(* 19. September 1896 in Altchristburg/Kreis Mohrungen/Ostpreußen (heute Polen), + unbekannt) kam von der Kadettenanstalt aus direkt an die Ostfront, nach der Flugzeugführer-Ausbildung nach Galizien und an den Suez-Kanal. Bei Kämpfen an der Westfront verlor er eine Hand.
Franz Schleiff wurde am 19. September 1896 in Altchristburg geboren. Sein Vater war Forstmeister. Franz Schleiff wurde im Kadettenkorps in Köln und Lichterfelde erzogen und trat im Februar 1914 in das Feldartillerie-Regiment 73 Allenstein als Fähnrich ein. Bei diesem Regiment wurde er zum Leutnant befördert.
Den Krieg machte Schleiff vom ersten Tag an beim Regiment als Zugführer und Ordonnanzoffizier (Tannenbergschlacht, erste Masurenschlacht, Vormarsch auf Warschau, Lodz, Winterschlacht in den Masuren) mit. Nach einer Verwundung und einer langwierigen Typhuserkrankung meldete sich Schleiff zur Fliegertruppe.
Im Juli 1915 erhielt er die Flugzeugführerausbildung bei der Flieger-Ersatz-Abteilung 9 in Darmstadt und wurde im September 1915 der Flieger-Abteilung 54 in Galizien zugeteilt. Dort führte er mit seinem Beobachter, Leutnant Meyer-Spelbrink, Aufklärungsflüge durch, die ihm ein Anerkennungsschreiben des Kaisers und das E.K. I einbrachten. Im Juli 1916 wurde Schleiff zur Inspektion der Fliegertruppen nach Berlin kommandiert und im August zur Fliegerabteilung 300 an den Suez-Kanal versetzt.
Mit seinem Beobachter, Oberleutnant Daum, und seiner gelben Rumpler C 1 fügte er dem achtfach überlegenen Gegner große Schäden zu. Jeder Flug mit dem schwerfälligen Doppelsitzer, der die Besatzung weit hinter die feindlichen Linien führte, brachte Luftkämpfe mit 3-4 Engländern, die bessere Maschinen hatten. Daum und Schleiff schossen mit ihrer Maschine drei Engländer in Kampfeinsitzern (2 davon neue Sopwith) über der Front ab.
In der großen Gaza-Schlacht sprengten Schleiff und Daum 150 km hinter der Front eine große Wasserleitung, die die Engländer neben ihrer Bahn durch die 600 km lange Wüste gebaut hatten. Schleiff und Daum entkamen mit der von einer englischen Schwadron zerschossenen Rumpler und erhielten daraufhin den Hohenzollern-Hausorden und die türkische Liakat-Medaille.
Wegen einer Ruhrerkrankung musste Schleiff im September nach Deutschland zurückkehren. 4 Wochen später stellte er sich bei der Jasta 41 im Elsass. Nachdem Schleiff aus gesundheitlichen Gründen das Kommando über ein neues Einsitzergeschwader für die Türkei abgelehnt hatte, erhielt er am 15. Januar 1918 die Führung der Jasta 56. Eingesetzt wurde die Staffel das erste Mal am 19. Februar bei Cambrai. 30 Abschüsse von Engländern in 5 Wochen wurden der Staffel zuerkannt. Leutnant Schleiff verantwortete davon 18 Abschüsse. Am 27. März 1918, Schleiff führte in dieser Zeit die Jagdgruppe 9, erhielt er einen Querschläger durch das linke Handgelenk. Er konnte die Maschine noch bis zur Front führen, wo er dann 200 m hinter der eigenen Infanterie ohnmächtig landete. Die Hand und fast der ganze Unterarm mussten amputiert werden. Die Zeit bis zur Revolution verbrachte Schleiff im Lazarett.
Am 3. April 1918 war Schleiff schon zum » Pour le Mérite vorgeschlagen worden, erhielt ihn aber nicht mehr. Im Frühjahr 1919 erhielt er bei den Straßenkämpfen in München eine schwere Kopfverletzung und lag wieder 2 Monate im Lazarett. In Königsberg wurde dann ein Geschwader von Rittmeister v. Bredow aufgestellt, bei dem Schleiff eine Staffel führte. Als diese aufgelöst wurde, bat er als Oberleutnant um seinen Abschied.
Bei einem großen Sportfest in Königsberg flog er mit Hauptmann Lörzer. Alle Zeitungen berichteten von seinen fliegerischen Leistungen, die er trotz Einhändigkeit erreichte. Mit großer Begeisterung blieb Schleiff der Fliegerei treu.
Weitere Einzelheiten sowie sein Todesdatum können in unserem » Forum mitgeteilt werden.
Abschüsse von Franz Schleiff (n/b = nicht bestätigt):
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1
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11 Mai 1917
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FA 300
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Martinsyde G.100
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Beersheba
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2
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25 Jun 1917
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FA 300
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B.E.12
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s/o von Kafie
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n/b
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29 Jun 1917
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FA 300
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Scout
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Chanjuyis/Khan Yunis
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3
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06 Dec 1917
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Jasta 41
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AR2
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Butweiler
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4
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19 Feb 1918
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Jasta 56
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AWFK 8
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s/o von Epehy
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5
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21 Feb 1918
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Jasta 56
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R.E.8
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Havrincourt Wood
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6
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05 Mar 1918
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Jasta 56
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R.E.8 (A4748)
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s von Havrincourt Wood
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n/b
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10 Mär 1918
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Jasta 56
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D.H.4
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n/w von Havrincourt Wood
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7
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12 Mär 1918
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Jasta 56
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R.E.8 oder Bristol F.2b
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Gozeaucourt
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8
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13 Mär 1918
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Jasta 56
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Bristol F.2b
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s von La Terriere
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9
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17 Mär 1918
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Jasta 56
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Bristol F.2b
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Bruy-Bony
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10
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22 Mär 1918
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Jasta 56
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D.H.4
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Templeux
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11
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22 Mär 1918
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Jasta 56
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Sopwith Camel
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Verinaux-Vermand
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12
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24 Mär 1918
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Jasta 56
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S.E.5a
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Villers Carbonnel
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| Kommentar: 1
von Th. Nehrenheim erstellt am : 18.06.2011 15:04
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Korrektur: Es gibt keine Winterschlacht "in den Masuren", sprachlich nicht. Genauso wie man nicht "in die Hessen" fährt.
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