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(* 21. November 1888 in Jocketa/Vogtland, Kreis Zwickau/Sachsen, + 1. August 1957 in Hamburg) war ein Flugpionier (gen. Alter Adler), Rekordflieger, Teilnehmer am „Prinz-Heinrich-Flug“ und später Führer der Kampfstaffel 10.

Paul Sommer wurde am 21. November 1888 in Jocketa i.V. geboren. Seine Eltern waren Ida Sommer geb. Schiller und ihr Ehemann, der Landwirt Ferdinand Sommer. Von 1895 bis 1899 besuchte Paul Sommer die Höhere Bürgerschule und von 1899 bis 1901 das Humanistische Gymnasium in Plauen. Danach trat Paul Sommer in das Sächsische Kadettenkorps Dresden ein, dem er von 1901 bis 1906 angehörte. Anschließend besuchte er bis 1907 die Kriegsschule Anklam.

Bereits am 24. März 1906 trat er als Fähnrich in das Infanterie-Regiment Nr. 134 ein und wurde in dieser Einheit am 19. August 1907 zum Leutnant befördert. Am 1. Februar 1912 wurde Paul Sommer zur Ausbildung als Flugzeugführer an die Euler-Flugschule in Frankfurt a.M. kommandiert und erwarb dort am 10. Mai 1912 die Flugzeugführerlizenz Nr. 196 für Zweidecker.

Fédération Aéronautique Internationale (F.A.I.) Deutschland No 196

Die unterzeichnete von der F.A.I. Deutschland anerkannte Sportbehörde ernennt hiermit Herrn Paul Sommer (Leutnant Kgl. Sächs. 10. Inf. Regt. Nr. 134, geb. zu Jocketa i/V. den 21. Nov. 1988) nach Erfüllung aller von der F.A.I. vorgeschriebenen Prüfungsbestimmungen zum Flugzeugführer für Zweidecker.

10. Mai 1912
Deutscher Luftschiffer Verband  


Nach dieser Ausbildung wurde er am 1. Oktober 1912 zur Fliegerstation Darmstadt, Fliegerbataillon 1, beordert. Am 1. Oktober 1913 trat er als Flugzeugführer den Dienst bei der Fliegerabteilung (FA) 29 an. Vom 10. Bis zum 17. Mai 1913 nahm Paul Sommer am „Prinz-Heinrich-Flug“ teil. Der Wettbewerb diente der Erprobung der neuesten deutschen Flugmodelle unter Praxisbedingungen und war vorwiegend militärisch ausgerichtet. Das Programm bestand aus einem Mehr-Etappen-Flug und Luftaufklärungsübungen. Er mußte bei einem Flug, aufgrund einer Wetterverschlechterung auf freiem Feld notlanden und überschlug sich. Bei diesem Unglück zog er sich schwere innere Verletzungen zu.

Lt. Paul Sommer und Hauptmann v. Dewall auf Euler Doppeldecker (Darmstadt 1913)  


Vom 2. August 1914 bis zum 14. Juli 1915 flog Sommer bei dem Etappen-Flugpark (EFP) 3, Fliegerabteilung (FA) 22, als Flugzeugführer. Am 1. Dezember 1914 wurde er zum Oberleutnant befördert. Am 15. Juli 1915 übertrug ihm der Kommandeur der Fliegertruppen die Leitung der Fliegerschule der Fliegerersatzabteilung (FEA) 7 in Köln. Am 15. Juli 1915 wurde Paul Sommer an den Flugpark West der Obersten Heeresleitung (OHL) nach Tergnier in Frankreich versetzt und dort zum Leiter der Fliegerschule ernannt. Vom 18. August 1916 bis 22. August 1917 war Paul Sommer Staffelführer der Kampfstaffel 10 Kampfgeschwader 2 der Obersten Heeresleitung (Kagohl 2) und wurde bei dieser Einheit am 21. Dezember 1916 zum Hauptmann befördert. Am 23. April 1917 wurde er Abteilungsführer der Fliegerabteilung (A) 264. In dieser Abteilung blieb Paul Sommer bis zum Ende des Krieges.

Am 28. Mai 1920 heiratete Paul Sommer Esther Berckemeyer. Sie wurden Eltern von zwei Söhnen (Hartmut, geb. am 15. Januar 1927 und Erhard, geb. am 28. Februar 1929) und zwei Töchtern (Maria, geb. am 11. April 1921 und Gertraud, geb. am 09. Dezember 1922).

Bis August 1921 nahm Sommer weiterhin Aufgaben im Bereich der Militärfliegerei wahr, u.a. als Kommandeur am Fliegerhorst im sächsischen Großenhain als Kommandeur bei der Kraftwagenkolonne 223 der Bildstelle des Kommandos IV Dresden. Am 3. August 1921, inzwischen im Dienstgrad eines Majors, trat Paul Sommer aus dem aktiven Wehrdienst aus.

Luftaufnahme vom Flughafen Grossenhain (Höhe 100m). Flugzeugführer war Leutnant Fuchs. Die hochauflösende Aufnahme wurde durch seinen Beobachter Leutnant Kässberg angefertigt. 


In der Zeit bis 1933 arbeitete Sommer in diversen Positionen beim Flottmann-Konzern in Herne, als Gutachter über Flugzeugmotoren beim Reichsverkehrsministerium (R:V:M) Abt. Luftfahrt, wurde er Leiter des Flughafens Dortmund, Geschäftsführer der Flughafen GmbH Dortmund und Vorstand der Luftverkehrs AG Westfalen (Welu).

Hier bekannte Stationen in der Zeit des Naziregimes:

Am 20. Juli 1934 wurde Sommer vom Reichsluftfahrtministerium (R.L.M.) mit Sondervertrag als Berater eingestellt und ab 1. März 1935 erneut als Soldat verpflichtet. 1937 wurde er Stabsoffizier der Luftwaffe in Nürnberg, am 1. September nach Hamburg versetzt, kam 1939 zur kriegswissenschaftlichen Abteilung der Luftwaffe, 1943 zum Fliegerersatz-Bataillon III in Frankfurt/Oder und wurde am 31. Juli 1944 daraus im Rang eines Oberst entlassen.

Über den beruflichen Werdegang nach dem Zweiten Weltkrieg ist hier nichts bekannt.

Paul Ferdinand Sommer starb am 1. August 1957 in Hamburg und wurde am 7. August 1957 auf dem Friedhof in Hamburg Gr. Flottbek beigesetzt.

Datum  Auszeichnung 
24.12.1912   Pr. R.M. a.B.  
21.01.1913  Flugzeugführer Abzeichen 
25.05.1914  Pr. Kr. O. IV 
20.09.1914  Eisernes Kreuz (E.K.) II  
27.01.1915  Eisernes Kreuz (E.K.) I 
22.03.1915  A.R. II mit Schwertern 
21.01.1917  V.R. II mit Schwertern 
09.05.1917  Militär-Sankt-Heinrichs-Orden mit Schwertern 
11.07.1917  R. d. Kgl. H.O.v.H. mit Schwertern 
19.09.1917  Hamburger Hanseatenkreuz  
21.10.1918  A.R. I mit Schwertern 
31.01.1935  Flieger-Erinnerungsabzeichen 1919  
02.10.1936  D.A. III.-IV Klasse 
11.11.1936  Verwundeten Abzeichen in schwarz 
01.10.1937  D.A. II. Klasse 
30.01.1943  Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern 

Datum  Dienstlaufbahn 
24.03.1906  als Fähnrich beim Infantrieregiment (I.R.) 134 eingetreten 
19.08.1907  Beförderung zum Leutnant 
01.02.1912  Ausbildung zum Flugzeugführer an der Euler Flugschule 
10.05.1912  Ernennung zum Flugzeugführer mit der Fluglizenz Nr. 196 
01.10.1912  als Flugzeugführer zur Fliegerstation Darmstadt kommandiert 
01.10.1913  Flugzeugführer beim Fliegerbataillon 1 
02.08.1914  Flugzeugführer bei der Fliegerabteilung 29 
21.09.1914  Flugzeugführer beim Etappen-Flugpark 3 
22.10.1914  Flugzeugführer bei der Fliegerabteilung 22 
01.12.1914  Beförderung zum Oberleutnant 
15.07.1915  Leiter der Fliegerschule der Flieger-Ersatzabteilung (FEA) 7 in Köln 
01.09.1915  Versetzung zur Inspektion der deutschen Fliegertruppen  
06.10.1915  Leiter der Fliegerschule Flugpark West der OHL Tergnier 
18.08.1916  Flugzeugführer beim Flugpark Bug. 
25.08.1916  Staffelführer der Kampfstaffel (Kasta) 10 OHL 
21.12.1916  Beförderung zum Hauptmann 
23.04.1917  Abteilungsführer der Fliegerabteilung (FA) 264 
01.01.1919  Flieger XII/XX A.K. beim Stabe 
31.03.1919  Ernennung zum Kommandeur der Flieger 
01.10.1919  Kommandeur der sächsischen Fliegertruppe 
24.01.1920  Kommandeur beim Fliegerhorst Großenhain 
08.05.1920  Versetzung gl. Kommandierung zur Bildstelle d.W. Kdo. IV Dresden Kraftwagen Kol. 223  
01.10.1920  Stabsoffizier beim Stabe Kraftf. Abt. 19 
01.01.1921  Stabsoffizier beim Stabe Kraftf. Abt. 4 
10.06.1921  zum Infantrie-Regiment (I.R.) 10 kommandiert 
02.08.1921  als Major aus dem aktiven Wehrdienst ausgeschieden mit der Berechtigung zum Tragen der Uniform des Fl. Batl. 1 
05.08.1921  Anstellung beim Flottmann Konzern mit Lehrzeit im Werk Herne 
02.12.1921  Leiter der Propaganda- und Presse-Abteilung, Leiter der Personalabteilung und der Abteilung Organisation b.d. Zentralverwaltung des Flottmann-Konzerns 
01.10.1924  ohne Beruf 
1925  Januar und Februar: Sonderauftrag des R.V.M. Abt. Luftfahrt mit Gutachtertätigkeit über Flugzeugmotoren  
02.04.1925  Leiter des Flughafens Dortmund (bis 19.01.1926) 
20.01.1926  Geschäftsführer der Flughafen G.m.b.H., Dortmund und Vorstand der Luftverkehrs-A.G. Westfalen (Welu) (bis 20.07.1934) 
20.07.1934  Anstellung beim R.L.M. mit Sondervertrag 
01.12.1934  Anstellung als Major (E) in der Reichsluftwaffe mit einem Rang- u. Besoldungsdienstalter vom 1. März 1930  
01.12.1934  Industriebeauftragter des R.L.M. in Bremen 
01.03.1935  nach dem Erlaß des Führers und Reichskanzlers vóm 26. Februar 1935 ist ab 1. März 1935 die Verpflichtung als Soldat erneut erfolgt. Mit dem 1. März 1935 wiederangestellt in der Wehmacht (Luftwaffe) mit einem R.D.A. vom 1. März 1930. Die vom 20. Juli 1934 bis 28. Februar 1935 geleistete Dienstzeit gilt als militärische Dienstzeit 
16.05.1934  R.D.A. als Major (E) neu festgesetzt auf der 1. Dezember 1932 (Nr.12410/35 B.V. 1b), B.D.A. 1. März 1930 
01.01.1937  versetzt als Stabsoffzier der Luftwaffe zum W.B. Kdo. Nürnberg I (L.P. Nr. 14660/36 geh. V, 1/I 3e vom 3. Dezember 1936)  
01.09.1937  Versetzung zum W.E.I. Hamburg (pers. Veränderungen R.L.M. 253 L.P. 10240/37 g.V, 1/VI 3e vom 21. August 1937) 
01.11.1938  W.M.A. Hamburg 1 
01.08.1939  Versetzung zur R.L.M. kriegswissenschaftl. Abt. d. Luftw. kdt. O. Kr 16 Abt. gem. Pers. Ver. Nr. 86/E  
01.10.1939  R.L.M. L.P.Nr. 18010/39 g.2 I C vom 28. Oktober 1939 
23.11.1943  Versetzung zum Flieger-Ersatzbatallion 3 in Frankfurt a.d. Oder (bis 31.07.1944) 
02.08.1944  Entlassung mit Wirkung vom 31. Juli 1944 durch Flieger-Ersatbatalion 3 Frankfurt/Oder, den 02. August 1944 A.B. gez. Unterschrift, Hauptmann u. Adjutant (aus dem Wehrpass übernommen)  

Datum  Feldzüge und Kampfhandlungen 
11.08.1914 bis
20.08.1914 
Gefechte bei Dinant 
23.08.1914 bis
24.08.1414 
Schlacht bei Dinant 
27.08.1914 bis
30.08.1914 
Schlacht an der Maas und Verfolgungskämpfe bei und an der Aisne 
06.09.1914 bis
10.09.1914 
Schlacht bei Fère-Champenoix 
06.09.1914 bis
11.09.1914 
Schlacht an der Marne 
20.12.1914 bis
30.12.1914 
Schlacht bei Souain, Perthes-les-Hurlus und Beausejou 
31.12.1914 bis
07.01.1915 
Stellungskämpfe in der Champagne 
08.01.1915 bis
13.01.1915 
Schlacht bei Perthes-les-Hurlus und Beausejou 
14.01.1915 bis
31.01.1915 
Stellungskämpfe in der Champagne 
01.02.1915 bis
05.02.1915 
Schlacht bei Perthes-les-Hurlus 
06.02.1915 bis
15.02.1915 
Stellungskämpfe in der Champagne 
16.02.1915 bis
19.02.1915 
Schlacht bei Perthes-les-Hurlus und Beausejou 
21.02.1915 bis
30.03.1915 
Winterschlacht in der Champagne 
25.08.1916 bis
20.10.1916 
Schlacht von Kowel 
21.10.1916 bis
29.12.1916 
Stellungskämpfe im Oberelsas 
29.12.1916 bis
09.03.1917 
Stellungskämpfe am Nordrand der Vogesen 
23.01.1917  Luftangriff an den Industriebecken von Nancy  
24.01.1917  Luftangriff an den Industriebecken von Nancy  
29.01.1917  Luftangriff an den Industriebecken von Nancy  
07.02.1917  Luftangriff an den Industriebecken von Nancy  
11.02.1917  Luftangriff an den Industriebecken von Nancy  
14.02.1917 bis
16.02.1917 
Luftangriff an den Industriebecken von Nancy 
10.03.1917 bis
15.04.1917 
Schlacht bei Reims 
16.04.1917 bis
22.04.1917 
Doppelschlacht Aisne-Champagne 
23.04.1917 bis
11.06.1917  
Frühjahrsschlacht bei Arras 
16.06.1917 bis
20.10.1917 
Stellungskämpfe im Artois 
21.10.1917 bis
02.12.1917 
Schlacht in Flandern 
03.12.1917 bis
26.12.1917 
Kämpfe in der Siegfriedstellung 
27.12.1917 bis
20.03.1918 
Stellungskämpfe bei St. Quentin und an der Oise 
21.03.1918 bis
22.03.1918 
Durchbruchsschlacht bei St.Quentin und La-Fère 
23.03.1918 bis
24.03.1918 
Kämpfe beim Übergang über die Somme und den Grozatkanal zwischen St. Christ und Tergnier 
25.03.1918 bis
31.03.1918 
Verfolgungskämpfe bei Montdidier-Noyon 
10.04.1918 bis
28.04.1918 
Kämpfe an der Avre 
29.04.1918 bis
13.05.1918 
Hinter der 18. Armee 
14.04.1918 bis
26.05.1918 
Stellungskämpfe nördlich der Ailette 
27.05.1918  Erstürmung der Höhen des Chemin des Dames 
28.05.1918 bis
01.06.1918 
Verfolgungskämpfe zwischen Oise-Aisne ü.d. Vesle bzw. Marne 
02.06.1918  Angriffskämpfe bei Soissons 
14.06.1918 bis
20.10.1918 
Stellungskämpfe an der Loire und Marne 
12.11.1918 bis
18.11.1918 
Räumung der besetzten Gebiete und Rückzug in die Heimat 

Nachruf auf Paul Ferdinand Sommer
aus „Flugwelt“ vom 10. Oktober 1957, 9. Jahrgang, Heft 10, Seite 770 (Originaltext),
verfasst von Arthur Schreiber

Paul Sommer ist nicht mehr

Einen Monat nach dem Tode des Altmeisters August Euler, seines damaligen Fluglehrers und langjährigen Freundes, segnete der Alte Adler Paul Ferdinand Sommer das Zeitliche. Wir kannten uns gut seit dem „Prinz-Heinrich-Flug 1913".

Der aus Jocketa (Vogtland) gebürtige Paul Sommer hätte am 21. November 1958 sein 70. Lebensjahr vollendet, wenn es das Schicksal gewollt hätte. Er wurde seinerzeit Infanterie-Offizier und schulte bei Euler in Frankfurt a. M. (Zeugnis des „Deutschen Luftfahrer-Verbandes“ Nr. 196 vom 10. Mai 1912). Als Leutnant der Fliegerstation Darmstadt nahm er am ersten „P.-H.-Flug" teil, stürzte jedoch auf seinem Euler-Zweidecker ab und wurde schwer verletzt. Während der Kriegsjahre war Hauptmann Sommer u. a. längere Zeit der umsichtige Führer der Kgl. Sächsischen Flieger-Abteilung A 264 (deren Arbeitsflugzeuge durch die von uns geführte Schutzstaffel 5 im Raum von Péronne 1917/18 gesichert wurden!). Nach dem Zusammenbruch hielt der Alte Adler der Fliegerei auch weiterhin die Treue: In Dortmund war der „Rote Sommer" (sein Spitzname!) Direktor der Luftverkehrs AG. Westfalen, Geschäftsführer der dortigen Flughafen GmbH sowie Vorsitzender des Luftverkehrs-Ausschusses des Bundes Deutscher Verkehrsvereine. Nach 1935 brachte es Major a. D. Sommer, der Träger hoher Tapferkeitsauszeichnungen war, in der Kriegswissenschaftlichen Abteilung der Luftwaffe, Berlin, bis zum Obersten. In Hamburg-Gr. Flottbek wohnte und wirkte der Heimgegangene nach 1945 bis zuletzt. Seine durch mehrere Abstürze hervorgerufenen körperlichen Schäden machten ihm in seinen letzten Lebensjahren mitunter reichlich zu schaffen. Um den guten Kameraden, der am 7. August auf dem Friedhof Gr. Flottbek zur Ruhe gebettet wurde, trauern neben seiner Frau, seinen beiden Töchtern und Söhnen sowie vierzehn Enkelkindern auch seine alten Weggefährten, die ihm im Leben einst nahestanden! Lieber Paul Ferdinand, ruhe sanft!
 


Das Portrait wurde aus Materialien zusammengestellt, die Flieger-Album von dem Enkel Paul Sommers, Herrn Dr. Johann Neumann, im November 2009 zur Verfügung gestellt wurden. Flieger-Album bedankt sich für die hilfreiche Mitarbeit.

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Kommentar: 1 von admin erstellt am : 09.12.2009 16:13 gespeichert
Folgende Informationen über Paul Sommer wurden uns nachgereicht:

"Der Vater von Paul Sommer war eigentlich gelernter Bäcker, der im gastronomischen Bereich ein erhebliches Vermögen erworben hatte. Davon kaufte er sich ein Rittergut, um als "Rittergutsbesitzer" seine Söhne auf das Kadettenkorps schicken zu können.

Obwohl die ersten Flugkurse als Prüfung nur das Fliegen einer Acht in mäßiger Höhe über dem Platz hatten, gab es so viele Todesfälle, dass die sächsische Königin die Fürbitte für die Flieger in den Kirchen untersagt haben soll, weil sie Fliegen für eine Herausforderung Gottes hielt".

Der Spitzname "Roter Sommer"(siehe Nachruf) soll daher rühren, dass Paul Sommer - wie viele andere Offiziere auch, den "Vorwärts" las. Er war auch stolz darauf, dass er seine Einheit am Ende des Krieges ohne Rebellion von Frankreich in die Heimat zurückführen konnte. Dazu paßt, dass bei seiner Beerdigung auch ein ehemaliger Flugzeugmechaniker von Ihm angereist war (der jedoch der Familie unbekannt war). Angesprochen äußerte er spontan, er sei gekommen,  da Paul Sommer ein sehr gerechter Vorgesetzter gewesen sei.
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