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(* 21. November 1890 in Burggarten/Klutznik/Ostpreußen, + 21. Juli 1916 in Grevillers/Frankreich) meldete sich nach dem Abitur zum Militär und wurde bereits vor dem Krieg Flugzeugführer. Als Jagdflieger an die Westfront kommandiert, starb er dort mit 26 Jahren.


Otto Eduard Parschau wurde am 21. November 1890 in Burggarten/Ostpreußen geboren. Sein Vater war Rittergutsbesitzer. Nach Besuchen der Gymnasien in Allenstein und Bartenstein bestand Otto Parschau das Abitur.

Am 30. Mai 1910 trat er in das Infanterie-Regiment Nr. 151 als Fahnenjunker ein und wurde nach Abschluss der Kriegsschule Hannover am 13. September 1911 zum Leutnant befördert.

Am 4. Juli 1913 erhielt Otto Parschau das Vorkriegsfliegerpatent Nr. 455 für Zweidecker Wright in Johannisthal. Anschließend wurde er zur Ausbildung zum Fliegeroffizier kommandiert. Als Flugzeugführer war er dann in Darmstadt und Hannover tätig. Seinen Ruf als guter Flieger begründete er 1914 kurz vor Beginn des Krieges als Teilnehmer am Ostmarkenflug. in der 1. Etappe Breslau – Posen erreichte er als Zweiter das Ziel. Im Gesamtergebnis war Leutnant Parschau Siebter von 20 Teilnehmern und erhielt den 3. Offizierspreis und Ehrenpreis des Prinzen Friedrich Sigismund von Preußen.

Bei Kriegsbeginn zog Otto Parschau als Flugzeugführer ins Feld und war bei den Feldfliegerabteilungen 42 und 261 eingesetzt. Er nahm an der Schlacht an der Yser, vom 11. März - 23. April 1915 an den Kämpfen zwischen Maas und Mosel, an der Herbstschlacht in der Champagne sowie bei Verdun und an der Somme teil.

Parschaus Fokker A.III 16/15 auf der er die Piloten der Feldflieger-Abteilung 62 schulte. 


Als im Juni 1915 die neu konstruierten Fokker-Kampfeinsitzer an der Westfront eingesetzt wurden, war Leutnant Otto Parschau der erste Offizier, dem ein solches Flugzeug zugewiesen wurde. Die bekannten Flieger » Oswald Boelcke und » Max Immelmann beeindruckte er mit erstmaligen Vorflügen. Am 11. Oktober 1915 schoss Parschau den ersten, am 21. März 1916 den vierten Gegner mit diesem Flugzeugtyp ab. Nach dem 8. Abschuss erhielt er am 10. Juli 1916 den Orden » Pour le Mérite. Vorher hatte er bereits das Ritterkreuz des Hausordens der Hohenzollern mit Schwertern erhalten. Im Juni 1916 war ihm die Führung des Kampfgeschwaders 1 der Obersten Heeresleitung (Kagohl 1) übergeben worden. Dazu gehörten u.a. Leutnant „von Keudell“ und Oberleutnant „Gerlich“.

Am 21. Juli 1916 wurde Otto Parschau bei einem Jagdflug in 500m Höhe durch einen Bauchschuss schwer verwundet. Es gelang ihm, sein Flugzeug unversehrt in den eigenen Linien zu landen. Nach einer schweren Operation starb er am gleichen Tag im Lazarett von Grevillers.

Anerkannte Abschüsse von Otto Parschau:

Nr.  Datum  Einheit  Gegner  Ort 
11. Okt. 1915   KG1  Farman  Argonne 
19. Dez. 1915   KG1  B.E.2c (2074)  Oostkampe-Brügge 
12. März 1916  KG1  EA  Verdun 
21. März 1916  KG1  Voisin  nördl. Verdun 
29. Juni 1916  KG1  Voisin  nördl. Péronne 
02. Juli 1916  KG1  2-Sitzer  unbekannt 
03. Juli 1916  KG1  Ballon  La Neuville 
09. Juli 1916  FA 32  Ballon  südl. La Neuville 

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