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Folge 1-3 von » Reinhard Zankl © 2001

Hier finden Sie einen Auszug (Folge 1-3) der im » Propellerblatt veröffentlichten Abhandlungen über die deutschen Fliegereinheiten 1914-1918. Die deutschen Fliegertruppen im 1. Weltkrieg waren um den Jahreswechsel 1916/1917 einer Reorganisation unterworfen, bei der fast alle Einheiten eine neue Bezeichnung bekamen. In mehreren Folgen sollen in » Tabellen diese Umwandlungen, sowie andere Umbenennungen, der deutschen Fliegereinheiten zur besseren Übersicht zusammengefaßt werden.

Folgende Formationen wurden in den Folgen 1-3 und den darauf gefolgten Ausgaben im » Propellerblatt veröffentlicht:
• Feldflieger-Abteilungen (FFA)
• Festungsflieger-Abteilungen (FestFA)
• Artillerie Flieger-Abteilungen (AFA)
• Halb-Abteilungen, Flieger- u. Artillerie Flieger Kommandos
• Flieger-Abteilungen, Flieger-Abteilungen (A), Riesenflugzeug Abteilungen (FA, FA(A), RFA)
• Kampfstaffeln u. -geschwader (KS & KAGOHL, BAO, BAM)
• Bombenstaffeln u. - geschwader (BS & BG)
• Schutz-/Schlachtstaffeln, Schlachtstaffel-gruppen
• Kampfeinsitzer Einheiten (KEA, KEK, KESt)
• Jagdstaffeln, -gruppen und Jagdgeschwader (JaSta, JGr, JaGe)
• Schul- & Lehreinheiten (Preussen)
• Schul- & Lehreinheiten (Bayern)
• Lichtbildeinheiten (Reihenbildtrupps & -züge)

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Nun zu der » Tabelle und den verwendeten Abkürzungen:
• bFEA - Bayer. Flieger Ersatz Abteilung
• BKM - Bayer. Kriegsministerium
• AFA – Artillerieflieger-Abteilung
• FA(A) – Flieger Abteilung (A)
• FEA - Flieger Ersatz Abteilung
• KM - Preuss. Kriegsministerium Kogenluft (Kommandierender General der Luftstreitkräfte)
• SchS - Schlachtstaffel

» Hier klicken um die Tabelle anzuzeigen!

Basis für die Tabellen bildet ein offiziellen Dokument, in dem Anfang 1919 alle bzw. fast alle etatmäßigen Einheiten während des 1. Weltkrieges erfaßt wurden:
Übersicht der Behörden und Truppen in der Kriegsformation, Teil 10 Luftstreitkräfte – Abschnitt B: Fliegerformationen (ca. 1919) Diese Folge beschäftigt sich mit den Feldflieger und Festungsflieger-Abteilungen. Dies sind die zwei prinzipiellen Kampfflieger Einheiten der deutschen Fliegertruppe am Anfang des 1. Weltkrieges.

Der Sollbestand an Flugzeugen betrug für die Feldflieger-Abteilung 6 Flugzeuge und für Festungsflieger-Abteilungen 4 Flugzeuge. Zu beachten ist, daß es Feldflieger-Abteilungen mit der gleichen Nummer gab! Bis zur Reorganisation der Fliegertruppe Ende 1916 hatten die bayerischen Einheiten ebenfalls eine von 1 beginnende Numerierung. Es gab also eine FFA1 (preußisch) und eine bayerische FFA1 - diese wurde in der Regel mit FFA1b bezeichnet.

Die FFA’s waren mobile Einheiten die mit dem Heer im Feldzug eingesetzt wurden. Dagegen waren die Festungsflieger-Abteilungen den Festungen zugeteilt. Da es sich sehr früh zeigte, daß die Festungsflieger-Abteilungen an ihren Standorten von geringem Nutzen waren, wurden sie im fortschreitendem Maße in mobile Feldflieger-Abteilungen umgewandelt. Bis auf zwei Nachzügler waren Anfang 1915 bereits alle Festungsflieger-Abteilungen umgewandelt. Die FFA’s, die aus den FestFA entstanden sind, verfügten am Anfang auch nur über 4 Flugzeuge.

Der Sollbestand an Flugzeugen betrug für die Feldflieger-Abteilung 6 Flugzeuge und für Festungsflieger-Abteilungen 4 Flugzeuge. Die FFA’s waren mobile Einheiten die mit dem Heer im Feldzug eingesetzt wurden. Dagegen waren die Festungsflieger-Abteilungen den Festungen zugeteilt. Da es sich sehr früh zeigte, daß die Festungsflieger-Abteilungen an ihren Standorten von geringem Nutzen waren, wurden sie im fortschreitendem Maße in mobile Feldflieger-Abteilungen umgewandelt. Bis auf zwei Nachzügler waren Anfang 1915 bereits alle Festungsflieger-Abteilungen umgewandelt. Die FFA’s, die aus den FestFA entstanden sind, verfügten am Anfang auch nur über 4 Flugzeuge.

Die Ausrüstung der Abteilungen bestand am Anfang des Weltkrieges aus Eindeckern (die sogenannte A-Klasse) - überwiegend Tauben -und Doppeldeckern (B-Klasse) verschiedener Hersteller. Beide Typen waren unbewaffnet. Typische Flugzeuge dieser Zeit waren die Rumpler, Gotha und Jeannin Tauben, sowie die Doppeldecker Albatros B.I und B.II, LVG B.I und Aviatik B.I. Im Laufe des Jahres 1915 verschwanden die Tauben aus den Bestandslisten der FFA’s und wurden durch B-Flugzeuge oder bereits durch Maschinen der mit MG bewaffneten C-Klasse ersetzt. Auch die ersten bewaffneten Eindecker der Firmen Fokker und Pfalz (E-Klasse) erschienen in 1915 bei den Einheiten, ebenso die ersten Großkampfflugzeuge des G-Typs.

Zu beachten ist, daß es Feldflieger-Abteilungen mit der gleichen Nummer gab! Bis zur Reorganisation der Fliegertruppe Ende 1916 hatten die bayerischen Einheiten ebenfalls eine von 1 beginnende Numerierung. Es gab also eine FFA1 (preußisch) und eine bayerische FFA1 - diese wurde in der Regel mit FFA1b bezeichnet. Insgesamt entstanden die preußischen FFA1 bis FFA74 und die bayerischen FFA1b bis FFA9b. Bayerische Festungsflieger-Abteilungen gab es nur eine, und zwar die FestungsfliegerAbteilung Germersheim.

Zum Jahreswechsel 1916/17 kam es zu der bereits erwähnten großen Reorganisation der deutschen Fliegertruppe. Damit verschwanden die Bezeichnungen Feldflieger, Festungsflieger und Artillerie-Flieger-Abteilungen - es gab ab diesem Zeitpunkt nur noch Flieger-Abteilungen und Flieger-Abteilungen (A). Dies ist von Wichtigkeit, wenn man die in den letzten Jahren erschienene englisch-sprachige Literatur (wie z.B. ABOVE THE LINE, THE JASTA PILOTS, usw.) verwendet. Dort tauchen für 1915 oder 1916 Flieger-Abteilungen, oder in 1917 Feldflieger-Abteilungen auf, was nicht richtig ist. Da die FFA46 nicht mit der FA46 identisch ist, wird man mit diesen Angaben in die Irre geführt. Die FFA46 wurde in die FA2 umgewandelt und FA46 (bayer.) entstand aus der bayer. FFA3. Auch kann es keine FFA’s mit Nummern höher als 74 und FA’s mit Nummern höher als 48 geben!

Folge 2

In der zweiten Folge dieser Reihe beschäftigen wir uns mit den Artillerieflieger-Abteilungen (AFA). Seit August 1915 werden diese Einheiten aufgestellt. Ihre primäre Aufgabe ist die Zielerkennung für die Artillerie und Leitung der Batterien beim Zielschießen. Ausgerüstet sind diese Einheiten am Anfang mit unbewaffneten B-Maschinen, die jedoch über eine FT-Ausrüstung verfügen. Mit größerer Verfügbarkeit von bewaffneten C-Flugzeugen um die Jahreswende 1915/16 werden auch diese Fliegerabteilungen mit ihnen ausgerüstet. Anfangs in einer Stärke von 4 Flugzeugen aufgestellt, wurden die AFA später auf 6 Flugzeuge verstärkt bzw. gleich so aufgestellt. Bei der Reorganisation der Fliegertruppe zum Jahreswechsel 1916/17 wurde aus allen AFA Flieger-Abteilungen (A). Es gab die (preußischen) AFA201 bis 240 und die bayerischen AFA101 bis 103. Weitere Einheiten wurden bereits Ende 1916 als FA(A) aufgestellt.

Folge 3

In der dritten Folge dieser Reihe sind die Flieger-Abteilungen (FA) an der Reihe. Sie entstanden alle bei der Reorganisation der Fliegertruppe zum Jahreswechsel 1916/17 aus Feldflieger Abteilungen. Nach diesem Zeitpunkt wurden mit Ausnahme der Abteilungen für Palästina -FA301 bis FA305 – keine neuen Flieger-Abteilungen1 aufgestellt. Der Sollbestand einer Flieger-Abteilung betrug 6 Flugzeuge, später wurde ein Teil der Abteilungen auf ein Soll von 9 Flugzeugen verstärkt. Einige Abteilungen wurde zu Lichtbild (Lb) Abteilungen umgewandelt. Ihre Aufgabe war die Erfassung ihres Frontanschnittes durch Lichtbild- und Reihenbildaufnahmen. Um die Vorteils der Geländekenntnis zu nutzen, wurden diese Einheiten dann in ihren Abschnitt belassen und wurden nicht mehr verlegt. Im Jahre 1918 wurden auch sieben FliegerAbteilungen in Schlachtstaffeln umgewandelt.

Die orginal Folgen wurden im » Propellerblatt Nr. 1-3 im Jahr 2001 und 2002 veröffentlicht.
Die freundliche Genehmigung zur Reproduktion erhielt das Flieger-Album im Dezember 2007.

Propellerblatt

Ausgabe 1-3 (2001/2002)

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