(* 18. Februar 1882 in Murau / Östereich, + xx.xx.1945 in ?) war Zweisitzer-Pilot bei der österreichisch-ungarischen k.u.k. Luftfahrtruppe und schoss zehn gegnerische Flugzeuge und zwei Ballone ab.
Ein Portrait von Gastautor Rainer Absmeier.
Adolf Heyrowsky war der Sohn eines Wildhüters. Er ging zunächst als Kadett zur Militärakademie in Prag und wurde dort 1902 als Hochschulabsolvent entlassen. Als Offiziersstellvertreter kam er danach zum 90. Österreich-ungarischen Infanterieregiment und wurde dort im Mai 1904 zum Leutnant, sechs Jahre später zum Oberleutnant befördert. 1912 meldete er sich freiwillig zur Luftschiffer-Abteilung und wurde der Pilotenschulung zugeteilt.
Zu Beginn des Ersten Weltkrieges, kam er mit der Fliegerkompanie 2 an die serbische Front und flog dort zahllose Aufklärungsflüge. Für einen Bombenangriff auf eine serbische Pontonbrücke, erhielt er die "Bronzene Militärverdienstmedaille". Im November 1914 wurde ihm das Kommando über die Fliegerkompanie 9 (Flik 9) übertragen, die zu dieser Zeit an der serbischen Front lag. Im Februar und März 1915 schoss er je einen Ballon bei Belgrad ab, für die er mit dem Orden "Eiserne Krone 3. Klasse mit Kriegsdekoration und Schwertern" ausgezeichnet wurde. Mittlerweile zum Hauptmann befördert übernahm Heyrowsky im August 1915 das Kommando der neuen Fliegerkompanie 12 (Flik 12), die hinter der » Isonzo-Front an der nordöstlichen Seite Italiens aufgestellt war. Er blieb bis Anfang 1916 bei der Fliegerkompanie 12 (Flik 12), bis er die Führung der neu aufgestellten Fliegerkompanie 19 (Flik 19) in Haidenschaft, ebenfalls hinter der Isonzo-Front, übernahm. Unter seiner Führung wurde die Fliegerkompanie 19 (Flik 19) eine der bekanntesten Österreich-ungarischen Zweisitzer-Abteilungen mit Flugzeugführern, wie z.B. » Benno Fiala-Fernbrugg, » Stefan Fejes, Franz Rudorfer, Alexander von Tahy, Ludwig Hautzmayer und Josef Purer.
Am 04. Mai 1916 schoss Adolf Heyrowsky in seiner bevorzugten Maschine, der Hansa-Brandenburg C.I den italienischen Zeppelin M4 in Brand. Nach einigen Episoden unklarer Begebenheiten, meldete sich Heyrowsky während der 5. und 6. » Isonzo-Schlacht freiwillig zur Infanterie und kommandierte die 16. Feldkompanie des Infanterie-Regiments Nr. 27. Am 10. August 1916 schoss er in einem Fokker-Eindecker ein italienische Voisin und fünf Tage später, wieder in seiner Brandenburg C.I, eine weitere Voisin ab. Die nächsten beiden Gegner schoss er im Dezember 1916 während der 10. Isonzo-Schlacht ab. Erst im April 1917 folgte eine weitere Nieuport. Die letzten vier Abschüsse tätigte er zusammen mit Oblt. Mauser zwischen dem 15. Mai und dem 26. Juni 1917. Im Oktober 1917, nachdem er zum dritten Mal selber abgeschossen wurde, zog man Heyrowsky vom fliegenden Dienst ab und setzte ihn als Stabsoffizier der Luftstreitkräfte bei der 2. Armee ein. Im März 1918 wurde er Verbindungsoffizier bei Generalleutnant » Ernst von Hoeppner, der die deutschen Luftstreitkräfte befehligte. Während dieser Zeit flog Heyrowsky mehrere Bombenangriffe mit dem Bombengeschwader der Obersten Heeresleitung (Bogohl 6 und 12) auf französische Städte und einen Bombenangriff der Riesenflugzeugabteilung 5 auf Dover. Zwischenzeitlich nahm er an den letzten Schlachten an der Piave (italienische Front) teil und kehrte bei Kriegsende nach Deutschland zurück.
Im Zweiten Weltkrieg diente Adolf Heyrowsky als Oberst bei der deutschen Luftwaffe. Er starb 1945 im Alter von 63 Jahren kurz vor seiner Beförderung zum Generalmajor.
Siehe auch:
» K.u.K. Flieger im Ersten Weltkrieg
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