(* 05. Januar 1891 in Münsterdorf/Schleswig-Holstein, + 09. November 1970 in Hamburg) war Jagdflieger im Ersten Weltkrieg. Er war der letzte deutsche Pilot des Ersten Weltkrieges, der mit dem Pour le Mérite ausgezeichnet wurde.
Karl (gen. Charly) Degelow wurde am 5. Januar 1891 in Münsterdorf geboren. Nach dem Abitur studierte er Chemie, ging in die USA und nahm dort eine Stelle in der Zementindustrie an.
Zu Kriegsbeginn kehrte er nach Deutschland zurück und meldete sich als Kriegsfreiwilliger beim Infanterie-Regiment 88 in Mainz. Als Infanterist machte er den Vormarsch und später die Wintermasurenschlacht im Osten mit. Auf diesem Kriegsschauplatz wurde er verwundet und nach seiner Gesundung zum Leutnant d.R. befördert. 1916 trat er zur Fliegertruppe über. 1917 wurde er nach der Ausbildung zum Flugzeugführer in Leipzig und Großenhain zu einer Aufklärungsabteilung an die Westfront versetzt und wurde im selben Jahr Jagdflieger. Nach seinem 5. Abschuss wurde er Führer der Jagdstaffel 40, die mit ihren schwarz-weiß gestreiften Fokkern und der Devise: "Immer ran auf Meter!" den Engländern an der Flandernfront schwere Verluste beibrachte. Mit 30 vom Kommandierenden General der Luftstreitkräfte anerkannten Abschüssen schloss Karl Degelow zunächst seine soldatische Laufbahn ab. Ihm wurde als letztem deutschen Jagdflieger am 9. November 1918 der Orden » Pour le Mérite verliehen.
Im Ersten Weltkrieg war Degelow Mitglied in den Einheiten FA(A) 216, Jasta 7, 36 und 40.
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Persönliche Kennung Hier die persönliche Kennung auf einem von Karl Degelow geflogenen Fokker D.VII Einsitzer-Doppeldecker aus dem Jahr 1918. Das Jagdflugzeug wurde u.a. auch von der Firma Albatros als Lizenzbau gefertigt. |
Nach 1918 wurde Degelow Mitbegründer des Hamburger rechtsgerichteten Zeitfreiwilligen-Korps. Beim Sturm auf das von Kommunisten besetzte Rathaus wurde er verletzt. Später schloss er sich der Wehrbewegung an.
In Stettin wurde Degelow Direktor einer Zementfabrik. Die Passion zur Fliegerei behielt er bei.
Hier bekannte Stationen in der Zeit des Naziregimes:
1938 wurde Degelow in der Luftwaffe der NS-Zeit zum Hauptmann d.R. befördert.
Karl Degelow starb am 9. November 1970 in Hamburg.
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