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(* 25. Februar 1895 in Bad Homburg; + 21. November 1917 in Mazedonien) war ein deutscher Jagdflieger im Ersten Weltkrieg. Er geriet 1917 nach seinem 20. Luftsieg in einen Hinterhalt und fiel.

Rudolf von Eschwege wurde am 27. Februar 1895 in (Bad) Homburg geboren. Die Eltern starben früh. In Freiburg besuchte er das Realgymnasium. Bereits dort interessierte er sich für den Flugsport. Mit selbstgebautem Drachenflieger führte er seine ersten Gleit- und Schwebeversuche aus. Seine altpreußische Erziehung („ohne Furcht und Tadel“) Trotz Unfällen und einem Absturz in einen Steinbruch blieb seine Flugsportbegeisterung.

Im August 1913 trat er als Fahnenjunker in das Jägerregiment zu Pferde Nr. 3 ein. Mit der Mobilmachung kehrte er von der Kriegsschule Engers zum Regiment zurück, mit dem er dann ins Feld rückte. Ab Mitte Mai 1915 besuchte Eschwege die Fliegerschule zu Posen und flog bereits im Juli 1915 als Flugzeugführer bei einem Flugpark im Osten, im August darauf an der Front bei der Fliegerabteilung 66, mit der er dann später auf den Balkan kam. Hier war er lange Zeit als Aufklärungsflieger tätig. Bald aber gefiel ihm auch diese Tätigkeit nicht mehr, da die feindliche Luftübermacht zu stark geworden war. Auch die Fokker-Staffel Vardar unter Stenzel kam dagegen nicht an. Überdies erschütterte ihn der tragische Tod seines Monteurs, der bei einem Probeflug durch eine Böe über der Vardarklamm aus dem Flugzeug geschleudert wurde.

Dieses Unglück und die Unzufriedenheit mit seiner Tätigkeit als Aufklärungsflieger waren der Anlass, eine Veränderung zu suchen. In Mannheim wurde er in kürzester Zeit (ca. 40 Flüge pro Tag) zum Jagdflieger umgeschult. Eschweges Laufbahn als Jagdflieger begann in Xanthi im damaligen Südbulgarien. In Drama und Umgebung wurden seine ersten Siege gefeiert, die sich im Pilav-Tepe, der Struma-Ebene und an der weißen Meeresküste fortsetzten und ihm den Ruhm eines sog. Helden einbrachten.

Insbesondere die Bewohner von Xanthi hatten schwer unter feindlichen Bombenabwürfen zu leiden gehabt. Nun vertrauten sie auf ihren Fokker, der sie schützen sollte. Der Meldedienst musste sich jedoch nur auf ein 25 km langes Kabel zur Küste verlassen, wo ein Spähposten am Kap Balustra den Flughafen von Megola-Kavamiti auf der Insel übersehen konnte. Am 18. November 1916 gewann Eschwege über Drama seinen 2. Luftkampf gegen einen englischen Gegner. Nach damaliger Auffassung von Ethik wurde dem getöteten Engländer Ehrerbietung erwiesen. Am 13. Februar griff Eschwege drei, am 12. Juli 1917 zwölf Gegner zugleich an. Beide Male überlebte er.

Am 20. November startete Eschwege zum letzten Mal. Nach wiederholten, erfolgreichen Angriffen auf englische Fesselballone im Strumatal hatte man an Stelle eines Beobachters in die Gondel eines Ballons eine Puppe gesetzt, die einen englischen Offizier vortäuschte und mit 350 kg Sprengstoff gefüllt war. Als Eschwege den Ballon angriff, wurde dieser von unten elektrisch gezündet. Eschwege starb bei der gewaltigen Explosion. Unter größten militärischen Ehren wurde er von den Engländern bei Orljak beigesetzt.

Am 21. November 1917 berichtete die bulgarische Oberste Heeresleitung, dass der von ihr hoch geschätzte Leutnant von Eschwege im Luftkampf den Tod fand. In Deutschland kaum bekannt wurde er auf dem Balkan als "Adler des weißen Meeres" bezeichnet. Kaltblütig und mit eiserner Pflichtauffassung hatte er innerhalb eines Jahres 20 Flugzeuge und Fesselballone abgeschossen.

Einweihung des Eschwegedenkmals in Drama (Bulgarien)

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Kommentar: 1 von Joop Peeters erstellt am : 20.08.2009 14:51 gespeichert
Die Kleinstadt Drama liegt heut zu Tage in Griechenland.
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