(* 25. Juni 1886 in München, + 7. Oktober 1969 in München) war als Feldflieger während der Kriegsjahre an der Westfront eingesetzt. 1922 gelang ihm die spektakuläre Landung auf dem Schneefeld des Zugspitzplatteaus.
Leutnant Franz Hailer
Franz Hailer wurde am 25. Juni 1886 in München geboren. Seine Mutter Therese war mit seinem Vater Josef, einem Standesbeamten, verheiratet.
Nach seiner Schulausbildung absolvierte Franz Hailer den Militärdienst und wurde Offizier. Am 1. Juli 1911 meldete er sich als Leutnant des 8. Infanterie Regiments nach Döberitz zur Ausbildung als Flugzeugführer. In den Folgejahren beteiligte er sich erfolgreich an diversen Flugwettbewerben. Bei Beginn des 1. Weltkriegs wurde er als Flugzeugführer bei der bayerischen Feld-Flieger-Abteilung 3 eingesetzt. Am 9. August 1914 wurde Hailer, nun Oberleutnant, zum Kommandeur der bayerischen Militär-Flieger-Schule (bMFS) ernannt und nach Schleißheim zurück beordert.
Ab 13. April 1915 wurde er Abteilungsführer der bayerischen Feld-Flieger-Abteilung 1 (bFFA 1) und später nach Metz als Führer des Armee-Flugparks „von Strantz“ zurück versetzt. Am 30. Mai 1915 wurde er Abteilungsführer der neu formierten bayerischen Feld-Flieger-Abteilung 9 (bFFA 9). Nach Verlegung der bFFA 9 an die Westfront blieb er bis Juni 1916 bei der Abteilung und übernahm die Leitung der bayerischen Militär-Flieger-Schule 3. Danach wurde er, zum Hauptmann befördert, Führer der Militär-Flieger-Schule I in Schleißheim. Ab 22.1.1917 war er Kommandeur der bayerischen Flieger-Abteilung (A) 292 und wurde bei den Stellungskämpfen im französischen Flandern und bei der Schlacht bei Armentieres eingesetzt. Mitte 1918 bis zum Ende des 1. Weltkriegs erhielt er verschiedene Kommandos bei der bayerischen Flieger-Ersatz-Abteilung I Schleißheim (bFEA 1).
| v.l.n.r.: Hauptmann Stadelmeyer (oder Stadelmeier ?), Oberleutnant König, Franz Hailer, Lt. Schlemmer |
Nach dem Krieg, am 1. Januar 1920, wurde Franz Hailer mit der Führung der Polizeifliegerstaffel I beauftragt. Später wurde er Leiter die Flugüberwachungsstelle Schleißheim. Am 19. März 1922 gelang ihm mit einer Rumpler C.I (D 98) zusammen mit Theo Rockenfeller, dem Vorkriegsflieger und Konstrukteur bei den Rumpler- Flugzeugwerken und dem bekannten Fliegerfotografen Willi Ruge als Begleiter, im zweiten Anlauf eine spektakuläre Landung auf dem Schneefeld des Zugspitzplatteaus ca. 200 m unterhalb des Zugspitzgipfels.
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Gedenktafel auf der Zugspitze Am 19. März 1922 hat der bayrische Fliegerhauptmann Franz Hailer mit Rumpler Doppeldecker D98 auf dem Schneeferner die erste Landung ausgeführt. Dem Helden zu Ehre. Der Technik zum Ruhme. Die bayrische Fliegertraditionskopagnie. Als Fluggäste begleiten ihn, um den Flug im Film festzuhalten, der Fliegerfotograf Willi Ruge und Theo Rockenfeller, Vorkriegsflieger und Konstrukteut bei Rumpler, der durch seine Filme „Luftfahrt ist Not“, „Flieger“ und „Aeolus“ in Wort und Schrift viel zur Wiedererweckung der deutschen Sportfliegerei beigetragen hat. |
Weitere Einzelheiten, wie Abschüsse, Ordensverleihungen und Lebensverlauf im Zweiten Weltkrieg sind hier nicht bekannt. Für die Bekanntgabe weiterer Infos kann das » Forum genutzt werden.
Franz Hailer starb am 7. Oktober 1969 in München und wurde dort beigesetzt.
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