StartseiteBlogFotoalbenTagebuchSanke KartenGeschichteDatenbankPresseLinks

(* 26. Februar 1893 in Landshut, + 03. August 1919) flog im Ersten Weltkrieg bei den Jagdfliegern Bombenangriffe in Italien und Frankreich und erhielt am 24. Juli 1918 den Pour le Mérite.


Otto Kissenberth wurde am 26. Februar 1893 in Landshut geboren. Er studierte Ingenieurwissenschaften an der Technischen Hochschule in München. Am 11. August 1914 rückte er als Kriegsfreiwilliger bei der Flieger-Ersatz-Abteilung in Schleißheim ein. Von September bis November 1914 wurde er in der Fliegerschule Johannisthal militärisch ausgebildet und kam am 21. Januar 1915 mit der Flieger-Abteilung 8 ins Feld. Am gleichen Tag hatte er das Beobachterabzeichen erhalten war damit zum Unteroffizier befördert worden.

Im März 1915 wurde Kissenberth im Luftkampf verwundet. Nach der Heilung im Lazarett in Schließheim kam er mit der Flieger-Ersatz-Abteilung 9 b ins Feld. Am 8. Juni 1915 wurde er zum Alpenkorps, Abteilung 2 a, versetzt. Diese Flieger-Abteilung stand unter der Leitung von Oberleutnant Hailer, dem späteren Major a.D. und Direktor der Süddeutschen Lufthansa in München.

Am 31. Juli 1915 flogen er und zwei weitere Flieger der Alpenkorps-Abteilung mit 3 Parasols von einem Flugplatz zwischen Toblach und Niedendorf einen Bombenflug nach Cortina d`Ampezzo. Kissenberth warf 7 Bomben über dem Ort ab.

Kissenberth meldete sich anschließend zur Westfront zurück. Am 12. Oktober schoss er dort bei einem Flug drei französische Bombenflugzeuge ab. Am 1. November 1916 kam er zur Jagdstaffel 16. Im Sommer 1917 legte er während eines kurzen Urlaubs sein Diplomingenieurexamen an der Technischen Hochschule in München ab. Am 4. August 1917 wurde er zum Führer der Jagdstaffel 16 ernannt und übernahm zehn Tage später die Jagdstaffel 23, die am Toten Mann und der Höhe 304 eingesetzt war. Auf Grund seiner Erfolge erhielt er am 24. Juli 1918 den » Pour le Mérite. Wegen schwerer Verletzungen nach einem Absturz Ende Mai befand er sich damals im Lazarett. Nach der Heilung wurde Otto Kissenberth zur Fliegerabteilung I nach Schleißheim versetzt und am 19. August 1918 zum Oberleutnant befördert. Als Sieger in 20 Luftkämpfen kehrte er aus dem Krieg zurück. Kissenberth schied aus dem Heer aus und widmete sich seinem Beruf als Ingenieur.

Am 3. August 1919 verunglückte er bei einer Klettertour in den bayrischen Alpen tödlich und wurde am 6. August auf dem Waldfriedhof in München beigesetzt.

Keine Kommentare | Neuer Eintrag
Bewertungen: 58 Schnitt: 0


Sie sind hier: