(* 23. Januar 1898 in Carlsruhe bei Marlow in Mecklenburg; + 11. Mai 1928 in Arco, Italien) war im Ersten Weltkrieg zunächst Soldat in einem Artillerieregiment und später als Jagdflieger an der Ostfront. Nach dem Krieg arbeitete er als Fluglehrer in der Verkehrsfliegerei.
Ulrich Neckel wurde am 23. Januar 1898 in Carlsruhe/Mecklenburg geboren. Sein Vater war Rittergutsbesitzer und lebte später in Güstrow. Ulrich Neckel besuchte das Leibniz-Gymnasium in Berlin und nach dem Umzug das Realgymnasium in Güstrow.
Foto: Werner Dittmann
Kurz nach bestandener Abschlussprüfung meldete er sich bei Kriegsbeginn als Freiwilliger beim Holsteiner Feld-Artillerie-Regiment Nr. 24 in Güstrow. Neckel nahm an den Kämpfen in Russland, Serbien und am Schwarzen Meer teil. Auf mehrmaliges Gesuch wurde er von dort aus im November 1916 zur Ausbildung als Flugzeugführer abkommandiert, die er bis zur Feldpilotenprüfung bei den Rumpler-Werken in Müncheberg bei Berlin erhielt. Überlandflüge, Luftgefechtsübungen und Fotoflüge machte er von Gotha aus.
Im Mai 1917 kam Neckel zur Fliegerabteilung 25 an die Ostfront, im September zur Jasta 12. Bereits im Mai schoss er 2 Flugzeuge ab. Unteroffizier Neckel wurde zum Vizefeldwebel und im Juni 1918 zum Leutnant befördert. Nachdem er 20 weitere feindliche Flugzeuge abgeschossen hatte, wurde er mit der Führung der Jasta 19 und später mit der Führung der Jasta 6 im Richhofen-Geschwader beauftragt. Nach verschiedenen Auszeichnungen, wie dem Hohenzollern-Hausorden, erhielt er am 8. November 1918 nach dem 30. Abschuss gegen Kriegsende den Orden » Pour le Mérite.
Foto: Werner Dittmann
| Ulrich Neckel als Staffelführer der Jasta 6 vor einem seiner quer gestreiften Fokker D.VII |
Nach dem Krieg betätigte sich Ulrich Neckel als Kaufmann und wurde später Fluglehrer bei der Deutschen Verkehrsfliegerschule in Staaken. Mit einem Sportflugzeug machte er Tourenflüge und erzielte bei größeren Flugveranstaltungen, z.B. in Bremen und Braunschweig, verschiedene Preise. Ein im Krieg zugezogenes Nierenleiden zwang ihn zur Aufgabe der Fliegerei. Zwecks Erholung hielt er sich in der Schweiz, zeitweise in Arosa, später in Italien auf. Am 11. Mai 1928 starb Ulrich Neckel dort an den Folgen einer Tuberkulose. Nach Deutschland überführt, wurde er auf dem Invalidenfriedhof in Berlin beigesetzt.
Siehe auch:
» Datenbank der Jagstaffel 13
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