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(* 19. Januar 1886 in der Oberförsterei Grünheide bei Obornik/Posen/heute Polen; + 17. Mai 1980 in Heidelberg) war Flieger im Ersten Weltkrieg, wurde dann Polizist und später Beamter im nationalsozialistischen Reichsluftfahrtministerium.

Albert Mühlig-Hofmann wurde am 19. Januar 1886 in Grünheide in der dortigen Oberförsterei geboren. Über Elternhaus und Schulausbildung ist hier nichts bekannt.

Er trat im Oktober 1904 als Fahnenjunker in das 14. Jäger-Bataillon ein, wurde Kompanie-Offizier und blieb dort bis zum 30. September 1912. Danach meldete sich Mühlig-Hofmann bei der Fliegerstation in Straßburg und bestand noch im selben Jahr die Flugzeugführerprüfung. Als Fluglehrer bildete er bis zum 31. Juli 1914 angehende Piloten beim 2. Flieger-Bataillon aus. Am 13. Mai 1915 wurde Albert Mühling-Hofmann Führer der Feldflieger-Abteilung 38 (FFA 38). Bei dieser Einheit flog er bis zum 15. Juli 1916 verschiedene Kampfeinsätze. Vom 1. Januar 1917 bis 12. Juni 1918 war er Kommandant der Abteilung A der Feldausrüstungs-Meisterei. Nach einer kurzzeitigen Versetzung zum Armee-Flugpark 18 wurde Mühlig-Hofmann vom 21. Juni 1918 bis 27. November 1918 Leiter der Flieger-Abteilung (A) 219 (FAA 219).

Nach der Demobilisation wurde Mühlig-Hofmann im Januar 1919 Leiter des 414. Flugbataillons bei den kaiserlichen Luftstreitkräften. Am 31. Januar 1920 verließ er den Militärdienst. Bis 31. März 1923 folgte der Polizeidienst bei der Schutzpolizei Stettin. 1926 wurde Mühlig-Hofmann Direktor der Rumpler Luftverkehr AG. Nach Beratungstätigkeit im Reichsverkehrsministerium bereits ab 1924 wurde er 1926 leitender Beamter in der Luftfahrtabteilung dieses Ministeriums.

Hier bekannte Stationen in der Zeit des Naziregimes:
Am 1. Februar 1933 wurde er als Ministerialdirigent in das neue Reichsluftfahrtministerium des Naziregimes übernommen. Ab 1935 vertrat er das RLM als Aufsichtsrat bei der Deutschen Zeppelin Reederei. Es folgten Stationen im Training von Aufklärern (1937), als Leiter der Abteilung für Luftfahrtangelegenheiten im RLM (1939) und als Kommandeur der Flugzeugführer-Ausbildung (1939/40). 1938 organisierte er, dass der deutschen Antarktis-Expedition das Katapult-Schiff „Schwabenland“ und zwei Dornier Wal J II-Flugboote zur Verfügung gestellt wurden. Das bei der Expedition entdeckte Gebirge in der Ostantarktis wurde nach ihm „Neuschwabenland Mühlig-Hofmann-Gebirge“ genannt. 1940 wurde Mühlig-Hofmann Amtsgruppenleiter im RLM im Rang eines Generalleutnants. Von Mai 1945 bis 1947 war er in Kriegsgefangenschaft. Später wurde er Vorsitzender der Gemeinschaft „Alte Adler“, einer Gruppe von Fliegern, die vor Kriegsbeginn 1914 ihre Fluglizenz erworben hatten.

Über den weiteren Lebensweg von Albert Mühlig-Hofmann bis zu seinem Tod am 17. Mai 1980 ist hier nichts bekannt.

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