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(* 30. März 1894 in Bremen, + 24. Mai 1917 über Neuvireuille) war deutscher Jagdflieger bei der Jagdstaffel 11 unter der Führung von Manfred von Richthofen und schoss drei gegnerische Flugzeuge ab.

Ein Portrait von Gastautor Rainer Absmeier.

Hans Hinsch war das einzige Kind der Eheleute Ferdinand und Anni Hinsch. 1913 legte er in der Oberrealschule in Bremen das Abitur ab. Danach absolvierte er eine praktische Ausbildung im väterlichen Unternehmen, der „Engelhardt & Förster Wäschereimaschinen GmbH.

Bei Beginn des Ersten Weltkrieges meldete sich Hinsch freiwillig beim Pionier-Bataillon Nr. 10 in Minden / Westfalen. Nach abgeschlossener Grundausbildung zog er mit seiner Einheit im November 1914 an die Westfront und kam nach Orainville in der Nähe von Reims in der Champagne. Hier zog er sich eine Verletzung an der rechten Hand zu, die mehrmals operiert werden musste. Im Frühjahr 1915 wurde das Bataillon an die Ostfront nach Galizien verlegt und unterstützte zunächst die Kämpfe südlich von Krakau. Im Mai 1915 nahm Hinsch an der Schlacht von Gorlice-Tarnow teil und unterstütze die 19. Infanterie-Division bei der Überschreitung des Flusses San. Anfang Juni 1915 beteiligte sich das 10. Pionier-Bataillon bei der Eroberung des Brückenkopfes bei Jaroslau. Im Juli 1915 meldete er sich bei der Fliegertruppe und begann seine Ausbildung in Berlin-Johannisthal. Ende Oktober 1915 wurde Hinsch, zur Vollendung seiner Ausbildung zum Flugzeugführer, zur Fliegerersatzabteilung in Darmstadt kommandiert. Er blieb dort bis zum Juni 1916 und machte dort am 4. Juni 1916 auf einer LVG einen Bruch. Kurz danach wurde Hinsch als Flugzeugführer zur Kampfstaffel 25 des Kampfgeschwaders V kommandiert. Diese lag in Autrecourt und er flog dort Einsätze auf Rumpler-Zweisitzern. Im September 1916 musste er dort, nachdem der Motor aussetzte, in einer Kornhecke notlanden und überschlug sich mit seiner Maschine. Am 3. November 1916 schoss Hans Hinsch mit seinem Beobachter Viereck das erste gegnerische Flugzeug ab. Es handelte es sich um eine Caudron der Escadrille C.220. Die Maschine stürzte nachmittags gegen 15:20 Uhr südöstlich Bapaume auf alliierter Seite der Front ab. Die Besatzung, Sgt. Rene Levarlet und Capt. Pierre Gardet, wurden verwundet und überlebten. Ende Dezember 1916 zog die Kasta 25 nach Villers-Outréaux, etwa 16 Kilometer südlich von Cambrai und blieb dort bis Ende Februar 1917 bei der 1. Armee. Zuvor wurde die Kasta 25 am 1. Januar 1917 in die Schutzstaffel 7 umgewandelt. Ihre Aufgabe war es nun, der Begleitschutz der Flieger-Abteilung (A) 233 (FAA 233) zu sichern.

Die Jagdstaffel 11 auf der Gartentreppe vor Schloss Roucourt im April 1917.
[vorne v. l. n. rechts]: Georg Simon, » Kurt Wolff, » Manfred von Richthofen, Albrecht von Richthofen, » Constantin Krefft, Hans Hinsch. [hinten v. l. n. rechts]: » Karl Allmenröder, » Lothar von Richthofen, Wolfgang Plüschow, von Hartmann (OzbV)  


Anfang Februar 1917 wurde Hinsch zum Offizier-Stellvertreter und am 9. März 1917 zum Leutnant befördert. Am 1. April 1917 wurde er dann zur Jagdstaffel 11 versetzt, die von » Manfred von Richthofen geführt wurde. Am 9. April 1917 machte Hinsch seinen ersten Frontflug und am 13. Mai 1917 schoss er seinen ersten Gegner als Jagdflieger ab. Es war Sgt. W. H. Dunn von der 29. Squadron, der in seiner Nieuport über Fresnes abgeschossen und gefangen genommen wurde. Zehn Tage später schoss Hinsch seinen drittes Flugzeug ab. Der Pilot, F/S/Lt. H. A. Pailthorpe von der der 8. Squadron des RNAS wurde dabei in seinem Sopwith Triplane getötet. Nur einen Tag später wurde Hinsch selber von dieser Einheit abgeschossen und fiel im Luftkampf. Als die Jasta 11 über Izel eine Formation von Sopwith ½ Strutter der 43. Squadron angriff, wurden sie von einem Sopwith Triplane der 8. Naval Squadron gestört. Im gefolgten Luftkampf wurde Hinsch in seiner Albatros D.III 2216/16 vom Führer dieser Squadron, Flight Commander C. D. Booker abgeschossen und schlug bei Neuvireuille auf dem Boden auf. Es war Bookers 24. Abschuss. Hans Hinsch wurde auf dem Dorffriedhof in Roucourt begraben.

Mein lieber Hans - Feldbriefe einer Mutter 1914-1917
von Thorsten Pietsch

Das Buch basiert auf den über 120 Briefen, die die Mutter von Hans Hinsch an ihren Sohn schrieb und gibt einen persönlichen Einblick in diese Zeit sorgenden Mutter, die ihrem - bei Kriegsausbruch 1914 gerade 20-jährigen Sohn - regelmäßig Briefe schrieb. An einigen Stellen, wurden erklärende Texte eingefügt, die die Zusammenhänge und Umstände verdeutlichen.

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Kommentar: 1 von Joop Peeters erstellt am : 17.06.2010 18:30 gespeichert
Hans Hinsch wurde nach 1918 aus Roucourt umgebettet. Er ruht jetzt auf der Kriegsgräberstätte Neuville-St. Vaast (Frankreich) Endgrablage: Block 10 Grab 525.
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