(* xx.xx.xxxx in Batenwald, + xx.xx.xxxx in ?) war Zweisitzer-Pilot bei der österreichisch-ungarischen k.u.k. Luftfahrtruppe und schoss fünf gegnerische Flugzeuge ab.
Ein Portrait von Gastautor Rainer Absmeier.
Augustin Novak wurde in Batenwald, Kreis Neutitschein in der heutigen Tschechischen Republik als Sohn tschechischer Eltern geboren. 1911 meldete er sich als aktiver Soldat bei der Österreichisch-Ungarischen Armee.
Zu Beginn des Ersten Weltkrieges war Novak Gruppenleiter in der 3. Batterie der Pferde-Artillerie-Division Nr. 7. Im August 1914 wurde er mit seiner Einheit als Teil der 1. Armee nach Russland gesandt. Hier nahm er an der Schlacht von Krasnik teil und erhielt im Dezember 1914 die Silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse.
Im Januar 1916 bat Novak um die Versetzung zur Luftfahrtruppe und erhielt nach seiner Ausbildung zum Flugzeugführer am 13. Juli 1916 das österreichische Pilotenzertifikat Nr. 389. Danach wurde er zur neu aufgestellten Fliegerkompagnie Nr. 30 kommandiert und in den Karpaten an der russischen Front eingesetzt. Trotz anfänglicher Probleme mit seinen limitierten Flugfähigkeiten, gelang es ihm durch kontinuierliches Fliegen seine Flugfähigkeiten zu verbessern. Kurz nach seiner Ankunft bei der Einheit, wurde die Kompagnie auf ein anderes Flugfeld verlegt. Während der Überführung am 12. August 1916 zerstörte Novak seinen Lloyd C.III-Zweisitzer, wurde dabei schwer verletzt und für einen Monat im Hospital behandelt.. Sein Beobachter, Oberleutnant Egon Wagner musste aufgrund der schweren Verletzungen für mehrere Monate in ein Hospital. Nach seiner Genesung und Rückkehr zur Luftfahrtruppe, schenkte ihm anfangs kein Beobachter mehr genug Vertrauen, um mit ihm Zweisitzer zu fliegen.
Im November 1916 wurde Augustin Novak zur Fliegerkompanie 13 (Flik 13) an die rumänische Front versetzt und konnte hier seine Flugfähigkeiten deutlich verbessern. Am späten Morgen des 27. Dezember 1916 startete er mit seinem Beobachter, Leutnant Alexander Souhrada in einer Hansa-Brandenburg C.I vom Flugfeld bei Czik-Taplocza. Ihr Ziel war der besetzte Eisenbahnknotenpunkt bei Onesti und Lt. Souhrada traf den Bahnhof durch das manuelle Abwerfen einer Bombe. Beim Abfangen des Flugzeuges wurden sie von einem gegnerischen Farman angegriffen und schossen diesen nach einem kurzen Gefecht ab. Der Farman schlug bei Bratisti, östlich von Onesti auf. Am Nachmittag des gleichen Tages griff Novak mit seinem Beobachter Lt. August Kosutic die Gleisanlage bei Onesti an. Nach einem Bombentreffer wurde die Besatzung von zwei Farman-Doppeldeckern angegriffen. Im Luftkampf wurden beide Gegner gegen 15.00 Uhr und 15.20 abgeschossen. Für diesen Einsatz erhielt Novak die Silberne Tapferkeitsmedaille der 1. Klasse verliehen.
Am 30. Dezember 1916 wurde Novak zur neu aufgestellten Fliegerkompagnie 39 (Flik 39) kommandiert, die nördlich von Wien stationiert war. Dort konnte er seine Flugfähigkeiten nochmals verbessern und wurde dann ab März 1917 auf das neue Flugfeld der Flik 39 bei Csik-Szereda an der rumänischen Front verlegt. Das Flugfeld war recht klein angelegt und die Landungen gestalteten sich aufgrund des Abhangs, der das Flugfeld umgab, als schwierig. Unter der Führung von Hauptmann Karl Nikitsch kämpfte die Einheit gegen russische und rumänische Nieuport- und Spad-Einsitzer. Am Morgen des 21. Juni 1917 schoss Novak seinen vierten Gegner ab. Er flog mit Rittmeister Karl Lukats als Beobachter in Hansa-Brandenburg C.I 69.53 und schoss einen „großen dreimotorigen Farman“ über dem Flugfeld bei Comanesti ab. Wahrscheinlich handelte es sich aber eher um eine zweimotorige Caudron G.4. 17 Tage später wurden Novak und sein Beobachter, Leutnant Franz Firtos von Felsöbenced, in Hansa-Brandenburg C.I 67.52 von zwei feindlichen Nieuports über Darmanesti beschossen. Der verwundeten Besatzung gelang eine Notlandung der zerschossenen Maschine hinter den eigenen Linien bei Berge Magyaros. Die Hansa-Brandenburg wurde dabei völlig zerstört und Lt. von Felsöbenced verstarb noch am selben Tag. Im August 1917 erhielt Novak die Silberne Tapferkeitsmedaille 1. Klasse verliehen. Ende September 1917 wurde die Fliegerkompagnie 39 (Flik 39) an die italienische Front verlegt, wo Novak aktiv an der Schlacht bei Caporetto (24. Oktober bis 07. November 1917) teilnahm. Am 11. November 1917 flog er mit seinem Beobachter, Lt. Hans Happach in Hansa-Brandenburg C.I 129.47 wieder über der Front. Über dem Monte Grappa fingen sie eine italienische zweisitzige SAML-Aufklärungsmaschine ab und schossen diese als Novaks fünften und letzten Gegner, ab. Ende Januar 1918 wurde Novak zur Fliegerersatztruppe kommandiert, bei der er wahrscheinlich als Fluglehrer die jungen Piloten ausbildete.
Danach verlieren sich seine Spuren.
Siehe auch:
» K.u.K. Flieger im Ersten Weltkrieg
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