in Frankreich) war deutscher Flugzeugführer im Ersten Weltkrieg und wurde im Luftkampf tödlich abgeschossen.

Josef Suwelack (auch Suvelack) wurde am 30. April 1888 in Billerbeck Kreis Pyritz heute Nadarzyn / Polen, geboren. Nach bestandenem Schulabschluss begann er ein Ingenieurstudium und wurde bei bei Rumpler zum Fluglehrer ausgebildet. Am 30. August 1911 erwarb er die Fluglizenz Nr. 102 der Fédération Aéronautique Internationale (FAI). Er gehört somit zu den sogenannten „Alten Adlern“, den Piloten, die vor Beginn des Ersten Weltkriegs die Fluglizenz erworben haben. Da gegen Ende 1911 fast alle Weltrekorde von ausländischen Fliegern erworben wurden, beschloss Suwelack zunächst den Passagier-Dauerrekord für Deutschland zu erzielen, den der Franzose Gerrard mit 4 Stunden 13 Minuten hielt. Trotz eisiger Kälte stieg er am 8. Dezember 1911 in Johannisthal auf und kehrt siegreich nach 4 Stunden 34 Minuten zurück. Er hatte mit diesem Flug den Weltrekord gebrochen und einen neuen deutschen Dauerrekord aufgestellt. In 1912 wurde er Fluglehrer bei den Aviatik-Werken in Mülhausen und dann Gründer und Direktor der Kondor-Werke.


Josef Suwelack (li.) vor einem Kondor Eindecker

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs meldet er sich als Freiwilliger bei der Fliegertruppe und diente als Flügzeugführer in der Feldflieger-Abteilung 24 (FFA 24). Zusammen mit seinem Beobachter Oskar Teichmann wurde Josef Suwelack am 13. September 1915 bei Armantières in Frankreich tödlich abgeschossen.

Die Beisetzung erfolgte auf einem englischen Militärfriedhof.

Josef Suwelack starb im Alter von 27 Jahren.

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Dienstag, 2. März 2010 - 19:07 Uhr

Bona, Paul

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(* 01. Januar 1895 in Berlin, + 06. Juni 1917 im Luftkanpf bei Allemont) war Deutscher Jagdflieger im Ersten Weltkrieg.

Paul Bona diente ab Dezember 1916 im Dienstrang eines Vizefeldwebels (Vzfw.) bei der Jagdstaffel 1 (Jasta 1). Bei dieser Einheit schoss er sechs gegnerische Flugzeuge und einen Ballon ab. Ein Abschuss blieb unbestätigt. Am Tag nach seinem zweiten bestätigten Abschuss am 27. Dezember 1916, wurde er im Luftkampf mit einer FE2s der 11. Squadron von Captain J.B. Quested und Lieutenant H.J. Dicksee verwundet.
Von der selben Beatzung wurde auch Gustav Leffers abgeschossen. Nach seiner Gesundung im Frühjahr 1917 schoss Paul Bona fünf weitere Gegner ab bevor er am 6. Juni 1917 über Allemont tödlich verunglückte. Bona stieß mit einem allierten Flugzeug zusammen und verlor ein Tragdeck. Sein Grab befindet sich auf dem Militärfriehof von Montaigu-Aisne in Frankreich.


Vizefeldwebel Paul Bona mit seinen drei Monteuren vor einem Albatros C. Doppeldecker.


Die BE2d #6254 der 5. Squadron wurde am 26. Dezember 1916 von der Jagdstaffel 1 abgeschossen. 2nd Lt. F.N. Insoll geriet in deutsche Gefangenschaft. Der Gegner war entweder Oblt. Hans Bethge oder VzFw. Paul Bona, die an diesem Tag je eine Maschine der. 5. Squadron abgeschossen haben. Es war Bonas erster Abschuss.


FE2b #7705 der 23. Squadron, am 2. Februar 1917 von VzFw. Paul Bona der Jagdstaffel 1 abgeschossen. 2nd Lt. R. J. Whitney und Lt. T.G. Holley gerieten in deutsche Gefangenschaft. Es war Paul Bonas 2. Abschuss.

Abschüsse:
n/b - 20.12.1916 - Jasta 1 - F.E.2b - Mory
01. - 26.12.1916 - Jasta 1 - B.E.12 - Sapignies
02. - 02.02.1917 - Jasta 1 - F.E.2b - (7705) südwestl. von Hendecourt
03. - 04.02.1917 - Jasta 1 - F.E.2b - Gommecourt
04. - 06.02.1917 - Jasta 1 - F.E.2b - nordöstl. von Flers
05. - 01.05.1917 - Jasta 1 - Balloon - Vailly
06. - 05.05.1917 - Jasta 1 - Morane-Parasol - Courtecon

Paul Bona starb im Alter von 22 Jahren.

Siehe auch:
Datenbank der Jagdstaffel 1

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Kommentar : 1 von raineranton erstellt am : 18.07.2010 16:07 gespeichert
Vizefeldwebel Paul Bona diente bis 13. Oktober 1916 bei der Jagdstaffel 2 unter Oswald Boelcke, an diesem Tag wurde er von dort zum Armee-Flug-Park 1 geschickt.
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