(* 12. November 1884 in Posen, heute Paznán/Polen, + 6. September 1928 in Heroldsbach/Bayern) war Kampf-, später Jagdflieger an der Westfront und wurde danach Fluglehrer bei der Jagdstaffelschule 1.
Martin Zander wurde am 12. November 1884 in Posen geboren. Über Elternhaus, Ausbildung und beruflichen Werdegang ist hier nichts bekannt.
Nachfolgend einige Stationen seines militärischen Werdegangs zu Beginn des Ersten Weltkriegs:
Martin Zander war Mitglied der Feldfliegerabteilung 9 (FFA 9) und befehligte das Kampfeinsitzerkommando Nord (KEK N). Danach wurde er am 22. August 1916 zum kommandierenden Offizier der » Jagdstaffel 1 (Jasta 1) ernannt. In seiner dortigen Funktion wurden ihm 3 Abschüsse zugeschrieben:
Am 25. August 1916 schoss er über Geudecourt Lt. R. D. Walker und Lt. C. Smith von der 22. Squadron (Sqn) Royal-Flying-Corps (RFC) in einer D. H. ab. Beide überlebten und wurden gefangen genommen. Am 17. September 1916 fielen ihm um 9:00 morgens bei Hendicourt um Sgt. B. Irwin und Lt. F. G. Thiery von der 22. Sqn RFC in einer D.H. 2 zum Opfer. Beide wurden beim Absturz getötet. Ein weiterer Abschuss bei der » Jasta 1 waren Sgt. S. Cockerell in einer D.H. 2 von der 24. Sqn RFC am 10. Oktober 1916 um 17:30 in der Nähe von Beugny. Beide Besatzungsmitglieder wurden verwundet.
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Martin Zanders zweiter Abschuss beim Kampfeinsitzer-Kommando Nord (KEK N) BE2c Nr. 2047 der 8. Squadron am 11. Oktober 1915 (Foto: Rainer Absmeier Collection) |
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Martin Zanders zweiter Abschuss beim Kampfeinsitzer-Kommando Nord (KEK N) BE2c Nr. 2047 der 8. Squadron am 11. Oktober 1915. [v.l.n.r]: Martin Zander, Arthur Inglis Burnie, Bertram Osbourne Wilkin, Olt. Lerche. (Foto: Rainer Absmeier Collection) |
| Martin Zanders vierter Abschuss bei der Jagdstaffel 1. Eine FE2b von der 23. Squadron mit Sgt. B. Irwin und 2nd Lt. G.G. Thierry (KIA) am 17. September 1916. (Foto: Rainer Absmeier Collection) |
Martin Zander wurden vom Oberkommando der Luftstreitkräfte insgesamt fünf Abschüsse bestätigt. Am 10. November 1916 wurde auch Hauptmann Martin Zander, wie schon einige Jagdpiloten vor ihm, als Fluglehrer zur Jagdstaffelschule 1 nach Valenciennes versetzt, um junge angehende Piloten auszubilden. Danach wurde er nicht mehr als Jagdflieger an der Front eingesetzt.
Über seinen weiteren Werdegang ist wenig bekannt. Hauptmann Martin Zander hat den Krieg überlebt und wurde Verkehrsflieger. Er starb am 6. September 1928 bei dem Absturz einer Verkehrsmaschine im Alter von 43 Jahren.
Sein Grab auf dem Nordfriedhof in Düsseldorf existiert nicht mehr.
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