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(* 24. September 1895 in Mühlhausen, + 16. Mai 1918 Nähe La Motte) war deutscher Jagdflieger bei der Jagdstaffel 11 (Jasta 11) und schoss elf gegnerische Flugzeuge ab, bevor er selber ums Leben kam.

Ein Portrait von Gastautor Rainer Absmeier.

Joachim Adolf Wolff wurde in Mühlhausen, ein paar Kilometer nördlich der (thüringischen) Staatengrenze von Sachsen-Weimar geboren. Als Einjährig-Freiwilliger meldete er sich 1913 zum Schleswig-Holsteinischen Ulanen-Regiment Nr. 15 in Saarburg. Als Fahnenjunker zog er im Oktober 1914 mit dieser Einheit in den Krieg und wurde am 08. Mai 1915 zum Leutnant befördert. Am 01. Juli 1915 wurde ihm das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Wie viele Angehörige der Kavalerie meldete sich Wolff im Herbst 1916 freiwillig zur Fliegertruppe und begann am 30. Oktober 1916 seine fliegerische Ausbildung bei der Fliegerersatz-Abteilung 3 in Gotha. Danach wurde er der Feldflieger-Abteilung (A) 216 (FA(A) 216) zugeteilt und flog zunächst Aufklärungs- und Artillerieeinweisungseinsätze. Danach wurde er am 6. Juli 1917 als Jagdflieger zum Jagdgeschwader 1 unter der Führung von » Manfred von Richthofen beordert und dort der Jagdstaffel 11 zugeteilt. Nachdem bei der Jasta 11 der berühmte Namensvetter und Pour-le-Mérite-Träger Kurt Wolff der Staffelführer war, wurde Joachim Adolf Wolff von seinen Staffelkameraden „kleiner Wolf“ genannt.

Bei der Jasta 11 flog er die erste Zeit Einsätze ohne Abschuss und hatte bei vielen Luftkämpfen Glück, dass er lebend davon kam. Am 14. August 1917 wurde er während eines Luftkampfes mit Sopwith-Triplanes der 1. Naval Squadron verwundet abgeschossen und musste mit einem Oberschenkeldurchschuss in das Reserve-Feld-Lazarett Nr. 76 in Courtrai eingeliefert werden. Am 23. November 1917 machte er nach einem Luftkampf mit SE5a's der 56. Squadron eine Notlandung in Avesnes le Sec. Er überschlug sich dabei mit seinem Flugzeug und wurde dabei leicht verletzt. Am 3. Februar 1918 überlebte er bei Villers Outreaux eine weitere Notlandung mit seinem neuen Fokker-Dreidecker Dr.1, bei dem sich im Flug die oberste Tragfläche löste.

Erst am 18. März 1918 schoss Joachim Adolf Wolff über Escaucourt seinen ersten Gegner ab. Es war eine SE5a der 84. Squadron, die von Lieutenant Anthony McCudden (8 LS), dem Bruder des berühmten James T. B. McCudden, geflogen wurde. Anthony McCudden fiel in diesem Luftkampf. In der folgenden zwei Monaten schoss er neun weitere Gegner ab. Darunter befanden sich vier Sopwith Camel und drei Bristol Fighter.

Am 16. Mai 1918 ereilte Joachim Adolf Wolff sein Fliegerschicksal. Er erhielt in einem Luftkampf zwei Schüsse unterhalb des Herzens und stürzte südöstlich La Motte auf deutscher Seite ab. Sein Gegner in diesem Luftkampf war wahrscheinlich Lieutenant H. D. Barton von der 24. Squadron, der in dieser Gegend einen Abschuss über einen Dreidecker beanspruchte. Wolff wurde auf dem Friedhof in Cappy beigesetzt.

Kommentar: 3 von raineranton erstellt am : 15.08.2010 22:53 gespeichert
Sein richtiger Name war JOACHIM ADOLF Wolff
Kommentar: 2 von Jos Gelissen erstellt am : 11.07.2010 19:30 gespeichert
http://www.theaerodrome.com/fo...beck-weiss.html
Kommentar: 1 von Joop Peeters erstellt am : 19.06.2010 12:02 gespeichert
Hans-Joachim Wolff ist nach 1918 umgebettet worden und ruht jetzt auf der Kriegsgräberstätte Vermandovillers (Frankreich). Endgrablage: Block 2 Grab 1942.
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