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(* 04. Dezember 1885 in Speyer, + 18. Dezember 1945 in Breslau) war im Ersten Weltkrieg Jagdflieger an der Westfront und in Palästina, wurde im 2. Weltkrieg Generalleutnant und starb in polnischer Gefangenschaft.


Franz Josef Walz wurde am 4. Dezember 1885 in Speyer geboren. Sein Vater war dort Ziegeleifabrikant. Am 15. Juli 1905 meldete er sich beim 8. Infanterie-Regiment in Metz, wurde dort 1908 Leutnant und noch vor Beginn des Krieges im April 1914 zum Flieger-Bataillon München-Schleißheim versetzt.

Nach Mobilmachungstag kam er als Flugzeugführer der bayerischen Feldfliegerabteilung 3 nach Lothringen und Lunéville, wurde im November zum Oberleutnant befördert und zur Brieftaubenabteilung C versetzt. Dort nahm er an den Stellungskämpfen an der Yser und der Herbstschlacht in der Champagne teil. Am 30. Dezember 1915 wurde er Staffelführer der Kampfstaffel 2 der Obersten Heeresleitung (Geschwader-Angriffe auf Dünkirchen, Bar le Duc und Toul) und wurde danach ca. Mitte Juli 1916 zur Fliegerabteilung 1 nach Schleißheim zurück versetzt, nachdem er am 14. Juli 1916 den „Ehrenbecher“ für den Sieger im Luftkampf erhalten hatte. Am 30. Juli 1916 wurde er im Luftkampf verwundet. Später im selben Jahr flog er im Kampfgeschwader 1, übernahm am 3. November 1916 die Führung der Jasta 19 an der Somme und vom 29. November 1916 bis 9. Juni 1917 die Jagdstaffel 2 „Boelcke“ (Siegfriedfront). Zum Hauptmann befördert, verließ Walz am 9. Juni 1917 die Boelcke-Staffel, um die Jagdstaffel 34 zu führen, die in den Kämpfen zwischen Maas und Mosel eingesetzt war.

Bis zum Ausscheiden aus der Boelcke-Staffel hatte er 7 Abschüsse zu verantworten. Anschließend an seinen Auftrag bei der Jasta 34 wurde er am 25. August 1917 Führer der bayerischen Fliegerabteilung 304b, verließ die Westfront und wurde an der Palästina-Front eingesetzt. Dort kämpfte er bei Abu-Kfar, Tell-Esch Scherie und über Wadi el Hefi. Er führte seine Staffel in den Stellungskämpfen in Mittelpalästina sowie zwischen Jericho und Amman; u.a. bombardierte er zivile und militärische Züge. Auch war er an der 2. Ostjordanschlacht (30. April bis 6. Mai 1918) beteiligt. Beim Rückzug an der Palästinafront geriet er am 20. September 1918 bei Aferle in englische Gefangenschaft, aus der er am 1. Dezember 1919 entlassen wurde.

Kommandeur der Heeresgruppe F Hauptmann Konrad Weyert und Hauptmann Franz Josef Walz.  


Nach Deutschland zurückgekehrt, wurde Walz dem Reichswehr-Fliegerhorst Schleißheim zugeteilt sowie dem Stab der Kraftfahrabteilung 24. Am 1. Februar 1920 schied er aus der Reichswehr aus.

Neben dem EK I und dem Hohenzollern-Hausorden erhielt Walz die silberne türkische Liakat-Medaille (am 22. Juli 1918), den » Pour le Mérite (am 9. August 1918) und den Osmanié-Orden 4. Klasse mit Schwertern (am 15. September 1918).

Von 1920 bis 1934 war er im Polizeidienst, zuletzt als Polizei-Oberstleutnant, unterbrochen von der Teilnahme an der Chinesisch-Schwedischen Expedition 1927-1929 unter der Leitung von Sven Hedin.

1934 trat er wieder in die Luftwaffe ein. 1935 wurde er zum Oberst, 1939 zum Generalmajor und 1941 zum Generalleutnant befördert. Er starb am 18. Dezember 1945 in polnischer Kriegsgefangenschaft.

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