(* 18. März 1892 in Berlin, + 30. Oktober 1919 in Stettin) wurde nach Einsätzen in Flandern und im Elsass zum Flieger ausgebildet und war an Kämpfen in Frankreich, Rumänien, Italien und Deutschland beteiligt.
Hans von Freden wurde am 18. März 1892 in Berlin geboren. Nach seiner Schulausbildung meldete er sich am 19. Oktober 1914 als Kriegsfreiwilliger zum Feldartillerieregiment 18 an die Front und machte dort als Kanonier die Schlacht bei Soissons mit. Im Februar 1915 wurde er zum Unteroffizier befördert und Geschützführer und erhielt in dieser Funktion das Eiserne Kreuz der 2. Klasse. Nach seiner Beförderung zum Vizewachtmeister im März 1915 wurde er als Fähnrich in das Feldartillerieregiment 18 übernommen. Am 30. Juli 1915 wurde er zum Leutnant befördert. Kurz darauf verließ er infolge einer Gelenkentzündung das Regiment und lag bis Dezember 1915 im Lazarett. Ein Gesuch um Versetzung zur Fliegertruppe wurde abschlägig beschieden. Im Januar 1916 ging er daher als Führer des Flakzuges 64 nach Belgien an die Flandernfront, später zum Flakzug 20 ins Oberelsass. Von dort wurde er auf ein Gesuch hin im Mai 1916 zur Fliegertruppe kommandiert.
Nach abgeschlossener Ausbildung als Beobachter in Jüterborg wurde von Freden am 2. August 1916 zur Feldfliegerabteilung (FA) 48 versetzt. Zu dieser Abteilung gehörten auch einige Nacht-Bombenflüge nach Belfort und Besancon sowie Artillerieeinschießen mit dem 38-Zentimeter-Marinegeschütz bei Flachslanden auf die Festung Belfort. Am 24. August 1916 wurde er durch eine Flak-Schrapnellkugel am linken Fuß verletzt.
Während des Vormarsches durch Rumänien von November 1916 bis März 1917 und zu Beginn des Stellungskrieges am Sereth führte von Freden mit den Batterien der 109. und 41. Infanterie-Division (I.D.) zahlreiche Einschießen durch. Im Mai 1917 wurde die Abteilung bei Beginn der französischen Offensive am Chemin des Dames bei der 7. Armee eingesetzt. Bis Mitte Juni hatte von Freden im Abschnitt Lafaux Artillerie eingeschossen.
Nach Bewilligung seines Gesuchs wurde von Freden bis Ende November 1917 in Gotha und Valenciennes zum Flugzeugführer ausgebildet und von dort zur Jagdstaffel (Jasta) 1 versetzt, die auf dem italienischen Kriegsschauplatz eingesetzt war. Währens des Stellungskrieges an der Piave schoss von Freden von der Front der 6. K.U.K. Armee am 29. und 30. Januar und am 5. Februar 1918 je einen gegnerischen Fesselballon ab.
Nach Abtransport der Staffel zur Westfront wurde sie bei Beginn des deutschen Vormarsches zur Marne bei der 1. und 7. Armee wieder eingesetzt; dabei schoss von Freden am 9. Juni 1918 über Reims einen Spad-Einsitzer ab. Am 11. Juni 1918 wurde er zum Führer der Jagdstaffel (Jasta) 50 ernannt und übernahm am 17. Juni 1918 die Staffel im Flughafen Touffry-Fine bei Fère en Tardenois. Gegen den zahlenmäßig weit überlegenen Gegner erreichte die Staffel während des Marne-Übergangs und später während des Rückzuges in die Aisne-Stellung insgesamt 21 Abschüsse. Auf von Freden entfielen davon 3 Ballone und 2 Flugzeuge, sowie ein Flugzeug als zur Landung gezwungen anerkannt. Kurz vor Beginn der französischen Champagne-Offensive wurde die Staffel vom Flughafen Boncourt aus zur 3. Armee, Flughafen Seffincourt, verlagert. Bei zwei Flügen wurden vier gegnerische Flugzeuge und ein Fesselballon abgeschossen. Von Fredens Anteil davon waren ein Ballon und ein Flugzeug. Während des Rückzugs auf die Aisne-Stellung schoss er 3 Ballone und vier Flugzeuge ab, insgesamt erreichte er damit 16 Abschüsse. Als Ende September die Front bei Cambrai angegriffen wurde, wurde die Jagdgruppe 5, zu der Fredens Jasta 50 gehörte, der 18. Armee zugeteilt. Hans von Freden schoss am 29. September 1918 einen SE 5 bei Catillon südöstlich Le Cateau, am 9. November einen DH 4 bei Beaumont und am 10. November 1918 einen Bristol Fighter ebenfalls bei Beaumont ab. Während der fünf Monate, in denen er die Staffel führte, betrugen die eigenen Verluste zwei Vermisste. Für diese Ergebnisse wurde von Freden zum » Pour le Mérite vorgeschlagen.
Zu Beginn der Revolution brachte von Freden seine Staffel nach Deutschland und machte auf Befehl des Kofl. 18 in Marburg und später im Fliegerhorst Bromberg demobil. Bei Aufstellung einer Fliegerabteilung in Bromberg wurde Hans von Freden als Flugzeugführer zu der Abteilung versetzt und machte während der Kämpfe um Hohensalza und Nakel Aufklärungsflüge. Die Gesamtzahl seiner Abschüsse beträgt 20, darunter 9 Fesselballone.
Von Freden wurde danach zur Sicherheitspolizei der Stadt Stettin kommandiert, wo er an den Folgen einer Lungenentzündung am 30. Oktober 1919 starb.
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