(* 23. März 1885 in Neunkirchen/Saar, + 24. Juli 1944 in Neunkirchen/Saar) musste gegen seinen Plan, als promovierter Jurist Dozent zu werden, die ererbte Brauerei leiten, wurde bei Kriegsbeginn Kavallerist und später Beobachter und Flugzeugführer.
Otto Schmidt wurde am 23. März 1885 in Neunkirchen/Saar geboren. Sein Vater war Brauereibesitzer, Otto dessen zweiter Sohn. Er besuchte das Gymnasium in Kreuznach und studierte in Heidelberg, Paris und Leipzig. In Leipzig bestand er das juristische Abschlussexamen und promovierte dort.
Nach einem Jahr beim Husarenregiment 9 in Straßburg wurde Schmidt Anfang 1910 zum Offizier befördert. Er wollte sich danach auf die Dozenten-Laufbahn vorbereiten, musste aber nach dem Tod seines einzigen Bruders die elterliche Schlossbrauerei Neunkirchen/Saar übernehmen, die er bis Kriegsbeginn erfolgreich leitete. Kurz vor Kriegsbeginn wurde Schmidt in das Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 12 einberufen, mit dem er dann in den Krieg ziehen musste. Das Regiment war Divisions-Kavallerie bei der 33. Division. Schmidt blieb 3 Monate dort, wurde danach zur Infanterie III. Bataillon Jäger-Regiment (J.R.) 120 als Adjutant versetzt und kurz darauf zum Kompanieführer befördert. Anfang März 1915 wurde er bei einem gegnerischen Angriff verschüttet und lebensgefährlich verletzt. Nach zweimonatigem Lazarettaufenthalt wurde er zum Reserve-Infanterie-Regiment 23 versetzt. Von dort aus wurde er Kompanieführer beim Regiment 144 und dann Ordonnanz-Offizier bei der 33. Division. Anfang 1916 wurde Schmidt zum General-Kommando XVI. A.K. als 1. Ordonnanzoffizier kommandiert. Wiederholte Meldungen zur Fliegertruppe waren ihm abgeschlagen worden, da sein Vorgesetzter, Exzellenz von Mudra, nicht auf ihn verzichten wollte.
Nachdem von Mudra im März 1916 versetzt und zum Führer der Angriffsgruppe Ost bei Verdun ernannt wurde, gelang es Schmidt, sein Gesuch um Versetzung zur Fliegertruppe durchzusetzen. Er wurde aber nicht, wie er es gewünscht hatte, Flugzeugführer, sondern zur Ausbildung als Beobachter der Feldfliegerabteilung 25 überwiesen. Dort blieb er 14 Tage, machte einige Feindflüge und kam dann zum Beobachterkurs nach Warschau. Im Juni 1916 wurde er in die Fliegerabteilung 25 als Beobachter versetzt. Bei dieser Abteilung hat Schmidt mehr als 150 Feindflüge mitgemacht, fotografiert, Artillerie eingeschossen usw. In der Nähe von Verdun schoss er einen französischen Caudron und einen Fesselballon ab. Danach wurde er mit seinem Führer selbst abgeschossen; in Folge eines Treffers flog ein Propellerflügel weg, der Motor brach aus dem Flugzeug heraus.
Im Oktober 1916 gelang es Schmidt, die Kommandierung zur Ausbildung als Flugzeugführer durchzusetzen. Nach der Ausbildung in Paderborn und Krefeld kam er im März 1917 zur Jagdstaffel 7. In Folge geminderter Sehkraft wurde er nicht gegen gegnerische Flugzeuge eingesetzt, sondern verzeichnete den Abschuss von drei Fesselballonen. Daraufhin wurde er selbst Führer der Jasta 32. Als die Flandernschlacht begann, wurde er Führer der Jagdgruppe II und gleichzeitig der Jasta 29, die damals in Thourut lag. In Flandern schoss Schmidt 3 Ballone und 4 Flugzeuge ab. Bei einem weiteren Ballonangriff wurde er verwundet. Er erreichte noch den eigenen Flugplatz und landete glatt.
Im Juli 1918 konnte Schmidt auf Krücken das Lazarett verlassen. Mittlerweile war der zum Führer der Jasta 5 ernannt worden. Gleichzeitig wurde ihm seine alte Jagdgruppe 2 wieder zugeteilt. Zu dieser Gruppe gehörten neben der Jasta 5 noch die Staffeln 34, 37 und 42. Mit der Jasta 5, vor allem unter Anleitung des Jagdfliegers » Fritz Rumey, wurden Schmidt große Erfolge zugewiesen. Neben » Fritz Rumey waren » Otto Könnecke und » Josef Mai in der Jagdstaffel 5. Trotz des ständigen Rückzuges, in dem sich die Staffel seit 8. August 1918 befand, hielt sie sich weiter startbereit und verzeichnete bis zum Waffenstillstand keine Verluste.
Oberleutnant Schmidt, der im September 1917 den Hohenzollern-Hausorden erhalten hatte, war Ende Oktober 1918 zum » Pour le Mérite eingereicht worden, konnte ihn aber nicht mehr erhalten. Die Jagdstaffel 5 schoss unter Führung von Otto Schmidt den 200. und 300. Gegner ab. Die Zahl der Abschüsse der unter dem Namen „Kanonen-Staffel“ bekannten Einheit belief sich bei Waffenstillstand auf fast 400, übertroffen nur von den Jagdstaffeln Richthofen und Boelcke. Schmidt selbst wurden 24 anerkannte Abschüsse zugeordnet.
Dr. Otto Schmidt ist am 24. August 1944 gestorben und wurde auf dem Friedhof Neunkirchen (Saar) begraben.
Anerkannte Abschüsse von Otto Schmidt (n/b = nicht bestätigt):
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1
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20 Juni 1916
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FA 25
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EA
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2
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11 Juli 1916
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FA 25
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Ballon
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3
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25 Juni 1917
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Jasta 7
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Ballon
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Elsendamen
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4
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27 Juni 1917
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Jasta 7
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Ballon
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Westvlederen
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n/b
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04 Juli 1917
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Jasta 32
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Farman
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s von Poehlberg
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5
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06 Juli 1917
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Jasta 32
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SPAD
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Guyencourt
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6
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16 Juli 1917
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Jasta 32
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Ballon
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Mourmelon le Petit
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7
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26 Aug 1917
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Jasta 29
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Ballon
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s von Loos
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8
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11 Sept 1917
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Jasta 29
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Nieuport Scout (B3635)
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n/o von Bixschoote
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n/b
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14 Sept 1917
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Jasta 29
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Sopwith
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De Ruyter
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9
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16 Sept 1917
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Jasta 29
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Ballon
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s/w von Forthem
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10
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28 Sept 1917
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Jasta 29
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Sopwith Pup
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Bixschoote
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11
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26 Aug 1918
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Jasta 5
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Ballon
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s von Morcourt
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12
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04 Sept 1918
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Jasta 5
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Bristol F.2b
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Gouzeaucourt
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n/b
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04 Sept 1918
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Jasta 5
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Ballon
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Loos
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13
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07 Sept 1918
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Jasta 5
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Ballon
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s/w von Bertincourt
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14
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20 Sept 1918
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Jasta 5
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Bristol F.2b
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Fresnoy le Grand
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15
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24 Sept 1918
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Jasta 5
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S.E.5a
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Rumaucourt
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16
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27 Sept 1918
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Jasta 5
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Bristol F.2b
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Cattenieres
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17
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01 Okt 1918
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Jasta 5
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S.E.5a
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Ferme de Pavillon
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18
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06 Okt 1918
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Jasta 5
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R.E.8
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ö von Esnes
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19
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08 Okt 1918
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Jasta 5
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R.E.8
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Loos
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20
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04 Nov 1918
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Jasta 5
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EA
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