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Die AEG C.IV war ein deutsches Aufklärungsflugzeug der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft (AEG) im Ersten Weltkrieg.

AEG C.IV

Lt. Dittmann / Lt. Klinkicht (1917)

Die AEG begann 1910 mit dem Flugzeugbau, und nach Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 produzierte sie Militärmaschinen für Heer und Marine. Nach den ersten unbewaffneten Aufklärern AEG B.I, B.II und B.III zeichnete sich 1915 die Notwendigkeit ab, die Aufklärungsflugzeuge zu bewaffnen. Die Antwort auf diese Anforderung kam im März 1915 in Form der C.I, ein zweisitziger, bewaffneter Aufklärer mit einem 150 PS (112 kW) Mercedes-D.III Reihenmotor. Sie war im Prinzip eine B.II mit einem beweglichen MG.

Im Oktober 1915 brachte AEG die verbesserte C.II heraus. Sie war kleiner und leichter und damit auch leistungsfähiger. Eine experimentelle C.III folgte bald darauf. Sie zeichnete sich durch einen voluminösen Rumpf aus, der den gesamten Zwischenraum zwischen Ober- und Unterflügel ausfüllte. Zweck dieser Konstruktion war es, der Besatzung eine uneingeschränkte Sicht nach vorne zu geben und es dem vorn sitzenden Schützen zu ermöglichen, nach vorn am Propellerkreis vorbei feuern zu können. Trotz dieser damals sinnvollen Lösung ging das Muster nicht in Produktion.

Das am aufwendigsten konstruierte Modell und zugleich wichtigste Vertreterin dieser Serie war die C.IV, die einen Mercedes-D.III-Reihenmotor und ein fest eingebautes, vorwärts feuerndes synchronisiertes Maschinengewehr 08/15 erhielt, sowie ein 7,9 mm Parabellum MG auf Drehkranz im Beobachtersitz. Der Einstellwinkel des Höhenleitwerks konnte am Boden verändert werden. Die Entwicklung wurde sehr schnell vorangetrieben, da die deutschen Fliegerstaffeln dringend einen bewaffneten Aufklärer benötigten. Insgesamt war die C.IV etwas größer als die C.II, wies aber im wesentlichen deren Auslegung auf.

Bei der AEG C.IV.N handelte es sich um einen Nachtbomber, der sich von der AEG C.IV beim Motor und der Spannweite des dreistieligen Flügels unterscheidet. Das Flugzeug wurde 1917 als Prototyp gebaut. Dieses Modell hatte eine Haltevorrichtung für sechs 50 kg Bomben.

Über 400 Exemplare der C.IV wurden hergestellt. Die C.IV wurde zum N.IV-Nachtbomber mit vergrößerter Spannweite und erhöhter Motorleistung weiterentwickelt, der zweisitzige C.V-Aufklärer und eine C.VIII.Dr-Dreideckerversion blieben jedoch nur Prototypen. Aus der C.IV wurde später noch das Infanterie-Flugzeug J.I abgeleitet.

Leutnant Werner Dittmann überschlug sich am 05.04.1917 in einer AEG C.IV und überlebte.

Technische Daten  AEG C.IV  AEG C.IV.N 
Länge  7,13 m   
Höhe  3,35 m   
Flügelspannweite  13,45 m  15,30 m 
Tragflügelfläche  39,00 m2    
Antrieb  160 PS Mercedes D.III-Reihenmotor  150 PS Benz Bz. III-Reihenmotor 
Höchstgeschwindigkeit  158 km/h in Meereshöhe   
Dienstgipfelhöhe  5.000 m   
Höchstflugdauer  4 Stunden   
Besatzung  2 Mann   
Leergewicht  800 kg   
Startgewicht  1.120 kg   
Bewaffnung  Ein fest installiertes, nach vorne gerichtetes 7,92 mm MG 08/15 und ein 7,92 mm Parabellum MG mit je 500 Schuss Munition  Zusätzlich sechs 50 kg Bomben 

Quelle: » www.wikipedia.de
Orginal: » Link

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