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(* 20. Dezember 1892 in Straßberg/Harz Krs. Sangerhausen, + 25. Januar 1956 in Bad Aibling) wurde 1913 in Metz zum Flieger ausgebildet, war Fluglehrer und im Ersten Weltkrieg Frontflieger in Mazedonien und an der Westfront. Nach dem Krieg wurde er der 1. Flieger in der zivilen deutschen Luftfahrt.


Otto Könnecke wurde am 20. Dezember 1892 in Straßberg im Harz geboren. Nach der Schulzeit machte er eine Tischlerlehre. Zur Ableistung seiner aktiven Dienstzeit meldete er sich 1911 beim Eisenbahn-Regiment Nr. 3 in Hanau und kam 1913 als Kapitulant zum Fliegerbataillon 4 nach Metz. Zu Kriegsbeginn war Könnecke Fluglehrer bei der AEG und bildete Frontflieger aus. 1916 wurde er zur Jagdstaffel 25 an die Front nach Mazedonien versetzt.

Am 5. Februar 1917 schoss er nordwestlich von Magila ein französisches Farman-Flugzeug ab. Ende April 1917 an die Westfront zur Jagdstaffel 5 versetzt, flog er öfter eine Albatros D.V und blieb dort bis zum Kriegsende. Am 8. und 9. August 1918 schoss er auf einem Flug drei gegnerische Flugzeuge ab und erhielt dafür den » Pour le Mérite, nachdem er schon vorher zum Offizier befördert worden war. Noch früher war ihm bereits der „Pour le mérite der Mannschaft“, das preußische Goldene Militärverdienstkreuz, verliehen worden. Am 2. November schoss Könnecke zum 35. und letzten Mal ein gegnerisches Flugzeug ab.

Nach dem Krieg ging Könnecke zur Verkehrsfliegerei. Zuerst bei der Deutschen Luftreederei tätig, pausierte er dann vier Jahre und begann ab Gründung der Deutschen Luft-Hansa bei dieser Gesellschaft als Flugzeugführer. Könnecke war der erste deutsche Verkehrsflieger, seine amtliche Zulassungsbescheinigung trug die Nummer 1. Am 5. Februar 1919 eröffnete er mit dem Flug Berlin-Weimar den deutschen zivilen Luftverkehr.

Im Sommer 1927 konkretisierte Könnecke den schon länger (mit seinem Freund » Fritz Rumey) gefassten Plan, vom Butzweilerhof in Köln-Bickendorf aus westwärts nach Amerika zu fliegen (dies gelang » Hermann Köhl im April 1928). Nach verschiedenen Fehlschlägen änderte er jedoch die Richtung seines Vorhabens und startete im September 1927 zu seinem als Weltumrundung geplanten Flug, auf dem er Amerika in östlicher Richtung über Asien erreichen wollte. Zwischen Karatschi und Delhi musste er wegen Motorschadens aufgeben. Sein Flugzeug war ein von Reinhold Mewes konstruierter Caspar-Doppeldecker C 32, der auf den Tragflächen die Aufschrift "Pressa" (Presseausstellung in Köln) trug.

Nach seiner Rückkehr arbeitete Könnecke wieder als Flugzeugführer bei der Deutschen Luft-Hansa und später als Fluglehrer und Ausbildungsleiter bei der Luftwaffe. Otto Könnecke starb am 25. Januar 1952 in Bad Aibling und wurde auf dem städtischen Friedhof begraben.

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