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(* xx.xx.xxxx in ? , + xx.xx.xxxx in ?) war deutscher Flugschüler / Flugzeugführer im Ersten Weltkrieg. Sein Fotoalbum dokumentiert die Zeit bei der Fliegerausbildung.

Ein Portrait von Gastautor Peter Janssen.

Über Karl Zimmermann ist leider nur wenig bekannt. Ende 1917 oder Anfang 1918 müßte er als Flugschüler zur Fliegerschule Crefeld der Fliegerersatz-Abteilung Darmstadt kommandiert worden sein. Im Rang eines Fliegers absolvierte er dort unter den Fluglehrern Feldw. Kandulskie, Unteroffz. Bode (Hauptlehrer), Feldw. Lübbert, Unteroffz. Miehe, Feldw. Kindervater, Serg. Karl Wenzel und Feldw. Willi Jachmann seine theoretische und praktische Flugzeugführerausbildung. Viele Schulungsflüge führte Zimmermann dort mit seinem Hauptfluglehrer Unteroffz. Bode durch.

Karl Zimmermann in seiner Schulungsmaschine (Foto: via Peter Janssen) 

Die Fluglehrer
[v.l,n.r.]: » Feldw. Walter Kandulski, Unteroffz. Bode (Hauptlehrer), » Feldw. Lübbert, Unteroffz. Miehe, » Feldw. Kindervater, » Serg. Karl Wenzel, » Feldw. Willi Jachmann (Foto: via Harald Wenzel und via Peter Janssen)  

Die in Crefeld stationierten Flieger in zivil
[v.l.n.r.]: Flieger Karl Zimmermann, unbekannt, unbekannt aus Worms, Georg Brenkel aus Köln (gen. "Greg"). Karl Zimmermann trägt einen Pullover mit den Initialien "CS".
(Foto: via Peter Janssen)  

Der Flugleiter von Karl Zimmermann (re.), hier im sogenannten "Knochensack", war Leutnant d.R. Tüllmanns (li.). In der Mitte ist Werftleiter Leutnant Zahn zu sehen. Zimmermann trägt in de linken Hand neben seinem Sturzhelm eine Kamera.
(Foto via Peter Janssen)  

Die Hallen der Fliegerschule
Die beiden oberen Fotos zeigen die Hallen der Fliegerschule. Teilweise befanden sich diese noch im Bau. Den Startplatz davor benutzte Karl Zimmermann häufig für seine Schulungsflüge. (Foto via Peter Janssen) 

[v.l.n.r.]: Flieger Karl Zimmermann, Feldw. Susenburger, Unteroffz. Bode, Lt. Krafft, Gefr. Hart (Foto via Peter Janssen)  

Panoramafoto der Flugzeugwerftanlagen in Darmstadt (Foto via Peter Janssen). 

Das Quartier der Fliegerschule
Neben dem Flugdienst, der die meiste Zeit ausfüllte, gab es auch andere wichtige Aufgaben in der Fliegerschule. Das Einrichten des Quartiers und die Beschaffung von Brennholz für die Beheizung. (Foto via Peter Janssen)  

"Die Kameraden beim Holzeinschlag"
[oben v.l.n.r.]: Flieger Kurt Zimmermann, Flieger Brenkel [unten v.l.n.r.]: unbekannt, Gefr. Kürsten, Flieger Pauluschkiewitz, unbekannt

Im Sommer 1918 flogen die Engländer Bombenangriffe auf Darmstadt und Mannheim. Dabei musste die Besatzung eines englischen Handley Page Bombers wegen Motordefektes bei Hähnlein an der Bergstraße notlanden. Danach kam das vom Militär beschlagnahmte Flugzeug mit der Kennung D.8302 zur Fliegerschule Crefeld oder zur Fliegerersatz-Abteilung Darmstadt. 

Die Schulungsflüge und die Prüfung zum Flugzeugführer:
Bis September 1918 absolvierte Karl Zimmermann die ersten vier Bedingungen der Flugzeugführerausbildung. Am 3. September 1918 flog er drei Schulungsflüge mit den Maschinen Albatros B.IIa 2189 und 1626 auf 1000m Höhe. Am 4. September 1918 flog er eine Albatros B.IIa 2182 für zwei Schulungsflüge auf 800 und 1000m Höhe. Einige Tage später, den 7. September 1918, absolvierte er mehrere Schulungsflüge in 2x 500m, 2x 800m und 1x 1000m Höhe mit einer Albatros B. 2191 (?). Am 9. September 1918 machte er einen Schulungsflug auf einer Albatros B.II 2189 in 800m Höhe. Nach einigen Tagen Pause flog er am 14. September 1918 mit einer Albatros B.IIa 2186 in 2x 500m und 1x 800m Höhe. Für Flieger Zimmermann stand am 16. September 1918 die 5. Bedingung "Knüppel hinten mit 75 kg Ballast" an. Unter den Augen von Sportzeugen Lt. Büschgens (?) Offz. vom Dienst (?), seinem Fluglehrer Unteroffz. Bode und dem Flugleiter Lt. d.R. Tüllmanns absolvierte Karl Zimmermann den Prüfungsflug auf einer Albatros B.II 2142 in der vorgeschriebenen halben Stunde in 2000m Höhe erfolgreich.

Barogramm des Prüfungsfluges (5. Bedingung auf Albatros B.IIa 2142) von Karl Zimmermann am 16. September 1918. "Knüppel hinten mit 75 kg Ballast"
(Foto via Peter Janssen)  

Am 9. September 1918 bekommt Karl Zimmermann Besuch von seiner Schwester [3. v.l] (Foto via Peter Janssen) 

Nach der Feldpilotenprüfung machte Karl Urlaub und besuchte seine Freundin / Ehefrau (?) "Mariechen" (Foto via Peter Janssen) 


Karl Zimmermann wurde wahrscheinlich noch fertig ausgebildet, doch er kam nicht mehr ins Feld. Seine Entlassung aus dem Militärdienst müßte gegen Ende des Krieges erfolgt sein. Über seinen weiteren Lebensweg ist nicht viel bekannt. Seine Flugleidenschaft verfolgte er auch während der Weimarer Republik. Im Jahr 1932 flog er Segelflugzeuge, wahrscheinlich in Langerfeld bei Wuppertal, Bochum, Henkenberg (Ruhr.), in der Hiedner Heide (?) und auf dem Brokenberge in Westfalen. Die Werkstatt für die Segelflugzeuge lag in Elberfeld.

Siehe auch:
» Fotoalbum von Karl Zimmermann (aus dem Ersten Weltkrieg)

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