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(* 27. Mai 1883 in Berlin, + 20. Juli 1975 in Berlin) war ein deutscher Jagdflieger im Ersten Weltkrieg bei der Flieger-Ersatz-Abteilung 11, Jagdstaffelschule I, den Jagdstaffeln 15 und 18 und überlebte beide Weltkriege.

Hans Walter Schultz wurde am 27. Mai 1893 in Berlin geboren. Er besuchte die Realschule, die er mit dem Abschluss der Mittleren Reife verlies. Danach trat er eine Maurerlehre an und erhielt am 5. November 1911 den Handwerksbrief zum Maurer. Später studierte er Architektur und betätigte sich als Architekt.

Zu Beginn des Ersten Weltkrieges begann Schultz seine Dienstzeit und wurde Anfang 1917 von den Fliegern übernommen. Vom 31. Januar 1917 bis 30. September 1917 diente er bei der Flieger-Ersatz-Abteilung 11 und wurde vom 01. Oktober 1917 bis 12. Oktober 1917 zur Ausbildung an die Jagdstaffelschule I versetzt. Nach bestandener Pilotenprüfung wurde er zur Jagdstaffel 15 abkommandiert, bei der Hans Walter Schultz vom 13. Oktober 1917 bis zum 20. März 1918 diverse Einsätze flog. Anschließend kam er vom 21. März 1918 bis zum 6. Juni 1918 zur Jagdstaffel 18. Am 22. März 1918 wurde Leutnant Schultz jenseits der englischen Front abgeschossen, schaffte es aber, am 24. März 1918 wieder auf die deutsche Seite der Front zu gelangen. Am 4. Mai 1918 gelang es Schultz bei Vieux Berquin einen englischen Sopwith Camel (Jagdeinsitzer) abzuschießen. Am 06. Juni 1918 wurde er um 19:05 nördlich Hazebrouck (Flandern) im Fokker D.VII 368/18 (militärische Abnahmenummer) 2455/18 (Fokker Werknummer) - (G/2Bd/14) von Lt. G.H.R. Lagesse of 29 Sqdn S.E.5 (RAF) abgeschossen und geriet in englische Gefangenschaft aus der er erst am 26. Oktober 1919 entlassen wurde. Die Maschine war nach Ihrer Beutenahme Gegenstand mehrerer Untersuchungen und wurde anschließend in der Acriculture Hall in Islington bei London in den sogenannten "Enemy View Rooms" ausgestellt. Sie wurde jedoch später verschrottet.


Leutnant Hans Walter Schultz erhielt folgende Auszeichnungen:

Datum  Auszeichnung 
12. Juli 1916  Eisernes Kreuz 2. Klasse 
01. Juni 1917   Eisernes Kreuz 1. Klasse 
27. Dezember 1917  Flugzeugführerabzeichen 
14. Juni 1918  Ehrenkreuz für Frontkämpfer 
14. Juni 1918  Ehrenbecher 


Nach dem Krieg wurde Schultz der Landwehr I in Berlin zugewiesen. Später heiratet Hans Walter Schultz seine Frau Edith. Die Ehe blieb kinderlos. Er ging bis 1938 seinem zivilen Beruf als Architekt nach und erreichte am 15. September 1938 den Beurlaubtenstand als Reserveoffizier

Im Zweiten Weltkrieg war Schultz inaktiv und wurde 1942 aus dem Militärdienst entlassen. Hans Walter Schultz starb 92-jährig am 20. Juli 1975 in Berlin.

Die vorgenannten Daten wurden von dem Großneffen von Hans Walter Schultz, Dipl. Ing. M. Siegenbeck, im Februar 2009 zur Verfügung gestellt.

E-Mail: » siegenbeck@reha-klinik-odt.de

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Kommentar: 1 von William erstellt am : 24.10.2009 16:55 gespeichert
Bei dem vierten "Orden" von links handelt es sich um eine Gedenkmünze "Gold gab ich zur Ehr, Eisen nahm ich zur Wehr" aus dem Jahr 1916.
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