(* 07. Dezember 1892 in Oberhohnsdorf /Sachsen, + 24. Januar 1917 in der Nähe von Valenciennes) wechselte von der Infanterie zur Fliegertruppe, wurde Kampfflieger an der Westfront und verunglückte als Fluglehrer in Frankreich tödlich.
Leopold Rudolf Reimann wurde am 7. Dezember 1892 in Oberhohnsdorf nahe Zwickau/Sachsen geboren. Nach seiner Schulausbildung meldete er sich als Kriegsfreiwilliger zunächst beim Pionier-Bataillon Nr. 12. Hier erhielt er am 30. August 1914 das Eiserne Kreuz 2. Klasse (EK 2). Nach einer schweren Verwundung im Frühjahr 1915 wurde ihm im Juni 1915 die Goldene Militär-St.-Heinrichs-Medaille verliehen. Nach seiner vollständigen Genesung wurde sein Gesuch genehmigt, der Fliegertruppe überstellt zu werden.
Leopold Reimann erwarb die Pilotenlizenz und flog bei der Feldflieger-Abteilung 32 (FFA 32), Kampfeinsitzerkommando B (KEK B). Am 23. August 1916 wurde er zur » Jagdstaffel 1 (Jasta 1) versetzt, in der er bis zum 1. September 1916 Kampfeinsätze flog. Nachdem er am 10. September 1916 das Eiserne Kreuz 1. Klasse (EK 1) erhalten hatte, wurde er der neu gegründeten Jasta 2 zugewiesen. Am 22. Oktober 1916 wurde Leopold Reimann um 17:40 im Luftkampf über St. Catherine von Angehörigen der Englischen 11. oder 57. Squadron schwer verwundet.
Nach seiner Genesung heiratete Leopold Reimann im Dezember 1916 seine langjährige Verlobte. Kurz danach wurde er zur Jasta-Schule nach Valenciennes beordert, um junge Nachwuchspiloten für den Fronteinsatz auszubilden. Bei dieser Schulungstätigkeit verunglückte Leopold Reimann am 24. Januar 1917 in seiner Albatros D III -526/16 mit dem Erkennungszeichen "R" für Reimann. Die Flügel seiner Maschine hielten dem Luftdruck nicht stand, zerbrachen und die Maschine stürzte ab. Reimann starb im Alter von 24 Jahren.
Vizefeldwebel Leopold Rudolf Reimann wurden insgesamt sieben Abschüsse zugeschrieben, davon fünf bestätigte und zwei unbestätigte. Die bestätigten Abschüsse: am 24. August 1916 um 18:30 eine Sopwith über Ost-Metz-en-Couture (bei der » Jasta 1); vier weitere Abschüsse am 22. September, 16., 21. und 22. Oktober 1916 (bei der Jasta 2).
Das Fliegergrab von Leopold Reimann befindet sich auf dem Friedhof Frasnoy in Nord/Frankreich.
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