Den Orden "Pour le Mérite" gab es in der militärischen Klasse bis 1918, in der zivilen existiert er als halboffizielle Auszeichnung bis heute mit der Bezeichnung "Orden Pour le Mérite für Wissenschaft und Künste".
Der Orden Pour le Mérite (dt: „für den Verdienst“) wurde von Friedrich dem Großen (1712–1786) gestiftet und war neben dem Orden vom Schwarzen Adler die bedeutendste Auszeichnung, die in Preußen vergeben werden konnte. Der Orden geht auf den 1667 gestifteten Orden de la Générosité zurück und wird auch "Blauer Max" genannt.
Außer dem Kommandierenden General der Luftstreitkräfte gen. Kagohl im 1. Weltkrieg, Exzellenz von Hoeppner und seinem Stabschef, dem damaligen Oberstleutnant Thomsen – später Generalmajor der Flieger z.b.V. – erhielten 75 Fliegeroffiziere und 2 Luftschiffkommandanten den hohen Orden „Pour le Mérite“ (für besondere Verdienste) Einer der beiden Luftschiffkommandeure, Fregattenkapitän Peter Strasser (L 70) 01.04.1876 Hamburg+ 05.08.1918 King's Lynn (GB) erlitt noch während des 1. Weltkrieges den Fliegertod, während der andere, Kapt.-Lt. Horst Frhr. Treusch v. Buttlar-Brandenfels (* 15.06.1888 Hanau † 03.09.1962 Berchtesgaden) den ersten und zweiten Weltkrieg überlebt hat. Von den 75 Fliegeroffizieren ließen 30 noch im Kriege ihr Leben, 5 sind nach dem 1. Weltkrieg mit ihrem Flugzeug tödlich verunglückt, 2 von „Spartakisten“ während der Unruhen in Deutschland ermordet.
Hoeppner, Strasser, Buttlar-Brandenfels, Allmenröder, Beaulieu-Maconnay
Leutnant Allmenroeder erhielt den Orden am 14. Juni 1917 und erlitt den Fliegertod bereits 13 Tage darauf. Frhr. von Beaulieu-Marconnay starb am selben Tage der Ordensverleihung – 26. Oktober 1918. Leutnant Böhme fiel bereits fünf Tage nach der Verleihung. Oblt. Dostler trug den Orden 15 Tage, dann starb auch er den Fliegertod. Lt. Kirstein erhielt den Orden am 24. Juni 1916 und starb am 27. Dezember 1916. Lt. Parschau fiel 11 Tage nach der Verleihung. Lt. Schaefer erhielt den Orden am 26. April 1917 und fiel am 5. Juni 1917. Lt. Windisch trug den Orden nur 3 Wochen, dann ereilte auch ihn der Fliegertod.
Lt. Müller wurde bei seinem letzten Luftsieg von mehreren Kugeln seines Gegners getroffen, eine davon prallte am Orden Pour le Mérite ab. Von den 75 Fliegeroffizieren haben 34 den 1. Weltkrieg überlebt und waren zum Teil später noch bei der Deutschen Luftwaffe tätig.
Böhme, Dostler, Kirschstein, Parschau, Schaefer
Pour le Mérite Flieger im Ersten Weltkrieg:
Folgende Flieger wurden für den Pour le Mérite vorgeschlagen, haben ihn aber aus unterschiedlichen Gründen nie erhalten:
» Auffahrt, Harald
» Baldamus, Hartmuth
» Becker, Hermann
» Bethge, Hans
» Billik, Paul
» Eschwege, Rudolph von
» Freden, Hans von
» Friedrichs, Fritz
» Frommherz, Herrmann
» Fruhner, Otto
» Hantelmann, Georg von
» Mai, Josef
» Meyer, Georg
» Näther, Max
» Noltenius, Friedrich
» Odebrett, Karl
» Preuss, Werner
» Reinhard, Wilhelm
» Schleiff, Franz
» Schmidt, Otto
Über die tatsächliche Vergabe an » Herrmann Frommherz und Schreiber gibt es in der Literatur unterschiedliche Aussagen.
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