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(* 05. Juni 1891 in St. Blasien/Schwarzwald , + am 03. Juli 1917) trat nach dem Physikum in die Armee ein, wurde als Flugzeugführer an die Westfront beordert und starb als 26-Jähriger beim Absturz seiner Maschine.


Albert Dossenbach wurde am 5. Juni 1891 in St. Blasien im Schwarzwald geboren. Sein Vater war Gasthofbesitzer. Albert Dossenbach besuchte das Realgymnasium und studierte nach dem Abitur an verschiedenen Universitäten Medizin. Während dieser Zeit trat er in die Burschenschaft Alemania ein. Nachdem er in Jena das Physikum bestanden hatte, trat er am 1. April 1914 als Einjähriger beim Kaiser-Wilhelm-Füsilier-Regiment Nr. 90 in Rostock ein und rückte mit diesem Regiment als einfacher Soldat in den Krieg. Ausdrücklich hatte er darum ersucht, nicht als Sanitäts-Soldat eingeteilt zu werden.

Als einer der Ersten in der Armee unter den einfachen ("gemeinen") Soldaten erhielt er das Eiserne Kreuz II Klasse (EK II). Anlass: Er hatte seinen verwundeten Hauptmann bei Lüttich aus dem gegnerischen Feuer zurück getragen. Am 20. September 1914 wurde er nach der Eroberung einer französischen Batterie zum Unteroffizier befördert und erhielt das Eiserne Kreuz I. Klasse (EK I). Im Januar 1915 zum Leutnant befördert, meldete er sich Anfang 1916 von seinem Truppenteil weg zur Ausbildung als Flugzeugführer. Nach Ausbildung in Posen und Köln wurde er im Juni 1916 zur Fliegerabteilung 22 (1. Armee) an die Westfront kommandiert. Dort schoss er bis September 1916 zusammen mit seinem Beobachter, Oberleutnant Schilling, acht Gegner im Luftkampf ab. Beim Abschuss des achten Flugzeugs wurde seine Maschine in Brand geschossen, doch konnte er sie noch landen. Nach Heilung der Brandwunden setzte Dossenbach seinen Einsatz an der Westfront fort. Ende Dezember 1916 starb sein Beobachter Oberleutnant Schilling bei einem Luftkampf in seinem Flugzeug.

Am 11. November 1916 erhielt Leutnant Albert Dossenbach den Orden » Pour le Mérite. Seit Beginn 1917 gehörte er zur Jagdstaffel » Boelcke, wo er die Zahl seiner Abschüsse auf 14 erhöhte. Anschließend wurde er Führer der Jagdstaffel 36. Am 2. Mai 1917 erhielt er eine schwere Kopf- und Oberarmverletzung und kam ins Lazarett nach Weimar. Von hier aus sollte Dossenbach nach Berlin zur Inspektion der Fliegertruppen (Motorenfach) versetzt werden, doch beantragte er die Versetzung an die Front. Er schrieb seinen Eltern: „Hoffentlich komme ich an die Arras-Front und nicht mehr an die Aisne-Champagne; bei Arras ist mehr los!“

Zehn Tage, nachdem Dossenbach als Führer der Jagdstaffel 10 an die Front versetzt worden war, nach Abschuss eines Fesselballons, starb er beim Absturz seines Flugzeugs am 3. Juli 1917 in Flandern. Beim Schusswechsel mit vier englischen Flugzeugen geriet seine Maschine durch einen Schuss in den Benzintank in Brand und stürzte über Kortrijk ab. Dossenbach wurde in einiger Entfernung vom Flugzeug tot aufgefunden. In der Klosterkirche von Kortrijk (Courtrai) in Belgien wurde er aufgebahrt und nach Überführung am 11. Juli 1917 auf dem Militärfriedhof in Freiburg i.Br. beigesetzt. Albert Dossenbach starb im Alter von 26 Jahren.

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