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(* 02. Oktober 1886 in Rosenthal/Schlesien, + 04. Juli 1954 in Wiesbaden) war deutscher Aufklärungsflieger und beteiligte sich an der Entwicklung der FT-Geräte.


Erich Homburg wurde am 2. Oktober 1886 in Rosenthal geboren. Bei Kriegsbeginn zog er als Leutnant mit dem Reserve-Feld-Artillerie-Regiment Nr. 12 ins Feld, bei dem er als Ordonnanzoffizier und Abteilungs-Adjutant den Vormarsch im Westen mitmachte. Am 26.10.1914 wurde er auf eigenen Wunsch zur Fliegerabteilung 34 versetzt. Dieser Abteilung gehörte er zwei Jahre als Beobachter an, beteiligte sich an der Entwicklung der FT-Geräte und war als erster Flieger mit » FT-Gerät unterwegs. Am 25. September 1915 erhielt er durch Kaiser Wilhelm II. das Eiserne Kreuz I. Klasse.

Als Beobachter spezialisierte Homburg sich auf das Flieger-Lichtbildwesen, vor allem auf dessen Verwendung für die Fernerkundung. In dieser Funktion nahm er an der Herbstschlacht in der Champagne, den Angriffen auf Verdun, der Somme-Schlacht, dem Vormarsch in Rumänien, der Offensive in Italien sowie der großen Schlacht in Frankreich teil. Für die Erfolge erhielt er am 13. Oktober 1918 den » Pour le Mérite. Anschließend übernahm er die Leitung der Armee-Flieger-Abteilung 260, mit der er sich an der letzten Marne-Offensive beteiligte.

Nach dem Krieg war Homburg weiterhin, insbesondere auf dem Gebiet der Fliegerfotografie und ihrer wirtschaftlichen Nutzung, in Deutschland sowie auch in Schweden und Finnland fliegerisch tätig. Seit 1926 Direktor der mit der Deutschen Lufthansa zusammen arbeitenden Luftverkehrs-AG Niedersachsen und der Städtischen Flughafenverwaltung, förderte er auch den Aufbau des deutschen Luftsports. 1933 wurde er Präsident des Verbandes der Deutschen Flughäfen und des Verbandes der Deutschen Regionalen Luftverkehrsgesellschaften und nach Gründung des Deutschen Luftsport-Verbandes Leiter der Flieger-Landesgruppe IV Niedersachsen. Im Sommer 1934 gab er die Leitung der Flieger-Landesgruppe ab und übernahm als Fliegerkommandant die Leitung des Luftamtes Hannover. Erich Homburg ging nach dem Zweiten Weltkrieg in den Ruhestand und starb am 4. Juli 1954 in Wiesbaden.

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