(*29. Dezember 1888 in Stanisic nahe Sombor, heute: Serbien, + xx.xx.1982 in Belgrad) war Flugzeugführer bei der Österreichisch-Ungarischen k.u.k Seefliegertruppe und versenkte 1916 ein französisches U-Boot ab.
Ein Portrait von Gastautor Rainer Absmeier.
Dimitrije Konjovic besuchte das Gymnasium in Sombor und danach die Marineakademie in Rijeka. Im Lauf des Ersten Weltkrieges war er Pilot bei der Österreichisch-Ungarischen Seefliegertruppe und zeichnete sich dort mehrfach aus. Unter Anderem versenkte er am 15. September 1916 ein französisches U-Boot. Dies ereignete sich wie folgt:
Am 15. September 1916 erfuhr Leutnant Konjovic, Kommandant der k.u.k. Seeflugstation in Bocche di Cattaro (Albanien) von seinem Beobachter, dass er zehn Seemeilen vor Castellastua, ein unter Wasser fahrendes U-Boot gesichtet habe. Konjovic ließ sofort seine Maschine L132 und L135 (beide Lohner-Flugboote des Types TI) von Leutnant Zelezny mit je zwei schweren und vier leichteren Bomben beladen. Nach längerem Kreisen über der gemeldeten Stelle entdeckte der Beobachter Leutnant Freiherr von Klimburg von L135, das getauchte U-Boot. Aus etwa 200 Meter Höhe wurden zwei 50 Kg Bomben mit Verzögerungszünder abgeworfen, die etwa sieben Meter von Bug und Heck entfernt, einschlugen. Doch außer einem Ölfleck konnten die Piloten keinen Treffer feststellen. Erst vierzig Minuten später tauchte das U-Boot auf und die Flugzeuge setzten zum Sturzflug an, ehe sie bemerkten, dass vom U-Boot aus geschossen wurde. Die beiden Piloten warfen zur Warnung noch zwei leichte Bomben ab und winkten der U-Boot-Besatzung zu, damit diese sah, dass man die Matrosen selbst nicht angreifen wolle. Plötzlich hebt sich das Heck des U-Bootes, bevor es schließlich in den Fluten versank. Als man die Besatzung aus dem Meer rettete, erfuhren die k.u.k.-Flieger, dass sie das französische U-Boot „Foucauld“ versenkt hatten. Anschließend übernahm das Torpedoboot „100 M“ die Geretteten. Konjovic wurde für die Rettung im Jahr 1968 von der französischen Regierung mit einem Diplom für Tapferkeit, Humanität und Barmherzigkeit geehrt. Im Jahr 1918 war Konjovic aktiv an der Übernahme der Österreichisch-Ungarischen Kriegsmarine in Boka Kotorska von Seiten der Kriegsmarine des Königreichs Serbisch-kroatisch Slowenien beteiligt.
Nach dem Krieg war Dimitrije Konjovic bis 1923 beim Oberkommando der Kriegsmarine in Novi Sad tätig. Im Herbst 1923 war er Mitbegründer und Organisator der ersten jugoslawischen und balkanischen Flugzeugfabrik mit der Bezeichnung IKARUS und war fast 20 Jahre Direktor dieser Firma und einer der wichtigsten Aktionäre. In den Anfangsjahren war er selbst Testpilot der ersten Flugzeugmodelle, die von IKARUS produziert wurden und flog jedes produzierte Flugzeug selber.
Konjovic bewies sich als fähiger Industrieunternehmer und war einer derjenigen, die für die Entwicklung der Fabrik im Vorkriegszeitraum des Zweiten Weltkriegs am meisten beigetragen hat.
Dimitrije Konjovic war zwei Mal vereiratet und hatte vier Kinder. Er starb im Jahr 1982 in Belgrad.
Siehe auch:
» K.u.K. Flieger im Ersten Weltkrieg
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