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(* 02. Dezember 1892 in ?, + xx.xx.xxxx in ?) war im Ersten Weltkrieg Jagdflieger bei mehreren Jagdstaffeln und schoss vier bestätigte gegnerische Flugzeuge ab.

Ein Portrait von Gastautor Rainer Absmeier.

August Raben zog mit dem Thüringischen Feldartillerie-Regiment Nr. 55 in den Krieg. Am 22. März 1916 bekam er den Herzoglich Sachsen-Ernestinischen Hausorden verliehen und knapp einen Monat später, am 18. April 1916, wurde ihm die Versetzung zur Fliegertruppe genehmigt. Nach seiner Ausbildung kam er zunächst zur Kampfstaffel 25 (Kasta 25) des Kampfgeschwaders 5, die am 1. Januar 1917 zur Schutzstaffel 7 (Schusta 7) umgewandelt wurde. Doch Raben wollte Jagdflieger werden und kam als einer der ersten Piloten nach seiner Jagdfliegerausbildung in Valenciennes am 17. Februar 1917 zur neu aufgestellten Jagdstaffel 36 (Jasta 36), die ihre erste Frontstation ab 1. März 1917 in Le Chatelet im Frontabschnitt der 3. Armee hatte und von » Lt. Albert Dossenbach geführt wurde. Bei dieser Einheit hat er ein gegnerisches Flugzeug abgeschossen, der allerdings unbestätigt blieb. Am 2. August 1917 wurde ihm die Führung der neu aufgestellten Jagdstaffel 39 (Jasta 39) übertragen, die zunächst in Ensisheim, im südlichen Frontabschnitt der Armeeabteilung B lag. Am 21. September 1917 wurde die Jagdstaffel 39 mit den Jastas 1 und 31 zur Unterstützung der 14. deutschen Armee an die italienische Isonzo-Front verlegt. Die Staffel sollte dort an der geplanten österreichisch-ungarischen Offensive teilnehmen und lag auf dem Flugfeld in Campoformido.

August Raben als Staffelführer der Jagdstaffel 18 am 30. August 1918 vor seinem vierten Luftsieg, einer DH4 Nr. A.7708 der 55. Squadron der IAF. Diese erhielt später die Farben der Jagdstaffel 18 (rot/weißer Rumpf, rote Tragflächenoberseite). 


Am 26. September 1917 schoss Raben seine ersten beiden bestätigten Gegner über Lom, zwei Caproni-Bomber, ab. Diese waren auch die ersten beiden Abschüsse der Jagdstaffel 39 (Jasta 39). Am 17. November 1917 wurde Raben bei Beschuss durch gegnerische Fliegerabwehrkanonen (Flak) schwer verwundet und kehrte nicht mehr zu seiner Einheit an die italienische Front zurück. Am 14. März 1918, kurz vor der letzten großen deutschen Offensive an der Westfront, wurde ihm das Kommando über die Jagdstaffel 15 (Jasta 15) übertragen. Am 20. März 1918 bricht er sich beim einem Fehlstart mit seiner Maschine auf dem Flugplatz in Bruille den Arm und wird danach im Krankenhaus Marle behandelt. Am 23. März 1918 wurde Raben die Führung der Jagdstaffel 18 (Jasta 18) übertragen. Das ergab sich, weil Hauptmann » Rudolf Berthold Kommandeur des Jagdgeschwaders 2 wurde und fast den gesamten Pilotenstamm der Jagdstaffel 18 (Jasta 18) gegen den der Jagdstaffel 15 (Jasta 15) austauschte, die dem Jagdgeschwader 2 angehörte. Bei der Jagdstaffel 18 (Jasta 18) führte Raben die rot-weiße Farbe und dazu den Raben als Staffelbemalung auf dem Rumpf der Flugzeuge ein. Am 13. August 1918 schoss er bei der Jasta 18 ein gegnerisches Flugzeug ab. Es war entweder eine DH4 oder DH9 von der 205. und 206. Squadron des Royal Flying Corps (RFC), die an diesem Tag insgesamt vier Flugzeuge verloren. Seinen nächsten Gegner schoss Raben vierzehn Tage danach ab. Am 30. August 1918 war eine DH4 der 55. Squadron der IAF (Independent Air Force) sein vierter und letzter Abschuss vor Kriegsende. Die Besatzung 2nd Lt. H. H. Doehler und 2nd Lt. A. S. Papworth gerieten in Gefangenschaft. Raben führte die Jagdstaffel 18 (Jasta 18) bis Kriegsende. Er wurde fünf Mal verletzt, davon zwei Mal leicht und erhielt für die Führung der Jagdstaffel 18 (Jasta 18) das Ritterkreuz mit Schwertern des Königlichen Hausorden von Hohenzollern verliehen. Unter der Führung von Raben schoss die Jasta 18 bis zum Waffenstillstand ca. 40 gegnerische Flugzeuge ab.

Danach verlieren sich seine Spuren.

Einheiten:
• Kampfstaffel 25 (Kasta 25)
• Schutzstaffel 7 (Schusta 7)
• Jagdstaffel 36 (Jasta 36)
• Jagdstaffel 39 (Jasta 39)
• Jagdstaffel 15 (Jasta 15)
• Jagdstaffel 18 (Jasta 18)

Auszeichnungen:
• Königlicher Hausorden von Hohenzollern mit Schwertern

Abschüsse:
n/b. - 27.05.1917 - Jasta 36 - Farman - Mourmelon le Grand
01. - 26.09.1917 - Jasta 39 - Caproni - südl. Tolmein
02. - 26.09.1917 - Jasta 39 - Caproni - südl. Tolmein
03. - 13.08.1918 - Jasta 18 - D.H. 9 - nordöstl. Metz
04. - 30.08.1918 - Jasta 18 - D.H. 4 - südl. Amanweiler

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