(* 07. August 1888 in Nieheim, + 27. Juli 1963 in Köln) war deutscher Flugzeugführer im Ersten Weltkrieg und kommandierte zeitweilig die Jagdstaffel 20.
Ein Portrait von Gastautor Klaus Pape.
Hauptmann Friedrich („Fritz“) Heising wurde am 7. August 1888 als Sohn des Bürgermeisters von Nieheim Franz Heising und seiner Frau Elisabeth geboren. „Fritz“ besuchte das Gymnasium Theodorianum in Paderborn, trat 1908 in das Infanterie-Regiment 15 in Minden ein, besuchte die Fähnrichsschule in Neissen und wurde 1909 zum Leutnant befördert. 1911 erwarb er eine Lizenz als Freiballonführer und wurde bereits 1912 in die Fliegertruppe versetzt. Er war in Metz, Gotha, Jüterbog und Köln stationiert, nahm am Prinz-Heinrich-Flug von 1914 teil.
Bei Beginn des Ersten Weltkrieges war Fritz Heising Mobilmachungsoffizier des Fliegerbataillons 3 und zog als Flugzeugführer mit der Fliegerabteilung 10 ins Feld. Am 16. September wurde er zwischen 15 und 16 Uhr zusammen mit seinem Beobachter Leutnant Sieler über Suippes in den Argonnen von einem feindlichen Eindecker bedrängt und dann von einem Doppeldecker mit MG angegriffen. Heising erhielt einen Durchschuss durch die Hand, konnte aber seine Maschine trotz heftiger Bodenabwehr noch zu seiner Abteilung zurückbringen, wo er anschließend 25 Einschüsse in seinem Flugzeug zählte. 1915/16, inzwischen mit dem Eisernen Kreuz I. und II. Klasse ausgezeichnet, kam er zum Kampfgeschwader IV und wurde Führer der Kampfstaffel 23 bei Verdun, wo er an den Bombenangriffen gegen Verdun, St. Dizier, Chalons und Reims und an der Somme gegen die großen britischen Munitionslager teilnahm.
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Friedrich Heising (links neben Propeller stehend). (Foto: via Klaus Pape)
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Rumpler C.I von Friedrich Heising bei der Kampfstaffel 23. (Foto: via Klaus Pape)
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Im Herbst 1916 übernahm er kurzzeitig das Kommando der Jagdstaffelschule in Valenciennes, wurde dann aber Führer der Jagdstaffel 20 an der Somme und in Flandern. Zeitweise diente er Prinz Heinrich von Hohenzollern, dem flugzeugbegeisterten Bruder des Kaisers, als Ordonnanzoffizier, dann als Kommandeur der Flugschulen in Fuhlsbüttel und Golm und übernahm schließlich die Führung des Armeeflugzeugparks 17.
Nach Kriegsende flog er im Grenzschutz beim Bombengeschwader Ost, dann beteiligte er sich im Ruhrgebiet bei Oberhausen und Elberfeld in den Freikorps Severin und Hacketau bis zur Internierung durch britische Besatzungstruppen im Rheinland an den Kämpfen gegen kommunistische Erhebungen. In den 20er Jahren war Heising als Leitender Angestellter der Firma Koppers in Essen tätig. Danach ließ sich Fritz Heising beim Aufbau der Luftwaffe reaktivieren und diente zuletzt im Rang eines Generalmajors. Friedrich Heising starb am 27. Juli 1963 in Köln.
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| Kommentar: 1
von Buddecke erstellt am : 24.10.2010 18:51
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 Foto zeigt Heising als Staffelführer der Jasta 20.
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