(* 06. September 1886 in Aussig/Österreich-Ungarn, + 20. oder 21. März 1918 bei Motta di Livensa/Italien) war als Infanterist an der Ostfront, später als Flieger den K.u.K. Luftfahrtruppen in Italien eingesetzt und starb dort bei der Bruchlandung seines Flugzeugs.
Bei Beginn des Ersten Weltkrieges war Ernst Strohschneider Leutnant der Reserve beim Infanterieregiment 28 der K.u.K. Armee und wurde an die serbische Front geschickt. Nach einer Verwundung wurde er in das Infanterieregiment 42 versetzt, das in den Karpaten an der Ostfront kämpfte.
Im Februar 1915 wurde er erneut verwundet. Bei seiner Rückkehr in den Dienst erhielt er das Kommando über eine Maschinengewehrabteilung im selben Regiment. Seine dritte Verwundung erfolgte im September. In Folge dessen war Strohschneider nicht mehr frontverwendungsfähig und meldete sich freiwillig zu den Luftfahrtruppen.
Dort wurde Strohschneider zum Beobachter ausgebildet und der Fliegerkompanie Flik 23 im Trentino unter dem Kommando von Heinrich Kostrba zugeteilt. Strohschneiders Aufgaben waren Aufklärungsflüge und Bombenangriffe. Seine nächste Einheit war die Fliegerkompanie Flik 28 an der Isonzofront. Bald nach seiner Zuweisung zur Flik 28 erhielt er Flugtraining und wurde zum Fluggeschwader 1, der späteren Großflugzeugkompanie Flik 101G, nach Divacco versetzt. Dort eskortierte er Großflugzeuge bei Bombenangriffen mit einer Hansa-Brandenburg D.I. Im August 1917 wurde Strohschneider erneut versetzt, diesmal zur Jagdfliegerkompanie Flik 42J an der Isonzofront. Hier erfolgte der größte Teil seiner 15 bestätigten Abschüsse.
Im Januar 1918 übernahm Strohschneider das Kommando über die Jagdfliegerkompanie Flik 61J bei Motta di Livensa. Kurz danach wurde ihm mit Flik 63J ein zweites Kommando übertragen, nachdem deren Kommandant bei einem Unfall schwer verletzt worden war.
In der Nacht vom 20. zum 21. März führte Strohschneider eine Gruppe von fünf Flugzeugen in einem Bombenangriff auf italienische Stellungen bei Zenson. Bei der Rückkehr starb Strohschneider bei der Bruchlandung mit seinem Flugzeug.
Siehe auch:
» K.u.K. Flieger im Ersten Weltkrieg
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