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(* 21. April 1896 in Dresden, + xx.xx.xxxx in ?) war deutscher Jagdflieger bei verschiedenen Jastas im Ersten Weltkrieg und schoss drei gegnerische Flugzeuge ab.

Ein Portrait von Gastautor Rainer Absmeier.

Joachim Heinrich Friedrich Christian von Ziegesar wurde am 21. April 1896 als drittes Kind von Friedrich Alexander von Ziegesar und Adelaide Luise von Ziegesar in Dresden geboren.

1916 kam von Ziegesar zur Fliegertruppe und wurde nach erfolgreicher Ausbildung der Feldflieger-Abteilung 23 (FFA 23) zugeteilt. Hier lernte er » Joseph Veltjens kennen und die beiden wurden gute Freunde. Sie flogen gemeinsam Aufklärungsflüge in einem Reihenbildzug über der Front. Am 1. Oktober 1916 wurde Ziegensar zur Jagdstaffel 4 (Jasta 4) kommandiert, blieb dort aber nicht lange und kam am 16. Oktober 1916 zur neu aufgestellten Jagdstaffel 14 (Jasta 14), die zu dieser Zeit von » Oblt. Rudolf Berthold geführt wurde. Wahrscheinlich wurde er von Berthold zur Jasta 14 geholt, denn die beiden kannten sich aus der Zeit bei der FFA 23. Einen Monat später folgte Veltjens ebenfalls zu dieser Jagdstaffel. Joachim von Ziegesar flog bei der Jasta 14 insgesamt 1 ½ Jahre auf Albatros-Einsitzern ohne Abschuss eines Gegners. Am 15. März 1918 folgte die Versetzung zur Jagdstaffel 18 (Jasta 18). Sein Freund Veltjens wurde nach fünf Abschüssen schon im August 1917 von Oblt. Berthold zur Jasta 18 mitgenommen.

Joachim von Ziegesar (rechts) neben seinem Freund » Josef Veltjens bei der Feldflieger-Abteilung 23 in Roupy 1916. (Foto: Rainer Absmeier Collection)  


Am 18. März 1918 wurde Hptm. Rudolf Berthold zum Kommandeur des Jagdgeschwaders II (JG II) ernannt, welche die Jagdstaffeln 12, 13, 15 und 19 vereinte. Berthold tauschte fast die komplette Belegschaft der Jasta 18 gegen die der Jasta 15 aus, um mit seiner alten, auf ihn eingeschworenen und von ihm geformte Kampfgemeinschaft zu fliegen. Kurzerhand wurde so die Jasta 18 zur Jasta 15 gemacht. Nach Erhalt der neuen Fokker D.VII-Einsitzer, schoss Ziegesar am 6. Juni 1918 sein erstes gegnerisches Flugzeug ab, vermutlich eine französische Spad VII oder Spad XIII (zwei französische Spad gingen an diesem Tag verloren: eine Spad VII der Escadrille Spa.69, geflogen von Sgt. J. Bouilliant und eine Spad XIII der Escadrille Spa.92, geflogen von Sgt. L. Durin).

Siemens D.III mit dem persönlichen Kennzeichen von Joachim von Ziegesar aus dem Jahr 1918. Das Flugzeug war mit einem 200 PS Siemens Rotationsmotor ausgestattet und hatte eine Steigleistung von 6000 m in 17 Minuten. 


Die zweite Spad wurde seinem Staffelkameraden Georg von Hantelmann zugeschrieben. Am 9. August 1918 wurde von Ziegesar ein Abschuss einer Sopwith Camel über Le Quesnel nicht zuerkannt. Am 26. September 1918 schoss er dann eine britische DH4 (D7232 der 104. Squadron des IAF, Lt. O. L. Malcolm und 2nd Lt. G. V. Harper wurden beide getötet) ab. Am 29. Oktober 1918 folgte über Champigneulle die Salmson Nr. 1180 "15" der US-amerikanischen 12th Aero Sqadron. 1Lt. S.W. Beauclerk wurde dabei getötet und 1Lt. A. R. Patterson geriet in deutsche Gefangenschaft. Es war von Ziegesars dritter und letzter Abschuss im Ersten Weltkrieg.

Im 2. Weltkrieg war Joachim von Ziegesar im Jahr 1943 im Rang eines Majors als Fliegerhorstkommandant tätig.

Persönliches Kennzeichen:
Drei weiße Federn auf dem Flugzeugrumpf bei der Jasta 18 und der Jasta 15

Kommentar: 1 von admin erstellt am : 28.08.2010 08:53 gespeichert
Joachim von Ziegesar wurde von seinen Staffelkamaraden "Zickzack" genannt.
(Quelle: Seppl, A Step Ahead Of Politics von Klaus Veltjens)
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