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(* 10. September 1887 in Tribus Kreis Rothenburg / Oberschlesien (heute Polen), + unbekannt) arbeitete als Ingenieur in Schlesien, meldete sich freiwillig zur Fliegertruppe und wurde 1918 zum Führer der Jagdstaffel 12 ernannt.

Hermann Becker

Hermann Becker wurde am 10. September 1887 in Tribus, Kr. Rothenburg/NS, als Sohn des Güterdirektors S. Becker geboren. Nach Besuch der Städtischen Oberrealschule Görlitz studierte Hermann Becker Maschinenbau an der Technischen Hochschule. Bei Kriegsbeginn arbeitete er als Ingenieur in Schweidnitz in Schlesien (heute Polen). Anfang 1915 meldete sich Becker als Kriegsfreiwilliger zur Fliegertruppe und wurde zur Flieger-Ersatz-Abteilung 2 (FEA 2) in Adlershof eingeteilt.

Am 2. April 1915 rückte er mit der Feldfliegerabteilung 57 (FA 57) als Werkmeister nach Galizien und nahm an den Kämpfen am Dunajek bei Gorlice-Tarnow teil. Im Sommer 1915 kam er zur Ausbildung als Flugzeugführer zur Flieger-Ersatzabteilung 8 (FEA 8) nach Graudenz und legte dort seine Piloten-, Feldpiloten- und Flugmeisterprüfung ab. Bis Dezember 1915 blieb er als technischer Lehrer an der dortigen Flieger- und Beobachterschule.

Im Januar 1916 wurde Becker als Flugzeugführer zum Kampfgeschwader V der Obersten Heeresleitung (Kagohl V) versetzt und kam mit diesem an die Westfront. Von März bis September 1916 war er an der Verdun-Offensive, von September bis Dezember 1916 an der Somme-Schlacht beteiligt. Neben den täglichen Sperrflügen führte er wiederholt Tag- und Nachtbombenflüge in das gegnerische Hintergelände aus.

Im November 1916 wurde Hermann Becker zum Leutnant d.R. der Fliegertruppen befördert. Am 12. Januar 1917 erhielt er das Eiserne Kreuz der 1. Klasse. Nach Auflösung des Kagohl V wurde Becker als Flugzeugführer zur Schutzstaffel 11 versetzt, die ebenfalls im Somme-Abschnitt lag. Im Mai 1917 trat Leutnant Becker zur Jagdfliegerei unter Versetzung in die preußische Jagdstaffel 12 über, die von Oberleutnant » Aldolf Ritter von Tutschek geführt wurde. Hier nahm er an der Frühjahrsschlacht bei Arras und den Stellungskämpfen im Artois teil. Im Juni 1917 wurde er im Luftkampf durch einen Streifschuss verletzt, einige Wochen später verlor er auf dem rechten Ohr das Gehör. Trotzdem blieb er bei der Truppe und beteiligte sich an der Herbstschlacht in Flandern und der Tankschlacht bei Cambrai.

Im Februar 1918 wurden die Jagdstaffeln 12, 13, 15 und 19 als Jagdgeschwader 2 unter Hauptmann » Adolf Ritter von Tutschek zusammen gezogen. Das Geschwader wurde in der Frühjahrsoffensive 1918 im Raum St. Quentin-Ham-Nesle-Roye-Montdidier eingesetzt. Im Mai 1918 erhielt Becker den Hohenzollern-Hausorden und wurde im Juni 1918 zum Führer der Jagdstaffel 12 ernannt, die er bis zum Waffenstillstand führte. Becker hatte insgesamt 24 anerkannte Abschüsse. Am 5. November 1918 wurde er zum » Pour le Mérite vorgeschlagen, erhielt den Orden aber infolge der Revolution nicht mehr.

Der weitere Werdegang von Hermann Becker nach dem Krieg und sein Todesdatum sind unbekannt. Falls Sie über nähere Informationen verfügen, können Sie gerne das bereitgestellte » Forum nutzen.

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