(* 02. Januar 1895 in Wilhelmshaven, + 27. Dezember 1916 über Cheresy/Somme) wollte Schiffsingenieur werden, wurde im Ersten Weltkrieg jedoch einer der ersten Jagdflieger und starb bereits mit 21 Jahren.
Geboren am 2. Januar 1895 in Wilhelmshaven, als Sohn eines Marine-Obermeisters, machte Gustav Leffers nach der Volksschule eine 3½-jährige Maschinenbau-Lehre auf der Kaiserlichen Werft in Wilhelmshaven. Während der Lehrzeit und danach besuchte er Privatschulen und erwarb die Mittlere Reife.
Gustav Leffers 1916
(Foto: Werner Dittmann)
1911 wurde er in Stettin im technischen Büro der Schiffs- und Maschinenbau AG Vulkan angestellt. Hier erhielt er die Grundkenntnisse über Konstruktion und Wirkungsweise des Dieselmotors, für dessen Weiterkonstruktion er sich später einsetzen wollte. Im Frühjahr 1914 erhielt Leffers die gewünschte Stellung als Schiffsingenieur-Aspirant bei der Hamburg-Amerika-Linie und reiste nach New York und Baltimore. Ende Juli 1914 kam er auf Urlaub nach Wilhelmshaven, kurz darauf folgte die Kriegserklärung. Leffers meldete sich als Freiwilliger zu einem technischen Bataillon (Feldtelegraf), wurde zu seinem Bedauern aber weder in Wilhelmshaven noch in Hannover angenommen. Nach Berlin geschickt, meldete er sich als einer von 300 Freiwilligen bei den Fliegern in Johannisthal. Von diesen wurden letztlich nur 30 vollständig ausgebildet. Leffers wurde als einziger und erster Ausgebildeter nach St. Quentin kommandiert. Von hier kam er zur Fliegerabteilung 32 als Artillerieflieger und wurde im August 1916 Mitglied der Jagdstaffel 1, in der er 9 Abschüsse verantwortete. Leffers erhielt am 25. Oktober 1916 als einer der ersten den » Pour le Mérite. Außerdem besaß Leffers die E.K. I und II, den Hohenzollern-Hausorden und das Oldenburger Friedrich-August-Kreuz beider Klassen.
Leutnant Gustav Leffers war Fliegerkamerad von Werner Dittmann während seiner Zeit bei der » Jasta 1. Er war außerdem Mitglied der FFA 32, und KEK B.
Am 27. Dezember 1916 fanden an der Westfront über 100 Luftkämpfe statt. Über Cheresy an der Somme starb Leffers beim Schusswechsel mit 5 englischen Doppeldeckern in 5000m Höhe. Er wurde in Wilhelmshaven auf dem Friedhof Lönsweg bestattet.
Siehe auch:
» Datenbank der Jagdstaffel 1
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