StartseiteBlogFotoalbenTagebuchSanke KartenGeschichteDatenbankPresseLinks

(* 24. August 1899 in Tepliwoda Kr. Münsterberg/Schlesien (heute Polen), + 08. Januar 1919 in Kolmar/Posen (heute Polen)) war als Infanterist in Polen und Rumänien, danach Kampfflieger in Frankreich und wurde 1919 mit seinem Flugzeug abgeschossen.

Max Näther wurde am 24. August 1899 in Tepliwoda geboren. Nach Besuch der Volksschule trat er im Frühjahr 1909 in die Landwirtschaftsschule Brieg ein, die er bis zu seinem Notexamen im September 1914 besuchte. Sofort meldete er sich bei der Artillerie in Breslau und verschiedenen anderen Regimentern als Kriegsfreiwilliger, wurde jedoch abgewiesen.

Am 21. November 1914 wurde Näther im Alter von 15 Jahren in Posen bei der Festungs-Fernsprech-Abteilung angenommen und am 10. Februar 1915 an der Front in Polen beim Fernsprechzug Stiller im Detachement Westernhagen eingesetzt. Nach der Beförderung zum Gefreiten meldete er sich zur Infanterie. Beim Landwehr-Infanterie-Regiment 8 wurde er vor allem mit Patrouillengängen beauftragt. Zum Unteroffizier befördert, nahm er am Sturmangriff auf Nowo Georgiewsk teil. Nach dem Kampf um Wilna erhielt er das Eiserne Kreuz II. Klasse (E.K. II.) und wurde Vizefeldwebel. Mit seinem Zug stürmte er bei Smorgon eine vorgeschobene Stellung am 1. Februar 1916. Dafür wurde er mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse (EK I.) ausgezeichnet. Beim Rückzug nach diesem Gefecht wurde er durch einen Lungenschuss schwer verletzt. Am 11. August 1916 erhielt er die Beförderung zum Leutnant.

Nach der Genesung nach Rumänien kommandiert, wohin sein Regiment versetzt worden war, wurde Max Näther Jagdkommandoführer. Nach den Kämpfen am Bodza-Pass, am Buzeul und Rimmicul-Sarat lag er längere Zeit vor der Festung Foscani. Von hier aus meldete er sich zu den Fliegern und kam zum Flugpark Bukarest. Zur weiteren Ausbildung als Flugzeugführer wurde Leutnant Max Näther nach Braunschweig versetzt. Im März 1918 kam er als Kampfflieger nach Frankreich zu einer Jagdstaffel. Nach mehreren Abschüssen wurde er zum Staffelführer der Jasta 62 ernannt und erhielt den Hohenzollern-Hausorden mit Kronen und Schwertern. Er kämpfte an den verschiedenen Offensivfronten, zuletzt in der Gegend von Reims-St.Quentin. Nach 26 anerkannten Abschüssen wurde er zum Orden » Pour le Mérite vorgeschlagen, der ihm auf Grund der Spartakus-Revolution nicht mehr verliehen werden konnte.

Nach der Revolution führte Näther seine Staffel zur Demobilisierung nach Schneidemühl in Posen zurück. Hier erhielt er die Staffel zur „Befreiung der Ostmark“. Auf einem Flug gegen Aufständische am 8. Januar 1919 wurde er durch Artillerie über Kolmar abgeschossen und war sofort tot. Sein Flugzeug landete in einem Holzhof. Deutsche Parlamentäre fanden ihn dort, unter dem Flugzeug liegend und ohne seine Orden und Ehrenzeichen. Am 20. Januar 1919 wurde Max Näther in Heinrichsau beigesetzt.

Keine Kommentare | Neuer Eintrag
Bewertungen: 36 Schnitt: 0


Sie sind hier: