(* 01. August 1894 in Neustadt a.S., + 25. September 1916 bei Villers-Carbonnel) war im Ersten Weltkrieg als Jagdflieger in Polen und Frankreich eingesetzt.
Kurt Wintgens wurde am 1. August 1894 in Neustadt a.d. Saale geboren. Sein Vater war Oberleutnant. Am 1. August 1912 machte Kurt Wintgens Abitur. 1913 trat er als Fahnenjunker beim Telegrafenbataillon Nr. 2 in Frankfurt/Oder ein, war auf der Kriegsschule in Hersfeld und wurde bei Beginn des Krieges Offizier. Früh interessierte er sich für Maschinenbau; in Minden, wo er als Absolvent Mitglied des Vereins für Luftfahrt war, baute er Flugmodelle mit Uhrwerk.
In den ersten Kriegswochen befehligte er als Offizier einen Einsatz in Polen und erhielt das Eiserne Kreuz II. Klasse. Trotz größter Hindernisse wurde er auf seinen Wunsch 1914 zu den Fliegern abkommandiert. Kurz bevor er als Beobachter nach Frankreich kommen sollte, wurde seine Truppe jedoch nach Polen kommandiert. 1915 gelang es ihm die Versetzung zu den Jagdfliegern, zuerst zur Fokker-Schule nach Schwerin. Noch vor seinem 3. Examen in Döberitz wurde er vom Hauptquartier angefordert und zur Feldfliegerabteilung 67 nach Lothringen geschickt.
Am 1. Juli 1916 erhielt Wintgens den » Pour le Mèrite. Am 25. September 1916 startete Wintgens bei der » Jagdstaffel 1 zusammen mit seinem Freund » Walter Höhndorf in seiner Fokker E.III, um ein deutsches Aufklärungsgeschwader zu schützen. Nach 19 Luftsiegen wurde er bei diesem Flug abgeschossen und starb. Er wurde in St. Quentin beigesetzt und später auf Ersuchen der Verwandten nach Minden überführt.
Siehe auch:
» Datenbank der Jagdstaffel 1
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