(* 10. August 1891 in Dresden, + 14. April 1917 bei St. Marie à Py/Dep. Marne/Frankreich) war Jagdflieger an der Westfront, erhielt wegen geänderter Regeln den Orden „Pour le Mérite“ nicht mehr und starb beim Absturz seiner Maschine über Frankreich.
Hartmuth Baldamus wurde am 10. August 1891 in Dresden geboren. Nach seinem Abitur auf dem Gymnasium in Dresden-Neustadt studierte er Maschinentechnik und meldete sich 1914 bei der Fliegertruppe.
Zu Beginn des Ersten Weltkrieges flog er als Gefreiter bei der Feldflieger-Abteilung 20 (FFA 20), und zwar in Zweisitzern, überwiegend als Beobachter. Für 1915 wurden ihm fünf Abschüsse zugeschrieben. Als Anerkennung erhielt er den Hausorden der Hohenzollern, nachdem ihm vorher war ihm bereits das Eiserne Kreuz II. und I. Klasse (EK I. und II.) verliehen worden.
Am 27. August 1916 wurde Baldamus zur Jasta 5 als Einsitzer-Jagdflieger kommandiert. Hier blieb er bis November 1916, wechselte dann zur Jasta 9. Während des Winters 1916 bis zum April 1917 schoss er 17 gegnerische Flugzeuge ab. Bereits am 2. Dezember 1916, nach seinem achten Abschuss, war Hartmut Baldamus für den „» Pour le Mérite„ vorgeschlagen worden. Die Vergaberegeln wurden jedoch auf 20 Abschüsse geändert. Daher erhielt er – nach insgesamt 18 Abschüssen – den Orden schließlich doch nicht.
Am 14. April 1917 kollidierte Baldamus mit einem französischen Nieuport Scout, der von Corporal Simon geflogen wurde und starb beim Absturz seiner Maschine über St. Marie-à-Py im Alter von 25 Jahren.
Leutnant Hartmuth Baldamus wurde auf dem Johannis-Friedhof in Dresden beigesetzt.
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