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(* 08. Januar 1894 in Bremen, + 12. März 1936 über dem Flugplatz Johannisthal) von Beruf Arzt, wechselte nach Einsatz an Ost- und Westfront zur Fliegertruppe und starb 1936 nach einem Flugunfall über dem Flugplatz Johannisthal.

Friedrich Theodor Noltenius wurde am 8. Januar 1894 in Bremen geboren. Sein Vater war Prof. Dr. Noltenius. Friedrich (genannt Fritz) Noltenius besuchte in Bremen das Gymnasium und ergriff später den Arztberuf.

Am 4. August 1914 meldete er sich freiwillig zum Feldartillerie-Regiment „König Karl“ (1. Württenbergisches) Nr. 13 und machte um die Jahreswende 1914/1915 den Vormarsch auf Warschau mit. Nach den Kämpfen an der Ostfront, die ihn bis nach Serbien führten, kam er im Januar 1916 zu den Stellungskämpfen nach Ypern, erlebte die Somme-Schlacht, die Schlacht im Wytschaete-Bogen und die Stellungskämpfe an der Somme im November 1917 mit.

Im Dezember 1917 trat Noltenius zur Fliegertruppe über. In Altenburg erhielt er die theoretische Ausbildung, die Flugausbildung erfolgte bei der Fliegerersatzabteilung 10 in Böblingen, Ende Juni 1918 kam er zur Jagdstaffelschule 1 nach Nivelles. Am 3. Juli 1918 wurde er zur Jasta 24 des Jagdgeschwaders III unter Hauptmann Bruno Loerzer kommandiert. Im Verlauf der letzten Kriegsmonate war er in der Jasta 6 und 11 des Jagdgeschwaders 1„Freiherr von Richthofen“ zwischen Reims und Soissons, südlich an der Somme, im September bei den Schlachten bei Arras und im Oktober-November 1918 bei Verdun eingesetzt. Seinen ersten Abschuss tätigte Noltenius am 10. August 1918. Am 15. September wurde er von einer Sopwith Camel, geflogen von George Vaughan abgeschossen und überlebte. Er erhielt nach dem Eisernen Kreuz der 1. Und 2. Klasse als einer der der letzten Piloten den Hausorden von Hohenzollern. 22 Abschüsse, davon 8 Fesselballone, wurden Noltenius zugeschrieben, als er zum » Pour le Mérite vorgeschlagen wurde. Wegen Ausbruchs der Revolution wurde die Auszeichnung nicht verliehen.

Nach dem Krieg kämpfte Noltenius in Deutschland gegen die Kommunisten bevor er Medizin studierte. Zwischen 1923 und 1933 lebte er mit seiner Familie in Südamerika und zog dann zuück nach Deutschland, wo er sich ein weiters mal der Fliegerei widmete. Am 12. März 1936 kurz vor 14 Uhr verunglückte er beim Start mit seiner Bucker Jungmann (D-EFEK) auf dem Flugplatz Johannistal und verstarb kurz bevor er das Krankenhaus erreichen konnte.

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