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(* 1892 in Wülfel bei Hannover, + 1977 in Haifa/Israel) studierte Elekrotechnik und wurde als Jagdflieger bei der Jasta 10 an der Westfront eingesetzt. Im Winter 1935/1936 wanderte die Familie nach Palästina aus.

Friedrich Rüdenberg stammt aus einer alteingesessenen deutsch-jüdischen Familie. Er wurde 1892 in Wülfel geboren und war der vierte Sohn des Federn- und Deckenfabrikanten Georg Rüdenberg und seiner Ehefrau Elsbeth, der Tochter des Braunschweiger Landesrabbiners Levi Herzfeld. Nach der Insolvenz der Fabrik und der Scheidung der Ehe siedelte die Familie nach Hannover über. Fritz Rüdenberg besuchte dort das Realgymnasium und studierte an der Technischen Hochschule in Hannover. Kurz vor seinem Abschlussexamen zum Elektroingenieur trat er Anfang September 1914 als Kriegsfreiwilliger bei der Flieger-Ersatz-Abteilung Hannover ein.

Die Fliegerausbildung erhielt Rüdenberg zwischen Juni und Dezember 1915 bei der Flieger-Ersatz-Abteilung 5 in Hannover. Im Januar 1916 wurde Rüdenberg zur Fliegerschule der 5. Deutschen Armee auf dem Truppenübungsplatz Frascati (Festung Metz) versetzt. Ausgebildet wurde er dort von Oberleutnant Schmikali und anschließend zum Armee-Flugpark 5 nach Montmédy versetzt. Zu dieser Zeit war die Schlacht um Verdun schon einige Monate im Gange. Der Armee-Flugpark 5 stand unter dem Kommando von » Hauptmann Keller, der Experte für die Organisationsabläufe von Bomberangriffen war und die ersten Bombenangriffe auf Paris befehligte. » Alfred Keller erhielt hierfür die höchste Auszeichnung, den » Pour le Mérite.

Rüdenberg wurde später zur Artillerie-Flieger-Abteilung 209 auf dem Ostufer der Maas versetzt, die von Hauptmann Funk befehligt wurde. Rüdenbergs Hauptaufgabe bestand dort im Einschießen der Batterien auf Frontziele. Zu dieser Zeit bestand bereits » Funk-Radio-Verbindung vom Flugzeug zur Batterie.

Der Beobachter (» "Franz") von Friedrich Rüdenberg war der aus Lübeck stammende Leutnant Testorph. Beide erledigten die ihnen gestellten Aufträge zur vollsten Zufriedenheit der Obersten Heeresleitung. Am 1. August 1916 wurde Rüdenberg als Verstärkung zur Flieger-Abteilung A 259 beordert, die im Abschnitt der Somme-Front zwischen Péronne und Bapaume mit Artillerie-Einschießen und Fotografieren der englischen Front beschäftigt war. Zu dieser Zeit erhielt Rüdenberg, der vorher das Eiserne Kreuz II. Klasse erhalten hatte, das Eiserne Kreuz I. Klasse. Ende September 1916 wurde erstmals das effiziente deutsche Kampfflugzeug, die Albatros D 3, an der Somme-Front eingesetzt. » Hauptmann Boelcke reorganisierte hier in kurzer Zeit die Staffelformationen und setzte sie so ein, dass sie sich gegenüber den englischen Verbänden behaupteten.

Auf Grund seiner Leistungen und Fronterfahrungen wurde Rüdenberg Ende August 1917 für eine Woche zur Weiterbildung zur Jagdstaffelschule nach Valenciennes beordert. Von dort wurde er zur Jasta 10 in das belgische Dorf Marcke bei Kortrijk versetzt, die von dem » „Pour le Mérite“-Flieger Werner Voss geleitet wurde. Die Jasta 10 war eine der 4 Jasta's, die das Jagdgeschwader 1 unter Führung von » Manfred von Richthofen bildeten.

Friedrich Rüdenberg überlebte den Ersten Weltkrieg, wurde wissenschaftlicher Assistent bei Prof. Petersen an der Technischen Hochschule Darmstadt und arbeitete bei Flettner in Berlin an Projekten zur Nutzung der Windenergie.

Rüdenberg heiratete 1922 Hansi Rosenfelder, beide ließen sich in Berlin nieder. 1924 und 1927 wurden die beiden Töchter geboren. 1931 wurde Friedrich Rüdenberg technischer Direktor der AEG-Türkei und siedelte mit seiner Familie dorthin über. Nach der Machtergreifung durch die Nazis 1933 erfuhr die Familie von den sich anbahnenden rassistischen Verbrechen in Hitlerdeutschland und entschloss sich, im Winter 1935/1936 nach Palästina auszuwandern.

Eine umfassende, detaillierte Wiedergabe der Lebensgeschichte von Friedrich Rüdenberg und seiner Familie wird von seiner in Israel lebenden Tochter, Mrs. Elisheva Litan, in einer Biografie ausführlicher dargestellt:

Download: » Biographie von Friedrich Rüdenberg (PDF)

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