(* 04. Juli 1894 in Essen, + 18. November 1970 in Münster war im Ersten Weltkrieg Aufklärungs- und Jagdflieger an der Front in Frankreich und erhielt am 25. Oktober 1918 den Pour le Mérite.
Arthur Laumann wurde am 4. Juli 1894 in Essen geboren. Sein Vater war Fabrikant. Arthur Laumann besuchte die Volksschule in Essen und wurde Kaufmann. Zu Kriegsbeginn rückte er beim 3. Rheinischen Feld-Artillerie-Regiment Nr. 83 ein und kam nach kurzer Ausbildungszeit an die Front.
Im August 1917 wurde er auf seinen Wunsch zur Fliegertruppe kommandiert und als Flugzeugführer ausgebildet. Als Aufklärungsflieger kam er an die Front zurück und setzte bald seine Versetzung zur Jagdstaffel 66 unter Führung des » Pour le Mérite-Fliegers » Rudolf Windisch durch. Am 27. Mai 1918 erfolgte sein erster Abschuss, ein französischer Spad-Zweisitzer. Zur selben Zeit musste Windisch brennend in Frankreich notlanden. In der umkämpften Gegend von Chateau-Thierry schoss Laumann etliche gegnerische Flugzeuge ab. Nach dem Tod von Windischs Nachfolger übernahm Laumann die Jasta 66, bis er zum Führer der Jagdstaffel 10 bestellt wurde. Den » Pour le Mérite erhielt er als letzter Angerhörige des Jagdgeschwaders 1 am 25. Oktober 1918. Am 4. November 1918, dem letzten Kampftag der Jagdstaffel 10, schoss Laumann zum 19. Mal ein gegnerisches Flugzeug ab. Sein Erkennungszeichen war "AL".
Nach dem 1. Weltkrieg arbeitete Laumann wieder in seinem Kaufmannsberuf. Später beteiligte er sich am Aufbau der Flieger-Landesgruppe Rheinland und am Aufbau der deutschen Luftfahrt. Im 3. Reich war er ein überzeugter Aktivist.
Arthur Laumann starb am 18. November 1970 in Münster. Die Beisetzung erfolgte auf dem Friedhof Ohle-Wald in Plettenberg.
Sanke Postkarte Nr. 670
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