(* 14. November 1887 in Schwerin, + 16. Februar 1978) führte im Ersten Weltkrieg Erkundungs- und Lichtbildflüge, Artillerie-Einschießen, Infanterie- und Bombenflüge durch.
Hauptmann Jürgen Alexander von Grone entstammt einer Offiziersfamilie und wurde am 14. November 1887 in Schwerin geboren. Nach seiner Schulzeit kam er ins Kadettenkorps und trat anschließend als Fähnrich in das Feldartillerie-Regiment Nr. 11 ein. Im November 1913 wurde er zum Leutnant befördert.
Bei Kriegsbeginn rückte von Grone mit seinem Regiment an die Westfront ein und beteiligte sich hier an der Marne-Schlacht. Im Jahre 1916 wurde er schwer verwundet. Während der Genesung in der Heimat meldete er sich als Beobachter zur Fliegertruppe. Nach kurzer Ausbildung kam er im März 1916 zu der an der Westfront stationierten Artillerie-Flieger-Abteilung A 222. Er führte Erkundung, Lichtbildflüge, Artillerie-Einschießen, Infanterie- und Bombenflüge durch, während die feindliche Abwehr zur Luft und von der Erde aus immer stärker wurde. Als Artillerist betätigte von Grone sich hauptsächlich als Leiter des Artillerie-Einschießens. Im Juni 1917 wurde sein Flugzeug abgeschossen und er zum zweiten Mal schwer verwundet. Nach seiner Heilung kehrte er im März 1918 an die Front zurück. Dort wurde ihm die Führung des Reihenbildzuges der 7. Armee übertragen. Die starke Zunahme der Lichtbildtätigkeit veranlasste die Oberste Heeresleitung, eigene Lichtbildabteilungen aufzustellen. Diese wurden mit Einführung des » Reihenbildapparatesg in Reihenbildzüge umgewandelt. Von März 1918 bis Oktober 1918 übernahm von Grone die Führung des Reihenbildzuges 4 (Rbz 4). Die Ergebnisse seiner Arbeit waren für Infanterie wie Artillerie von hoher Bedeutung. Für erfolgreiche Arbeit erhielt er am 13. Oktober 1918 den Orden » Pour le Mérite.
Jürgen von Grone 1917 (Foto: Werner Dittmann)
Nach dem Krieg befasste sich von Grone, der auch seit 1907 der anthroposophischen Bewegung Rudolf Steiners als Mitarbeiter angehörte, mit geschichtlichen Studien u.a. über die Marne-Schlacht und der Kriegsschuldfrage.
Anmerkung:
Jürgen von Grone war Fliegerkamerad von Werner Dittmann bei der Fliegerabteilung A 222, der ebenfalls Lichtbildflüge unternahm.
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