(* 21. Februar 1895 in Spork, Kreis Borken/Westfalen, + 15. Juli 1918 über Arcq) wurde nach einer Beinverletzung zum Flugzeugführer ausgebildet und verunglückte Infolge von Selbstentzündung seines Flugzeugs tödlich.
Fritz Friedrichs wurde am 21. Februar 1895 in Spork, Kreis Borken/Westfalen geboren. Sein Vater war der Zollbeamte Friedrichs. Fritz Friedrichs besuchte das Hermann-Tast-Gymnasium in Husum und erhielt 1914 das Abiturzeugnis. Anschließend studierte er einige Semester Medizin.
Am 14. August 1914 trat Friedrichs als Kriegsfreiwilliger beim Infanterie-Regiment Nr. 85 in Rendsburg ein und wurde am 9. Oktober 1914 an die Front geschickt. Bis Mitte Mai 1915 machte er den Stellungskampf an der Aisne mit. Von dort aus wurde er zum Offiziers-Aspiranten-Ausbildungskurs nach München kommandiert und nach dessen Beendigung am 23. September 1915 zum Leutnant der Reserve befördert. Beim Inf.-Regt. Nr. 32 machte Friedrichs am 7. Oktober 1915 den Donauübergang und vom 8. bis 20. Oktober 1915 den Feldzug in Serbien mit. Als Anerkennung erhielt er die Sachsen-Meiniger-Ehrenmedaille. Durch einen Kartätschenschuss wurde er schwer verletzt. Da er wegen bleibender Schäden am linken Bein nicht mehr als „kriegsverwendungsfähig“ galt, meldete sich Friedrichs zu den Fliegern. Seine Ausbildung erhielt er vom 1. Oktober 1916 bis 20. Februar 1917 in Köln-Bickendorf (Butzweilerhof) bei der Flieger-Ersatzabteilung 7, kam dann in die Fliegerschule Paderborn und danach in die Artillerie-Beobachtungsschule in Jüterborg. Am 9. Juni 1917 wurde Friedrichs wieder an die Front versetzt und kam als Artillerie-Beobachtungsflieger zur Feldfliegerabteilung (FA) A 264. Hier erhielt er das Eiserne Kreuz der 1. Klasse. Am 4. Januar 1917 kam Friedrichs in die Jagdstaffelschule 1 nach Fanars, die er in 7 Tagen absolvierte.
Am 11. Januar 1918 wurde Friedrichs auf seinen Wunsch zu einer Jagdstaffel kommandiert und zwar zum Jagdgeschwader Richthofen. Friedrichs gehörte der von Leutnant » Hans Klein, später nach dessen Verwundung von Leutnant » Erich Löwenhardt geführten Jagdstaffel 10 an. Er kämpfte bei Cambrai, St. Quentin, später in den Kampfgebieten bei Soissons und Chateau Thierry.
| Pfalz D.III von Leutnant Fritz Friedrichs bei der Jagdstaffel 10 |
21 Gegner hatte Friedrichs außer Gefecht gesetzt. Am 15. Juli 1918 stürzte sein Flugzeug infolge Selbstentzündung der Phosphor-Munition ab. Im Anschluss öffnete sich der Fallschirm nicht und Friedrichs stürzte in den Tod.
Nach seinem 20. Abschuss war für Friedrichs die Verleihung des Ordens » Pour le Mérite genehmigt worden, doch konnte er ihn nicht mehr erhalten.
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