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(* 03. Februar 1892 in Pottenstein/Bayern, + 21. August 1917 bei Frenzenberg) war als Jagdflieger an der Westfront eingesetzt, wurde in Lothringen abgeschossen, nie aufgefunden und gilt offiziell als vermisst.


Eduard von Dostler wurde am 2. Februar 1892 in Pottenstein (Fränkische Schweiz) geboren. Sein Vater war Obergeometer. Nach der Schulzeit in Hersbruck und Amberg trat Eduard von Dostler als Avantageur (Fähnrich/Fahnenjunker) in das 2. Pionierbataillon in Speyer ein. Nach Besuch der Kriegsschule wurde er am 1. Oktober 1910 aktiver Leutnant. Bald darauf zum 4. Pionierbataillon nach Ingolstadt versetzt, verdiente er sich hier durch Errettung zweier Soldaten aus der Donau die Rettungsmedaille des Deutschen Kaisers.

Zu Kriegsbeginn rückte er mit diesem Truppenteil an die Front. Am 5. März 1915 erhielt er das Eiserne Kreuz 1. Klasse (EK I). Von Dostler war vor allem beim Bau von Minenstollen und dem Abhören des Gegners in bis zu 10m Tiefe unter den Schützengräben eingesetzt.

Am 6. Februar 1916 wurde seine Bewerbung zur Fliegertruppe genehmigt. Er wurde der Fliegerschule Schleißheim zugewiesen. Sein erster größerer Überlandflug führte ihn am 3. Mai 1916 nach Amberg. Anfang Juli 1916 wurde von Dostler der bayerischen Flieger-Ersatzabteilung (FEA) zugeteilt, danach den Schutzstaffeln 27 und 36. Der erste Abschuss - zusammen mit seinem Beobachter (seinem Franz) Leutnant Hans Böes bei der Schutzstaffel 27 (Schwandtner) - traf am 17. Dezember 1916 bei Bezonvaux (Verdun) einen Nieuport. Nach Angaben der deutschen Geschwaderleitung und analog zu französischen Pressemeldungen war der Pilot der bekannte französische Capitaine Robert de Beauchamp, der die Bombenflüge nach Essen und München und 1915 zum damaligen Hauptquartier des Kaisers in Mezieres unternommen hatte.

Am 17. Dezember 1916 schoss Eduard von Dostler bei der Kasta 36 sein erstes generisches Flugzeug ab und wurde danach zur » Jasta 13 versetzt. Im April 1917 wurde von Dostler Führer der Jagdstaffel 34 in Mars la Tour und danach zur Jagdstaffel 6 des Jagdgeschwaders Richthofen versetzt, die bei der IV. Armee eingesetzt war. Sein Nachfolger in der Führung der Jagdstaffel 34 wurde der bayerische Fliegerleutnant » Robert Ritter von Greim. Bei der Jagdstaffel 6 bestritt von Dostler zusammen mit Leutnant Adam viele Luftkämpfe. Am 7. Juli 1917 wurde bei Deulemont zwischen den Linien von Dostlers 14. Abschuss, einer Sopwith, registriert, am 13. Juli 1917 der 17. und 18. Abschuss. In 1917 schoss von Dostler 25 (von insgesamt 26) Flugzeugen ab. Er erhielt mit dem Militär-Max-Josef-Orden und am 9. August 1917 dem » Pour le Mérite die höchsten bayerischen bzw. preußischen Orden.

Am 21. August kehrte Oberleutnant von Dostler von einem Jagdflug nicht mehr zurück. » Richthofen ließ intensiv, aber vergeblich nach ihm suchen. Seine Absturzstelle wurde irgendwo zwischen den Linien vermutet. Nachrichtlich teilten die Engländer (Royal Flying Corps) mit, dass Oberleutnant Eduard Ritter von Dostler abgestürzt sei, aber weitere Angaben nicht gemacht werden könnten. Es sei lediglich bekannt, dass am 21. August 1917 um 12 Uhr ein deutsches Flugzeug in der Gegend von Frezenberg/Lothringen durch einen englischen Piloten zum Absturz gebracht worden sei. Fünf Monate später wurde » Max Ritter von Müller von Dostlers Nachfolger. Offiziell gilt Eduard Ritter von Dostler als vermisst.


Siehe auch:
» Datenbank der Jagstaffel 13

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Kommentar: 2 von Reinhard Kastner erstellt am : 11.05.2010 14:33 gespeichert
Hallo nochmals,
mir sind noch weitere inhaltliche Fehler aufgefallen.
Dostler wurde nicht der Schutzstaffel 27b zugeteilt sondern der bayer. Kampfstaffel 36 des bayer. Kampfgeschwaders 6 der Obersten Heeresleitung. Er wurde am 26. Dezember 1916 zum Armee-Flug-Park von Strantz (AFP von Strantz) versetzt und kam am 29. Dezember 1916 zur Jasta 13.
Dostler erhielt erst nach seinem Tod rückwirkend den Max-Joseph-Orden der den Adelstitel "von" beinhaltete.
Max Müller, der spätere "von Müller" wurde nicht Nachfolger Dostler's - auch nicht nach 5 Monaten denn da war Müller schon tot (9. Januar 1918). Auch war der spätere von Müller nicht bei der Jasta 6 sondern bei der Jasta 28 und Jasta Boelcke.
Kommentar: 1 von Reinhard Kastner erstellt am : 16.09.2009 15:17 gespeichert
Hallo Herr Dittmann,
Dostler ist nicht in Lothringen gefallen sondern in Flandern.

Herzliche Grüße
R. Kastner
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