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(* 22. Januar 1891 in Berlin, + 23. August 1960 in Hamburg) war deutscher Jagdflieger im Ersten Weltkrieg und übernahm 1918 die Leitung des Jagdgeschwaders 3.


Bruno Loerzer wurde am 22. Januar 1891 in Berlin-Friedrichshein geboren. Nach seiner Gymnasialzeit am Königlichen Realgymnasium zog er nach Mühlhausen ins Elsaß, um als Fahnenjunker ins Badische Infanterie-Regiment 112 einzutreten.

Nach Besuch der Kriegsschule in Potsdam kehrte er Anfang 1915 als Leutnant zu seinem Regiment zurück. Hier durfte Loerzer erstmals als Passagier des bekannten Fliegers Viktor Stöffler auf einer Aviatik mitfliegen und lernte so das Fliegen kennen.

Er meldete sich voller Begeisterung zur Fliegertruppe und wurde zur Fliegerschule Holsheim bei Mühlhausen abkommandiert. Nach erfolgter Ausbildung kam er in die neue Fliegerschule in Freiburg i.Br. Nach kurzer Fortbildung wurde Loerzer zur Feldfliegerabteilung (FFA) 25 beordert. Danach wurde er im Sommer 1915 bei den Fokker-Werken in Schwerin zum Kampfeinsitzerflieger ausgebildet. Im März 1916 hatte er seinen ersten Abschuß. Mit ihm fliegt auch sein Bruder, Fritz Loerzer, der als Theologiestudent den Beinamen „der fliegende Pastor“ führte. Fritz wurde nach 11 Luftsiegen abgeschossen und kam in englische Gefangenschaft. Nach dem Krieg wurde er Probst in Brandenburg.

Bruno Loerzer vor seiner Albatros D.Va bei der Jagdstaffel 26. 


Als Oberleutnant erhielt Bruno Loerzer im Januar 1917 den Auftrag eine neue Jagdstaffel aufzustellen. » Hermann Göring, Walter Blume und sein Bruder Fritz sind die ersten Piloten der Jagdstaffel (Jasta) 26. Nun beginnt Bruno Loerzers erfolgreicher Kampfeinsatz in der Luft. Nach dem 20. Abschuß erhält er im Februar 1918 den » Pour le Mérite und wird nun Kommandeur des III. Jagdgeschwaders. Die vier Staffeln „Boelcke“, 26, 27 und 36, unter ihren Führern » Carl Bolle, Bruno Loerzer, » Hermann Göring und » Heinrich Bongartz vereinigte dieses erfolgreiche Geschwader. Hindenburg hat telegrafisch an Loerzer telegrafiert und ihm und seinen Leuten vollste Anerkennung ausgesprochen.

Als der Krieg zu Ende ging, hatte Hauptmann Loerzer 44 Luftsiege erzielt und erreicht, dass die eigenen Verluste so gering wie möglich blieben. Seine drei Staffelführer des 3. Geschwaders sind alle lebend in die Heimat zurückgekehrt.

Bruno Loerzer kämpfte nun weiter in der Eisernen Division, die von Major Bischoff im Baltikum befehligt wurde und in der zeitweise auch Hauptmann Berthold mit seiner „Eisernen Schar“ kämpfte.

Als der deutsche Luftverkehr seine ersten schüchternen Versuche unternahm, war Loerzer als Pilot des Sablatnig-Flugzeugbaues tätig. Aber die Zeit war noch nicht reif dazu. Mißerfolge stellten sich ein und so zog Loerzer sich von der Fliegerei zurück und trat als Auftrags-und Kurierflieger in die Hamburger Zigarrenfabrik "Loeser & Wolff" seines alten Kriegskameraden » Jacob Wolff ein.

Als 1925 der "Deutsche Rundflug" stattfand, flog Bruno Loerzer den zweimotorigen Daimler-Hochdecker L 19 und siegte in seiner Klasse. Danach wurde Loerzer zum Präsidenten des Deutschen Luftsport-Verbandes ernannt und wurde damit Führer des Deutschen Luftsports. Sein besonderes Anliegen war, die Jugend für den Luftsport zu gewinnen und zu begeistern.

Im Zweiten Weltkrieg war Bruno Loerzer zunächst Kommandeur eines Jagdgeschwaders, dann als Generalmajor Inspekteur der Jagdflieger und später Kommandeur der Fliegerdivision 2 (Dresden). Am 19. Juli 1940 wurde er General der Flieger. Im Februar 1943 wurde er dann von » Hermann Göring unter Beförderung zum Generaloberst zum Chef des Luftwaffenpersonalamts und Chef der personellen Rüstung und der NS-Führung der Luftwaffe ernannt, eine Stellung, mit deren Pflichten Loerzer weit überfordert war. Am 20. Dezember 1944 wurde er daher seines Kommandos enthoben, in die Führerreserve versetzt und schließlich am 29. April 1945 entlassen.

Über das weitere Schicksal von Bruno Loerzer, liegen hier keine weiteren Erkenntnisse vor.

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Kommentar: 1 von Joop Peeters erstellt am : 20.08.2009 14:49 gespeichert
Bruno Loerzer ist am 23.08.1960 in Hamburg verstorben und ist beerdigt auf Friedhof Hamburg-Nienstedten.
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